Auf Initiative des Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew wird in Kasachstan die groß angelegte landesweite Umweltkampagne „Taza Kasachstan“ durchgeführt. Ziel dieser Initiative ist es nicht nur, die ökologische Situation im Land zu verbessern, sondern auch ein umweltbewusstes Denken der Bürger zu fördern, geistige Reinheit und patriotische Werte zu stärken, eine Kultur des sorgfältigen Umgangs mit der Natur zu entwickeln sowie die aktive Beteiligung der Bevölkerung an Fragen des Umweltschutzes zu erhöhen.
Das Konzept zur Entwicklung der Umweltkultur „Taza Kasachstan“ wurde für den Zeitraum 2024–2029 ausgearbeitet. Dieses Dokument definiert die strategische Ausrichtung der staatlichen Politik im Bereich der Förderung ökologischer Werte in der Gesellschaft.
Die wichtigsten Schwerpunkte des Konzepts „Taza Kasachstan“ sind:
Förderung ökologischen Denkens und verantwortungsvollen Verhaltens der Bevölkerung;
Schaffung eines Anreizsystems für einen umweltbewussten Lebensstil;
ökologische Bildung und Aufklärung;
umfassende mediale Berichterstattung über Umweltfragen.
Besonderes Augenmerk gilt der Rolle der Wirtschaft und großer Unternehmen, die als wichtige Partner bei der Umsetzung von Umweltschutzinitiativen betrachtet werden. Viele Firmen in Kasachstan beteiligen sich bereits an Aktivitäten im Rahmen von „Taza Kasachstan“, führen nachhaltige Technologien ein und unterstützen ökologische Projekte in den Regionen ihrer Präsenz.
Zur Umsetzung des Konzepts wurde ein Aktionsplan entwickelt, der konkrete Maßnahmen zur Begrünung von Gebieten, zur Förderung der Öko‑Freiwilligenbewegung, zur Durchführung von Umweltwettbewerben sowie zur aktiven Arbeit mit der Bevölkerung im Bereich nachhaltiger Entwicklung umfasst. Darüber hinaus haben die lokalen Exekutivorgane regionale Pläne verabschiedet, wodurch die Initiative an die Besonderheiten der einzelnen Regionen des Landes angepasst werden kann. Seit Beginn der Umweltinitiative „Taza Kasachstan“ wurden landesweit rund 1,1 Tausend Umweltaktionen durchgeführt, an denen mehr als 10,4 Millionen Menschen teilgenommen haben, darunter 586 Tausend Freiwillige.
Heute lässt sich mit Zuversicht feststellen, dass die Initiative „Taza Kasachstan“ zeigt, dass ein systematischer Ansatz, politischer Wille und die aktive Beteiligung der Bürger reale Ergebnisse hervorbringen können. Das Land bewegt sich in Richtung einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung und schafft gleichzeitig eine solide Grundlage für die Bildung einer Kultur der Umweltverantwortung bei jedem Einwohner.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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AustauschJahresbotschaftWirtschaft
Präsident Tokajew stellt umfassende politische Reformen für Kasachstan vor
Astana/Berlin, 20. Januar 2026 – Gestern fand in Kysylorda die V. Sitzung des Nationalen Kurultai (Kongress) statt. Präsident der Republik Kasachstan Kassym-Schomart Tokajew skizzierte ein umfassendes Reformpaket zur Erneuerung der politischen Architektur des Landes sowie Leitlinien der Wirtschafts- und Digitalpolitik.
Präsident Tokajew betonte, dass die seit 2022 eingeleiteten Reformen und die geplanten weiteren Verfassungsänderungen, die einem nationalen Referendum unterbreitet werden sollen, den Übergang zu einem modernen Staatssystem markieren. Ziel sei es, politische Stabilität zu stärken und das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen zu fördern.
Kernpunkte der angekündigten Reformen sind die Einführung eines Einkammerparlaments, des „Kurultai“, zur effizienteren Gesetzgebung sowie die Schaffung des Amtes des Vizepräsidenten, der die internationale Vertretung Kasachstans und die Zusammenarbeit mit Parlament und in- und ausländischen Organisationen koordinieren soll. Ergänzend ist die Gründung des „Khalyk Kenesi“ (Volksrat) vorgesehen, der Fragen der interethnischen und interreligiösen Verständigung, der Innenpolitik und Staatsideologie behandelt, ein eigenes Initiativrecht in der Gesetzgebung erhält und den Kongress der Führer der Welt- und traditionellen Religionen organisiert.
