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Saigas – Stolz und lebende Legende der kasachischen Steppe

Am 29. April 2026 fand im Rahmen des Projekts „Stammtisch unterm Schanyrak“ in der deutschen Hauptstadt das sechste Treffen zum Thema „Saigaantilopen – Stolz und Schönheit der kasachischen Steppe“ statt. Die Veranstaltung vereinte Naturschutzexpertinnen und -experten, Vertreter der Wissenschaft, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie alle, die sich für das Naturerbe Kasachstans interessieren.

Zu Beginn der Veranstaltung betonte der Botschafter der Republik Kasachstan in Deutschland, Nurlan Onzhanov, die besondere Bedeutung des Erhalts der biologischen Vielfalt angesichts globaler ökologischer Herausforderungen. Er hob hervor, dass die Saiga, eine der ältesten Bewohnerinnen der eurasischen Steppen, nicht nur eine einzigartige Art ist, die Eiszeiten überstanden hat, sondern auch ein wichtiges Symbol des natürlichen Reichtums Kasachstans darstellt. Der Schutz der Saigas und ihrer Lebensräume habe heute sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Priorität.

Im Anschluss wurde den Gästen ein Video über diese einzigartige Tierart gezeigt, der anschaulich ihren Lebensraum sowie die Anstrengungen zu ihrem Schutz darstellte.

Den inhaltlichen Teil des Programms setzten die Vorträge eingeladener deutscher Experten fort.

Michael Brombacher, Referatsleiter Europa der Zoologische Gesellschaft Frankfurt, präsentierte eine Übersicht über Naturschutzaktivitäten in Zentralasien und in Kasachstan und unterstrich die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für den Erhalt der Steppenökosysteme. Laut dem Experten zählen «die Erholung der Saigaantilopen sowie die Rückkehr der Kertagy‑Wildpferde (Przewalskipferde) und der Kulan‑Wildesel in die kasachische Steppe zu den bedeutendsten Erfolgen des weltweiten Naturschutzes der letzten Jahrzehnte. Möglich wurden sie durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der kasachischen Regierung mit zahlreichen nationalen und internationalen Partnern. Die Erfolge der Altyn Dala Conservation Initiative zeigen eindrucksvoll, wie grenzüberschreitende Kooperationen unsere wichtigsten Ökosysteme wiederherstellen und langfristig sichern können – zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen».

Ralf Lohe, Vertreter des Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Experte für Osteuropa, den Kaukasus und Zentralasien, betonte in seinem Beitrag die bedeutenden Erfolge bei der Wiederherstellung der Saiga-Population: „Das fulminante Come-Back der Saiga ist vielbeachtet und international der wohl größte Erfolg im Artenschutz der letzten Jahrzehnte. Es ist nicht nur die Rettung der Art, sondern mit der Rückkehr der großen Herden kann die Saiga auch wieder ihre Funktion im Ökosystem Steppe erfüllen. Mittlerweile lebt ein großer Teil des Bestandes außerhalb von Schutzgebieten. Daraus ergibt sich – neben Herausforderungen – auch die einzigartige Chance, den Gedanken der alten kasachischen Tradition der nomadischen Lebensweise aufzugreifen und mit der Moderne zu verknüpfen – zum Wohle der Saiga, der Menschen, die sich mit ihr den Lebensraum teilen, und auch der Steppe.“

Zum Abschluss fand eine lebhafte Diskussion sowie eine Frage-und-Antwort-Runde statt, in der sich die Teilnehmenden über aktuelle ökologische Herausforderungen, Perspektiven für den Schutz der Saiga und die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Naturschutz austauschten.

Zur Info: Saigas sind einzigartige und seltene Tiere der zentralasiatischen Steppen, die aufgrund ihrer charakteristischen Nase, die ihnen das Überleben in einem rauen Klima ermöglicht, leicht zu erkennen sind. Es handelt sich um eine uralte Art, die eine wichtige Rolle im Ökosystem der Steppe spielt. Nach einem drastischen Bestandsrückgang in der Vergangenheit erholt sich die Population heute allmählich dank gezielter Schutzmaßnahmen, darunter die Bekämpfung der Wilderei, die Schaffung und Erweiterung geschützter Naturgebiete sowie internationale Programme zum Erhalt der Art.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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