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Kassym-Schomart Tokajew empfing Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche

1. Juli 2026. Im Verlauf des Gesprächs betonte Präsident Kassym-Schomart Tokajew, dass Kasachstan der Entwicklung der strategischen Partnerschaft mit der Bundesrepublik Deutschland besondere Bedeutung beimisst.

Der Präsident hob hervor, dass Deutschland zu den wichtigsten Handels- und Investitionspartnern Kasachstans zählt.

„Der bilaterale Handel sowie die Investitionszusammenarbeit entwickeln sich weiterhin positiv. Seit 2005 wurden mehr als 8 Milliarden US-Dollar an Direktinvestitionen aus Deutschland in die kasachische Wirtschaft investiert, wobei der Schwerpunkt auf dem Nichtrohstoffsektor liegt. In Kasachstan sind heute mehr als eintausend Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung erfolgreich tätig, darunter renommierte Industriekonzerne wie CLAAS, Horsch, Siemens, BASF, Heidelberg Materials, Siemens Energy, Knauf und Linde“, erklärte das Staatsoberhaupt.

Präsident Tokajew bekräftigte die Bereitschaft Kasachstans, sämtliche erforderlichen Voraussetzungen für eine noch stärkere Präsenz deutscher Unternehmen auf dem kasachischen Markt zu schaffen.

Darüber hinaus informierte der Präsident über die umfassenden politischen Reformen, die derzeit im Land umgesetzt werden. Dabei wurde hervorgehoben, dass die neue Verfassung Kasachstans die grundlegenden Prinzipien verankert, die den Entwicklungsweg des Landes als demokratischen, säkularen, rechtsstaatlichen und fortschrittlichen Staat bestimmen.

Bundesministerin Katherina Reiche bedankte sich ihrerseits beim Präsidenten für die Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Fragen der bilateralen Agenda und würdigte die beachtlichen Fortschritte Kasachstans im Bereich der sozioökonomischen Entwicklung.

Zugleich erklärte sie, dass Kasachstan der wichtigste Handels- und Wirtschaftspartner Deutschlands in der Region sei, und unterstrich das große Potenzial für einen weiteren Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zudem die Perspektiven einer Vertiefung der Kooperation in den Bereichen Energie, Industrie, Digitalisierung, Gewinnung und Verarbeitung seltener Erden sowie der Verkehrs- und Logistikinfrastruktur.

Zum Abschluss bat Präsident Kassym-Schomart Tokajew Bundesministerin Katherina Reiche, dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, sowie dem Bundeskanzler Friedrich Merz seine herzlichen Grüße und besten Wünsche zu übermitteln.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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Ost-Ausschuss mit Steinmeier und Rouenhoff in Zentralasien

Vom 14. bis 17. Juni 2026 reiste eine Wirtschaftsdelegation mit Beteiligung des Ost-Ausschusses und unter Leitung von Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), nach Kasachstan und Usbekistan. Mitgliedsunternehmen des Ost-Ausschusses gehörten zudem einer Wirtschaftsdelegation an, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seinen Usbekistan-Besuch am 17. und 18. Juni ausgewählt hatte. Am 17. Juni kamen beide Delegationen in der usbekischen Hauptstadt im Rahmen von Wirtschaftstreffen zusammen. Der Ost-Ausschuss beteiligte sich in beiden Fällen an der Zusammenstellung der Delegationen und der Programmgestaltung.

Im Rahmen der Gespräche Wirtschaftsdelegation mit hochrangigen Vertretern Kasachstans in den Städten Almaty und Astana ging es um den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Industrie, Energie, Rohstoffe sowie Transport. Unter anderem traf sich die 15-köpfige Delegation mit dem Industrie- und Bauminister Ersaiyn Nagaspajew, dem wirtschaftspolitischen Berater von Staatspräsident Qassym-Schomart Tokajew, Nurlan Baibasarow, sowie dem Vize-Energieminister Sanzhar Zharkeshow.