Die Reformen sehen auch die Abschaffung einiger Verwaltungsstrukturen zur Unterstützung des derzeitigen Parlaments und des Amtes des Staatsrats sowie Reformen der Präsidialverwaltung vor, um den praktischen Erfordernissen besser Rechnung zu tragen.
Im wirtschaftspolitischen Bereich betonte Präsident Tokajew die Bedeutung einer schnellen digitalen Transformation. Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz sollen Verwaltung und Wirtschaft effizienter machen, die Infrastruktur stärken und die Wettbewerbsfähigkeit Kasachstans sichern.
Abschließend wies Präsident Tokajew darauf hin, dass die angekündigten Reformen nicht die präsidiale Staatsform schwächen, sondern politische Modernisierung, wirtschaftliche Resilienz und technologische Entwicklung miteinander verbinden sowie die nationale Einheit in einem von globalen Unsicherheiten geprägten Umfeld stärken sollen.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Strategische Wasserpartnerschaft: Eine neue Phase praktischer Lösungen
Am 11. November 2025 fand ein Runder Tisch zum Thema „Strategische Wasserpartnerschaft Kasachstan-Deutschland: eine neue Ebene“ statt, der gemeinsam mit der „German Water Partnership“ Association organisiert wurde.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter staatlicher Strukturen, wissenschaftlicher Institute und Wirtschaftskreisen beider Länder teil.
Der Botschafter von Kasachstan Nurlan Onzhanov betonte die langjährige und für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, grüne Technologien und Wassermanagement.
Er erklärte, die Partnerschaft beider Länder erreiche eine neue Stufe systemischer Lösungen, gemeinsamer Projekte und des Technologieaustauschs.
Der kasachische Diplomat bedankte sich bei der Bundesregierung, dem Auswärtigen Amt und der GIZ für die Initiative „Green Central Asia“ und die Unterstützung von Klimaprojekten in der Region. Die im Rahmen der Initiative verabschiedete regionale Klimaanpassungsstrategie bilde eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.
Der Geschäftsführer der German Water Partnership, Boris Greifeneder, lobte den offenen Dialog und bekundete seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen in den Bereichen Wasserressourcen, nachhaltige Entwicklung und Klimaanpassung. Die Wasserpartnerschaft setzt sich dafür ein, die Kooperation zwischen den Ländern durch die Bündelung von Fachwissen, Technologie und Innovation weiter zu stärken, um gemeinsame Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
Die im Wassersektor Kasachstans durchgeführten Reformen wurden positiv hervorgehoben, darunter das Inkrafttreten des neuen Wassergesetzes, die Wiederherstellung des Nationalen Hydrogeologischen Dienstes, die Einführung des Digitalen Wasserkatasters, die Schaffung des Nationalen Wasserressourcen-Informationssystems und Pläne zur Modernisierung von Stauseen, Abwasser- und Bewässerungssystemen.
Die Podiumsdiskussionen konzentrierten sich auf die Perspektiven der Zusammenarbeit in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und öffentliche Versorgungsbetriebe sowie auf die kasachische Initiative zur Schaffung eines kasachisch-deutschen Innovationszentrums für Wasser. Dieses soll als Plattform für den Technologieaustausch, die Implementierung digitaler Lösungen und die Entwicklung von Pilotprojekten dienen.
Nach Abschluss des Rundtischgesprächs bekräftigten die Seiten ihr Engagement für die Stärkung der strategischen Wasserpartnerschaft zwischen den Ländern. Es wurde vereinbart, einen innovativen Wasser-Hub zu schaffen und die Entwicklung gemeinsamer Initiativen und Pilotprojekte in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und Kommunalwirtschaft zu fördern.
