45. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs

45. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs: „Dialog und Vertrauen: Medien- und Expertenkommunikation zu Kasachstan“

Bei der 45. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs (BEK) forderten viele der 90 Teilnehmenden deutsche Medien eindringlich auf, Zentralasien stärker in den Blick zu nehmen. Erstmals widmete der BEK seine Jubiläumssitzung am 2. Dezember dem Thema „Dialog und Vertrauen: Medien- und Expertenkommunikation zu Kasachstan“.

Foto: Alexander Shelegov

Arman Issetov, stellvertretender Außenminister Kasachstans, stellte dabei das neue Mediengesetz seines Landes vor, das die Rechte von Journalisten stärken und unabhängige Berichterstattung fördern soll.

Der BEK-Beiratsvorsitzende Peter Tils, der Vorsitzende der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe Christian Görke sowie Keynote-Speaker Ewald König (Diplo.news) kritisierten die bislang geringe Präsenz Zentralasiens in deutschen Medien.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Experten der Berliner Zeitung, des Diplomatischen Magazins, einem freien Korrespondenten sowie Redakteurinnen der kasachischen Leitmedien Silkway TV und Astana Times wurde diese Kritik vertieft. Moderatorin Gudrun Dometeit (ehem. Focus-Auslandschefin) verwies zudem auf wirtschaftliche Herausforderungen: Angesichts sinkender Werbeeinnahmen könnten sich viele Redaktionen heute kaum noch Korrespondenten leisten.

Die Berliner Zeitung will dennoch neue Wege gehen: Sie sieht einen großen Bedarf an Berichterstattung über „den Osten“ und plant eine engere Zusammenarbeit mit kasachischen Medien und Journalisten.

Das Publikum beteiligte sich intensiv. Dabei wurden zahlreiche Themen genannt, die mehr Aufmerksamkeit verdienen – von Kasachstans Rolle als Rohstofflieferant und aufstrebende Tourismusdestination bis hin zum kulturellen Erbe, das Millionen Kasachstan-Deutsche in die bilateralen Beziehungen einbringen.

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