Als größter Wirtschaftspartner Deutschlands in Zentralasien bietet Kasachstan in diesen Branchen attraktive Wachstums- und Investitionschancen. Angesichts der ambitionierten Modernisierungspläne des Landes und des hervorragenden Rufs deutscher Unternehmen vor Ort gilt es, die vorhandenen Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Eine engere Zusammenarbeit fördert die Diversifizierung von Lieferketten sowie neue Perspektiven für Innovation und Wachstum auf beiden Seiten.

Andreas Metz
Leiter Public Affairs
im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

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Bilaterale BeziehungenBildungKooperationWissenschaft

Hochschule Hof tritt dem Kasachisch-Deutschen Institut für nachhaltige Ingenieurwissenschaften als Mitgründerin bei

Am 1. Juni 2026 fand in Berlin, der Hauptstadt Deutschlands, ein Treffen unter Teilnahme von Leitern kasachischer und deutscher Hochschulen statt. Die Veranstaltung stellte einen weiteren wichtigen Schritt zur Vertiefung der Bildungs- und Wissenschaftskooperation zwischen beiden Ländern dar.

An dem Treffen nahmen der Präsident der Deutsch-Kasachischen Universität Prof. Dr. Wolrad Rommel, der Präsident der Hochschule Hof Prof. Dr. Jürgen Lehmann, der Rektor der Jessenow-Universität (Kaspische Universität für Technologie und Ingenieurwesen) Prof. Dr. Berik Achmetow, sowie Vertreter der akademischen Kreise Kasachstans und Deutschlands teil.

In seiner Eröffnungsrede betonte der Botschafter der Republik Kasachstan in der Bundesrepublik Deutschland Nurlan Onzhanov, dass die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation einen besonderen Stellenwert in den kasachisch-deutschen Beziehungen einnehme. Er würdigte die dynamische Entwicklung des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltige Ingenieurwissenschaften (KINI) in Aktau und zeigte sich überzeugt, dass die Erweiterung des Partnernetzwerks des Instituts zur Ausbildung gefragter Fachkräfte sowie zur Umsetzung vielversprechender Forschungsprojekte beitragen werde.

Prof. Dr. Wolrad Rommel stellte den Teilnehmern die bisherigen Ergebnisse des KINI vor, das 2023 auf Initiative zweier Hochschulen gegründet wurde. Nach seinen Angaben studieren derzeit 148 Studierende am Institut. Zum kommenden akademischen Jahr wird die Aufnahme von weiteren rund 150 Studierenden erwartet. Besonderes Augenmerk legte er auf das internationale Ausbildungsmodell, das den Studierenden die Möglichkeit bietet, ihr Studium an der Deutsch-Kasachischen Universität sowie an deutschen Partnerhochschulen fortzusetzen und dabei einen Doppelabschluss zu erwerben.

Prof. Dr. Berik Achmetow präsentierte die Leistungen der Jessenow-Universität beim Ausbau des Instituts und hob die Bedeutung des KINI für die Ausbildung einer neuen Generation von Ingenieuren hervor. Er berichtete über die Schaffung moderner Studienbedingungen in Aktau sowie über die Entwicklung von Studienprogrammen mit Schwerpunkt auf Energiewende, grünen Technologien, Logistik und nachhaltiger Industrie.

Prof. Dr. Jürgen Lehmann erläuterte seine Vorstellungen zur weiteren Entwicklung der Partnerschaft und erklärte die Bereitschaft der Hochschule Hof, die Zusammenarbeit mit den kasachischen Partnern auszubauen. Seiner Auffassung nach wird die Bündelung der Kräfte die Kooperation insbesondere in den Bereichen Wasserstoffwirtschaft, nachhaltige Technologien und anwendungsorientierte Forschung auf eine neue Ebene heben.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Unterzeichnung der Dokumente über den Beitritt der Hochschule Hof (Bayern, Deutschland) als dritte Mitgründerin des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltige Ingenieurwissenschaften. Dieser Schritt stärkt den internationalen Status des KINI und erweitert die Möglichkeiten für akademische Mobilität, gemeinsame Forschungsprojekte sowie die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte nach internationalen Standards.