Heute ist die Wasserpartnerschaft zwischen Kasachstan und Deutschland nicht nur ein Erfahrungsaustausch, sondern eine strategische Entscheidung, die das gemeinsame Verständnis widerspiegelt, dass Wasser ein Schlüsselfaktor für nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Sicherheit in der Zukunft ist.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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Bildung
Deutsche Schüler entdecken die zauberhafte Welt kasachischer Märchen
Berlin, 12. November 2025 – In der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland fand ein Treffen mit Schülern einer deutschen Schule im Rahmen der 36. Berliner Märchentage statt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Die Schwanenfrau – Märchen und Geschichten über Hindernisse und wahre Stärke“ stehen. Das Festival, das vom 6. bis 23. November läuft, wird vom Deutschen Zentrum für Märchenkultur Märchenland e.V. organisiert und hat zum Ziel, die Kultur, Folklore und Traditionen der Völker der Welt zu fördern.
Während der Veranstaltung wurden den jungen deutschen Zuhörern drei kasachische Volksmärchen vorgestellt, die Themen wie Liebe, Freiheit und innere Stärke behandeln. Die Legende „Aqqu-Qyz“ (Das Schwanenmädchen) erzählt die Geschichte von Nazym, einem Mädchen, das von einem bösen Schamanen in einen weißen Schwan verwandelt wurde: ihre Reinheit und Treue besiegen das Böse, und die Kraft der Liebe befreit sie vom Fluch. Im Märchen „Aqqu, Schortan und der Khan“ geht es um einen mächtigen Herrscher, der erkennt, dass Schönheit und Leben ohne Freiheit unmöglich sind – der Schwan und der Hecht werden zu Symbolen für Unabhängigkeit des Geistes und Achtung vor der Natur. In der Erzählung „Aigul und der Goldene Adler“ zeigt die junge Heldin Mut und Güte, indem sie ihr Volk vor Ungerechtigkeit schützt, während ihr magischer Begleiter Weisheit und Tapferkeit verkörpert. Die Schüler hörten den kasachischen Legenden mit großem Interesse zu, stellten Fragen und verglichen die Geschichten mit deutschen Märchen.
Darüber hinaus hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die ständige Ausstellung des Botschaftsmuseums zu besichtigen, die die Geschichte, Kultur und Traditionen Kasachstans vorstellt.
Solche Veranstaltungen fördern die kulturelle Bildung junger Menschen, stärken die internationalen Beziehungen und bringen verschiedene Völker einander näher, indem sie neue Möglichkeiten für Freundschaft und gegenseitiges Verständnis eröffnen.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Kasachstan und Deutschland verstärken ihren außenpolitischen Dialog
Berlin, 2. Dezember 2025 – Am Dienstag fanden die politischen Konsultationen zwischen den Außenministerien der Republik Kasachstan und der Bundesrepublik Deutschland statt, bei denen die wichtigsten Themen der bilateralen Zusammenarbeit behandelt und aktuelle Fragen der internationalen Politik erörtert wurden. Die kasachische Delegation wurde vom stellvertretenden Außenminister der Republik Kasachstan, Arman Issetov, geleitet. Die deutsche Seite führte der Beauftragte des Auswärtigen Amtes für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Dr. Niklas Wagner an.
Im Rahmen der Konsultationen wurde ein breites Spektrum politischer, wirtschaftlicher und kulturell-humanitärer Zusammenarbeit behandelt. Es wurden die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit im Jahr 2025 zusammengefasst, laufende Projekte und Perspektiven für den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit erörtert.
Besonderes Augenmerk wurde auf die regionale Zusammenarbeit in Zentralasien gelegt. Die Seiten stellten eine nachhaltige Dynamik bei der Entwicklung interregionaler Initiativen fest und tauschten sich über Möglichkeiten zur Vertiefung der praktischen Zusammenarbeit aus.
Im Rahmen der Strategischen Regionalpartnerschaft zwischen Zentralasien und Deutschland (Z5+1) wurden Fragen der Umweltagenda, des Umweltschutzes, der Anpassung an den Klimawandel und der Wasserwirtschaft erörtert. Beide Seiten betonten die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung der Region, unter anderem durch die Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich Ökologie und Wasserdiplomatie.