Heute ist das KINI nicht nur ein Bildungsprojekt, sondern auch eine wirksame Plattform für wissenschaftlichen Austausch, die Einführung von Innovationen und die Stärkung einer langfristigen Partnerschaft zwischen Kasachstan und Deutschland.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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AustauschBilaterale BeziehungenKooperationWirtschaft

Vom Dialog zu praktischer Kooperation

Vom 23. bis 26. April 2026 reisten mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter deutscher Unternehmen und Institutionen in die kasachische Hauptstadt Astana. Geleitet wurde die Delegation von der Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Cathrina Claas-Mühlhäuser. Anlass der Reise war die 46. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs (BEK) sowie bilaterale Gespräche mit der kasachischen Regierung im Kontext des Regional Ecological Summits in Astana (RES 2026). Im Mittelpunkt standen dabei Themen der deutsch-kasachischen Wirtschaftskooperation in den Bereichen Klima, Wasser, Landwirtschaft, Industrie und Logistik.

BEK: Wasser zentrales Thema
Im Mittelpunkt der Delegationsreise stand die 46. Sitzung des BEK unter dem Titel „Gemeinsam nachhaltige Entwicklung gestalten: Strategische Partnerschaft zwischen Kasachstan und Deutschland für eine grüne Zukunft“. Eines der zentralen Themen der Sitzung war Wasser, das in der Region längst zu einem wichtigen Faktor für wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit geworden ist. In Kasachstan entfallen rund 80 Prozent der Süßwassernutzung auf die Landwirtschaft, was das Management von Wasserressourcen unmittelbar mit Ernährungssicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung verknüpft.

Kasachstan ist einer der weltweit größten Weizenexporteure, und der Getreidesektor spielt sowohl für die Binnenwirtschaft als auch für die Exportposition des Landes eine strategische Rolle. Gerade deshalb wurde in den Diskussionen besonders betont, dass Wasser, Klima und Landwirtschaft nicht länger getrennt betrachtet werden dürften. Erörtert wurden aktuelle Herausforderungen für den Agrarsektor – von der geringen Erneuerungsrate bei Landtechnik bis hin zur Notwendigkeit der Digitalisierung und der Einführung wassersparender Lösungen.

Deutsche Unternehmen bauen Präsenz aus
Ein wichtiger praktischer Akzent lag auf der Rolle der deutschen Wirtschaft. Die Unternehmen CLAAS und CT Agro sind seit 25 Jahren in Kasachstan tätig und setzen die Lokalisierung der Produktion in Petropawlowsk fort, während gleichzeitig das Servicenetz ausgebaut wird. Neue Standorte sind 2026 in Petropawlowsk und 2028 in Kokshetau geplant. Besonderes Augenmerk gilt zudem der Fachkräftequalifizierung und dem Technologietransfer, was den langfristigen Charakter der Partnerschaft unterstreicht.

Ein nächster praktischer Schritt zur Vertiefung der Zusammenarbeit könnte die Einrichtung eines Kazakh-German Water Hub sein. Dabei geht es nicht nur um eine Plattform für fachlichen Austausch, sondern auch um einen Mechanismus zur Unterstützung des neuen Wasserkodexes in Kasachstan, zur Umsetzung von Pilotprojekten, zur Digitalisierung des Wassersektors sowie zur Ausbildung von Fachkräften. Im Rahmen der Sitzung wurden dazu Memoranden zwischen den zuständigen kasachischen Ministerien und dem unabhängigen Institut für Umweltfragen Deutschland sowie zwischen der staatlichen Gesellschaft „Kasachisches Zentrum für Modernisierung und Entwicklung der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft“, German Water Partnership und dem deutschen Unternehmen System S&P GmbH unterzeichnet.