In diesem Zusammenhang fand auch ein Treffen zwischen dem stellvertretenden Außenminister der Republik Kasachstan Arman Issetov und dem politischen Direktor des Auswärtigen Amtes Dominik Mutter, statt, um die weitere Zusammenarbeit im Rahmen des Z5+1-Formats zu erörtern.
Darüber hinaus wurden bei den Konsultationen die Perspektiven für eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union besprochen, darunter Fragen des Handels und der Wirtschaft, der Infrastruktur- und Verkehrsintegration, der digitalen Technologien und der Energiepartnerschaft.
Zu aktuellen internationalen Aspekten tauschten die Teilnehmer der Konsultationen ihre Einschätzungen zur aktuellen geopolitischen Lage in der Welt aus und bekräftigten ihr Bekenntnis zur Aufrechterhaltung eines konstruktiven Dialogs, des Völkerrechts und der Grundsätze der Multilateralität.
Im Anschluss an das Treffen unterstrichen beide Seiten ihre Absicht, die regelmäßigen Konsultationen fortzusetzen und die praktische Zusammenarbeit in allen Bereichen der bilateralen und regionalen Agenda auszubauen.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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AustauschStaatsbesuchWirtschaft
Kasachstan und Deutschland: neue Schritte in der Partnerschaft
Berlin, 2. Dezember 2025 – Der stellvertretende Außenminister Kasachstans, Arman Issetov, hat im Rahmen seines Arbeitsbesuchs in Deutschland eine Reihe von Treffen abgehalten, die der Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland dienten.
Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages Christian Görke wurden Fragen der Stärkung der interparlamentarischen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland erörtert und die Bedeutung der Entwicklung der Kommunikation sowohl auf der Ebene der Kontakte zwischen Abgeordneten als auch durch die Zusammenarbeit der zuständigen parlamentarischen Ausschüsse hervorgehoben.
Arman Issetov betonte, dass die Ausweitung des interparlamentarischen Dialogs zu einem tieferen gegenseitigen Verständnis beitragen und die Entwicklung zusätzlicher Mechanismen für die praktische Zusammenarbeit ermöglichen werde. In diesem Zusammenhang erklärte er sich bereit, Herrn Görke und die Mitglieder der Parlamentariergruppe zu einem für die deutsche Seite günstigen Zeitpunkt in Kasachstan zu empfangen.
Der Bundestagsabgeordnete hob seinerseits den konstruktiven Charakter der Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor, bewertete die stetige Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen positiv und bekundete sein Interesse an einer Vertiefung des interparlamentarischen Dialogs sowie der praktischen Zusammenarbeit in Bereichen von gegenseitigem Interesse.
Beim Treffen mit dem Co-Vorsitzenden des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrats, dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Michael Harms wurden Fragen der Ausweitung der handelspolitischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Zusammenarbeit der Wirtschaftskreise und des Potenzials neuer Projekte in vorrangigen Wirtschaftssektoren erörtert sowie die Aussichten für die Gewinnung deutscher Investitionen in Schlüsselbranchen der kasachischen Wirtschaft geprüft.
Arman Issetov betonte, dass Kasachstan konsequent die Voraussetzungen für den Aufbau einer langfristigen Partnerschaft mit der deutschen Wirtschaft schaffe, darunter die Verbesserung des Investitionsklimas, die Unterstützung von Industrieinitiativen und die Entwicklung von Infrastrukturprojekten. Er wies darauf hin, dass das Land an einer Ausweitung der Präsenz deutscher Unternehmen in Kasachstan interessiert sei.
Michael Harms bekräftigte seinerseits die Bereitschaft des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, die Vertiefung der Zusammenarbeit zu fördern, und verwies auf das große Interesse deutscher Unternehmen an einer Tätigkeit auf dem kasachischen Markt. Er betonte, dass Kasachstan ein wichtiger Wirtschaftspartner Deutschlands in Zentralasien bleibe und erhebliche Möglichkeiten für die Umsetzung von Projekten zum gegenseitigen Nutzen biete.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Kasachisch-deutsche Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel
Die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel fand in der Hauptstadt Kasachstans statt
Astana, 24. September 2025 – In Astana fand die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel statt. Das Treffen bestätigte das hohe Maß an Vertrauen zwischen den beiden Ländern und ihr Engagement für die Erzielung praktischer Ergebnisse.
Zur deutschen Delegation in Kasachstan gehörten rund 40 Vertreter staatlicher Stellen, Industrieverbände sowie die Leitung der Deutschen Industrie- und Handelskammer, des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und einer Reihe großer Unternehmen. Die Sitzung wurde von beiden Co-Vorsitzenden – Yersaiyn Nagaspayev Minister für Industrie und Bauwesen Kasachstans und Ralf Böhme Leiter der Abteilung für Außenwirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geleitet. Die Seiten präsentierten einen umfassenden Überblick über die aktuelle Agenda und künftige Projekte.
Die Arbeitsgruppe dient als zentrale Plattform für inhaltliche Diskussionen, die von der Stärkung strategischer Partnerschaften und der Ausweitung des Handels bis hin zur Zusammenarbeit in der Produktion, der Stärkung der Lieferketten und dem Technologieaustausch reichen. Die Teilnehmer identifizierten Bereiche, die schnelle Multiplikatoreffekte für beide Volkswirtschaften erzielen könnten.
Im Rahmen der Sitzung wurden folgende Dokumente unterzeichnet:
Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der „QazIndustry“ AG
Gemeinsame Absichtserklärung zum Handelsförderungsprogramm „Partnering in Business with Germany“ für kleine und mittlere Unternehmen und zum Instrument „Wirtschaftsbeziehungen“ zwischen dem Ministerium für nationale Wirtschaft der Republik Kasachstan und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland
Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Finanzierung durch die Exportkreditagentur (ECA) zwischen der Entwicklungsbank von Kasachstan und der AKA Bank. Die Seiten haben ihr gegenseitiges Interesse an der Ausweitung der Handels-, Wirtschafts-, Kultur- und humanitären Beziehungen, der Gründung neuer gemeinsamer Produktionsbetriebe, der Stärkung der Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffsicherheit sowie am Technologietransfer und der Digitalisierung als Grundlage für die Modernisierung der Branchen bekräftigt.
Der nächste Schritt wird die Ausarbeitung der Projektfahrpläne und Umsetzungsmechanismen sein.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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AustauschTourismus
Kasachstan und Deutschland stärken die Zusammenarbeit im Tourismussektor
Berlin, 18. September 2025 – In Berlin fand ein Runder Tisch zum Thema „Möglichkeiten für die touristische Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland“ statt.
An der Veranstaltung nahmen der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV) Norbert Fiebig, Vertreter des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, des Bundesverbands unabhängiger Reiseunternehmen, führender deutscher Reiseveranstalter, der Fluggesellschaften Air Astana und SCAT Airlines sowie des kasachischen Ministeriums für Tourismus und Sport, regionaler Akimats und der nationalen Gesellschaft „Kazakhtourism“ teil.
Die Teilnehmer erörterten ein breites Spektrum an Fragen der bilateralen Zusammenarbeit im Tourismussektor. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung des Incoming-Tourismus aus Deutschland, die Förderung der Tourismusmarke Kasachstans auf dem europäischen Markt sowie die Möglichkeiten zur Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich Kultur-, Geschäfts- und Ökotourismus. Die Seiten hoben das große Potenzial für eine weitere Ausweitung der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit hervor.
In seiner Begrüßungsrede betonte der Botschafter Kasachstans in Deutschland Nurlan Onzhanov, dass die Vertiefung der Partnerschaft im Tourismussektor eine wichtige Richtung in den kasachisch-deutschen Beziehungen darstellt. Nach seinen Worten trägt Tourismus nicht nur zum wirtschaftlichen Wachstum bei, sondern spielt auch eine bedeutende Rolle, indem er Brücken des Vertrauens, der Freundschaft und des kulturellen Austauschs zwischen den Völkern schafft. „Wir sehen in Deutschland einen strategischen Partner, mit dem Kasachstan bereit ist, neue Horizonte der Zusammenarbeit zu eröffnen und einzigartige Angebote für Touristen zu entwickeln“, so der Botschafter.