Die 46. BEK-Sitzung hat gezeigt, dass der Klub, der früher häufig vor allem als Plattform des politisch-wirtschaftlichen Austauschs wahrgenommen wurde, heute zunehmend als Format zur Vorbereitung gemeinsamer Projektlösungen dient. Gerade darin liegt ein zentrales Ergebnis des Forums: der Übergang vom Dialog hin zu praktischer Kooperation.

Empfang beim Präsidenten
Im Rahmen der Geschäftsreise wurde die Ost-Ausschuss-Vorsitzende Claas-Mühlhäuser von Präsident Kassym-Schomart Tokajew empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Vertiefung der deutsch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen. Ein besonderes Augenmerk lag auf prioritären Kooperationsfeldern wie Energie, Maschinenbau, Agrarwirtschaft, Logistik und Wassermanagement. Darüber hinaus wurden Fragen der Modernisierung der Landwirtschaft, der Steigerung der Effizienz bei der Wassernutzung sowie Möglichkeiten einer Ausweitung der technologischen Zusammenarbeit in diesen Bereichen erörtert.

Die Gesprächspartner tauschten sich zudem über die Entwicklung der Transport- und Logistikanbindung, einschließlich des Potenzials des Mittleren Korridors, aus und diskutierten Perspektiven der Zusammenarbeit im Bereich kritischer Rohstoffe und nachhaltiger Infrastruktur. In diesem Zusammenhang wurde die wachsende Rolle Kasachstans als verlässlicher Partner Europas bei Rohstoffen, industrieller Kooperation und Transit hervorgehoben. Im Verlauf des Gesprächs wurde auch die Agenda des bevorstehenden deutsch-kasachischen Gipfeltreffens im Format Z5+1 angesprochen, das als wichtiges Dialogformat für die weitere Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Ländern Zentralasiens betrachtet wird.

Präsident Tokajew würdigte den bedeutenden Beitrag des Ost-Ausschusses zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen und bekräftigte das Interesse an einer Fortsetzung gemeinsamer Initiativen und Investitionsprojekte.

Deutscher Beitrag zur Entwicklung des kasachischen Industriepotenzials
Im Rahmen eines bilateralen Treffens im Ministerium für Industrie und Bau stellte die deutsche Delegation zentrale Investitions- und Kooperationsvorhaben vor. Im Mittelpunkt standen Möglichkeiten zur Einbindung deutscher Unternehmen in laufende Industrie- und Infrastrukturprojekte. Vertreter der Delegation präsentierten dabei ausgewählte Projektansätze in den Bereichen Maschinenbau, Agrartechnik und Abwasserwirtschaft.

Zum Abschluss wurde im Rahmen einer Präsentation des industriellen Potenzials Kasachstans für die Leitung des Ost-Ausschusses ein Besuch in der Industriezone Astana organisiert. Dabei erhielt die Delegation Einblicke in ausgewählte Produktionsstandorte und laufende Investitionsprojekte. Ein Schwerpunkt war der Besuch der Produktionsplattform der YDA Group, die in Astana einen industriellen Komplex mit mehreren lokalisierten Fertigungsrichtungen betreibt, darunter modulare Baukomponenten, PVC- und Aluminiumlösungen sowie Produkte für Bau- und Sozialinfrastruktur. Vorgestellt wurden zudem neue Investitionsprojekte, darunter ein Werk für Sandwich-Paneele, mit dem die Gruppe ihre Präsenz in der kasachischen Bauindustrie weiter stärkt.