DRV-Präsident Norbert Fiebig berichtete über eine Informationsreise einer deutschen Delegation nach Kasachstan, bei der die Gäste Astana, Almaty und Baikonur besuchten. In Astana machte sich die Delegation mit der dynamischen Entwicklung der Hauptstadt und ihrer Infrastruktur vertraut, in Almaty – mit dem reichen kulturellen Erbe und den modernen touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Einen besonderen Eindruck hinterließ bei der deutschen Seite der Besuch des Kosmodroms Baikonur, einschließlich des Museums zur Geschichte des Kosmodroms. Im Rahmen des Besuchs fanden außerdem Treffen mit dem stellvertretenden Premierminister der Republik Kasachstan – E.Kosherbayev, dem Minister für Tourismus und Sport – E.Myrzabossynov, sowie Vertretern der kasachischen Tourismusbranche statt. Dabei wurde eine Vereinbarung über die Durchführung eines speziellen Forums zur Förderung Kasachstans bei deutschen Touristen im Herbst 2026 erzielt.
Fiebig lobte die Organisation des Besuchs und dankte der kasachischen Seite für den offenen Dialog. Er hob hervor, dass Kasachstan über ein enormes Potenzial als Ziel für Kultur- und Aktivtourismus verfügt und dass der Erfolg bereits bestehender Projekte eine solide Grundlage für die weitere Ausweitung der Zusammenarbeit schafft. Der DRV-Präsident bestätigte seine Bereitschaft, auch weiterhin Initiativen zu unterstützen, die auf die Gewinnung deutscher Touristen für Kasachstan abzielen.
Zum Abschluss der Veranstaltung fand ein lebhafter Meinungs- und Informationsaustausch zwischen den Vertretern beider Seiten statt. Die Teilnehmer diskutierten praktische Schritte zur Stärkung der Geschäftsbeziehungen sowie neue Formen der Vermarktung Kasachstans auf dem deutschen Markt.
Die Teilnehmer betonten die Bedeutung solcher Treffen für die Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses und die koordinierte Kooperation im Bereich Tourismus. Zudem zeigten sie sich zuversichtlich, dass gemeinsame Initiativen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland leisten und den Tourismus zu einer weiteren starken Brücke der Freundschaft und Partnerschaft machen werden.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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KooperationRohstoffeWirtschaft
„Central Asia remains a region on the move“
In an interview to CT Executive Research, Vladimir Nikitenko, Regional Director for Central Asia at the German Eastern Business Association, discussed the prospects for economic development in Central Asian countries and highlighted Kazakhstan’s growing role in cooperation with Germany.
How would you evaluate the current economic landscape of the Central Asian states, and what key trends do you anticipate emerging in the coming years?
Economic development in Central Asia remains remarkable. With a population of around 80 million, the five countries in the region form a large, albeit still heterogeneous, market. All countries are working hard to diversify their economies and expand their industrial base, while simultaneously maintaining a delicate equilibrium in their engagements with China, Russia and the European Union. Central Asia is increasingly coming into the international spotlight in light of global power shifts, not least because of its strategic location as a bridge between Europe and Asia, and its rich natural resources. The region’s economies are on a clear growth path: average growth rates have been around 7% in recent years, and international institutions expect stable growth to continue in 2026.
Where do you see the greatest opportunities for German companies in Central Asia over the next five years?
Over the next five years, German companies will see great opportunities in many areas in Central Asia. There is enormous pressure for reform in the energy and water sectors: the countries in the region need to modernise their energy supply and at the same time manage their water resources more sustainably. This is creating a broad demand for German expertise. Projects in the field of green energy are currently developing particularly dynamically – from the construction of new solar and wind farms to pilot projects in the field of green hydrogen. New prospects are also emerging in the raw materials industry. Kazakhstan is investing in the development and processing of critical minerals and aims to become a long-term alternative to China for rare earths. This is a very important project for Germany. Initial projects involving German technology partners, for example in potassium extraction, demonstrate the potential of this cooperation. Geographically, the region acts as a link between the European Union (EU) and the emerging markets in Southeast Asia. Although the so-called Middle Corridor across the Caspian Sea poses a logistical challenge due to the necessary transhipment processes (road/rail – ship – road/rail), it offers considerable growth potential in view of geopolitical developments. Logistics, construction and infrastructure are expanding, driven by a young population, growing urbanisation and increasing investment activity.
The full interview with Vladimir Nikitenko is available via the link.