Weiterer Programmpunkt war der Besuch des Astanaer Lokomotivwerks von Alstom, das sich als Teil eines wachsenden Industrieclusters mit Akteuren wie Wabtec, Stadler Rail und Kazakhstan Temir Zholy entwickelt. Hervorgehoben wurde zudem die Exportfähigkeit des Standorts: 40 Lokomotiven des Typs AZ8A wurden bereits nach Aserbaidschan geliefert. Besondere Aufmerksamkeit galt der zunehmenden Integration des Standorts in internationale Lieferketten. Vorgestellt wurden Pläne für erste Lieferungen von Produkten aus Kasachstan nach Europa über den Mittleren Korridor, die bereits in diesem Jahr erfolgen sollen. Dies unterstreicht die wachsende Rolle Kasachstans nicht nur als Produktionsstandort für den regionalen Markt, sondern zunehmend auch als Bestandteil europäischer industrieller Wertschöpfungsketten.

Vladimir Nikitenko
Regionaldirektor Zentralasien

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AustauschKooperationTourismusWissenschaft

Saigas – Stolz und lebende Legende der kasachischen Steppe

Am 29. April 2026 fand im Rahmen des Projekts „Stammtisch unterm Schanyrak“ in der deutschen Hauptstadt das sechste Treffen zum Thema „Saigaantilopen – Stolz und Schönheit der kasachischen Steppe“ statt. Die Veranstaltung vereinte Naturschutzexpertinnen und -experten, Vertreter der Wissenschaft, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie alle, die sich für das Naturerbe Kasachstans interessieren.

Zu Beginn der Veranstaltung betonte der Botschafter der Republik Kasachstan in Deutschland, Nurlan Onzhanov, die besondere Bedeutung des Erhalts der biologischen Vielfalt angesichts globaler ökologischer Herausforderungen. Er hob hervor, dass die Saiga, eine der ältesten Bewohnerinnen der eurasischen Steppen, nicht nur eine einzigartige Art ist, die Eiszeiten überstanden hat, sondern auch ein wichtiges Symbol des natürlichen Reichtums Kasachstans darstellt. Der Schutz der Saigas und ihrer Lebensräume habe heute sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Priorität.

Im Anschluss wurde den Gästen ein Video über diese einzigartige Tierart gezeigt, der anschaulich ihren Lebensraum sowie die Anstrengungen zu ihrem Schutz darstellte.

Den inhaltlichen Teil des Programms setzten die Vorträge eingeladener deutscher Experten fort.

Michael Brombacher, Referatsleiter Europa der Zoologische Gesellschaft Frankfurt, präsentierte eine Übersicht über Naturschutzaktivitäten in Zentralasien und in Kasachstan und unterstrich die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für den Erhalt der Steppenökosysteme. Laut dem Experten zählen «die Erholung der Saigaantilopen sowie die Rückkehr der Kertagy‑Wildpferde (Przewalskipferde) und der Kulan‑Wildesel in die kasachische Steppe zu den bedeutendsten Erfolgen des weltweiten Naturschutzes der letzten Jahrzehnte. Möglich wurden sie durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der kasachischen Regierung mit zahlreichen nationalen und internationalen Partnern. Die Erfolge der Altyn Dala Conservation Initiative zeigen eindrucksvoll, wie grenzüberschreitende Kooperationen unsere wichtigsten Ökosysteme wiederherstellen und langfristig sichern können – zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen».

Ralf Lohe, Vertreter des Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Experte für Osteuropa, den Kaukasus und Zentralasien, betonte in seinem Beitrag die bedeutenden Erfolge bei der Wiederherstellung der Saiga-Population: „Das fulminante Come-Back der Saiga ist vielbeachtet und international der wohl größte Erfolg im Artenschutz der letzten Jahrzehnte. Es ist nicht nur die Rettung der Art, sondern mit der Rückkehr der großen Herden kann die Saiga auch wieder ihre Funktion im Ökosystem Steppe erfüllen. Mittlerweile lebt ein großer Teil des Bestandes außerhalb von Schutzgebieten. Daraus ergibt sich – neben Herausforderungen – auch die einzigartige Chance, den Gedanken der alten kasachischen Tradition der nomadischen Lebensweise aufzugreifen und mit der Moderne zu verknüpfen – zum Wohle der Saiga, der Menschen, die sich mit ihr den Lebensraum teilen, und auch der Steppe.“

Zum Abschluss fand eine lebhafte Diskussion sowie eine Frage-und-Antwort-Runde statt, in der sich die Teilnehmenden über aktuelle ökologische Herausforderungen, Perspektiven für den Schutz der Saiga und die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Naturschutz austauschten.

Zur Info: Saigas sind einzigartige und seltene Tiere der zentralasiatischen Steppen, die aufgrund ihrer charakteristischen Nase, die ihnen das Überleben in einem rauen Klima ermöglicht, leicht zu erkennen sind. Es handelt sich um eine uralte Art, die eine wichtige Rolle im Ökosystem der Steppe spielt. Nach einem drastischen Bestandsrückgang in der Vergangenheit erholt sich die Population heute allmählich dank gezielter Schutzmaßnahmen, darunter die Bekämpfung der Wilderei, die Schaffung und Erweiterung geschützter Naturgebiete sowie internationale Programme zum Erhalt der Art.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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KooperationWirtschaft

Digitale Plattform „Exporter Showcase“ zur Förderung kasachischer Produkte

In Kasachstan wurde die internationale digitale Plattform „Exporter Showcase“ zur Förderung kasachischer Produkte auf den Weltmärkten gestartet

Die Aktiengesellschaft „Exportkreditagentur Kasachstans“ hat die Plattform „Exporter Showcase“ gestartet. Die neue Ressource wurde als spezialisiertes Instrument zur Förderung kasachischer Waren auf den globalen Märkten entwickelt und richtet sich an ausländische Einkäufer. Die Plattform stellt einen erweiterten Katalog von Produkten „Made in Kazakhstan“ dar, wobei der Schwerpunkt auf konkreten Waren, ihren Eigenschaften und Verbrauchervorteilen liegt.

Nach Angaben der Vertreter der Exportkreditagentur besteht das zentrale Merkmal des „Exporter Showcase“ in seiner klaren Exportorientierung. Das gesamte Sortiment der Plattform ist in fünf Hauptbranchen gegliedert: Leichtindustrie, Lebensmittel- und Chemieindustrie, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Metallurgie, Maschinenbau sowie Bauindustrie.

Das Suchsystem ermöglicht es potenziellen Käufern, Produkte anhand von Schlüsselbegriffen zu finden. Bei der Eingabe eines bestimmten Suchbegriffs zeigt das System alle verfügbaren Angebote in der jeweiligen Kategorie von verschiedenen kasachischen Herstellern an. Jede Produktkarte enthält eine detaillierte Beschreibung und grundlegende technische Spezifikationen; zudem kann der Nutzer direkt aus der Produktkarte zum Profil des jeweiligen Herstellers wechseln.

„Auf diesem Portal sind ausschließlich verifizierte Hersteller vertreten, die von unserer Agentur geprüft wurden. Der Status ‚von der EKA geprüft‘ dient als Vertrauensgarantie, minimiert Risiken und stärkt das Vertrauen bei der Zusammenarbeit zwischen kasachischen Exporteuren und ausländischen Käufern“, betonte Madina Erzhanova, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Exportkreditagentur Kasachstans.

Das Projekt „Exporter Showcase“ soll zu einer digitalen Brücke zwischen der kasachischen Wirtschaft und internationalen Märkten werden, den Prozess der Lieferantensuche vereinfachen und die Sichtbarkeit kasachischer Marken im Ausland erhöhen. Die Initiative wird im Rahmen der Strategie des Baiterek‑Holdings zur Förderung des nicht‑rohstoffbasierten Exports und zur Digitalisierung der außenwirtschaftlichen Aktivitäten umgesetzt.

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AustauschBilaterale BeziehungenKooperationRohstoffeWirtschaft

Wichtigster Partner in Zentralasien

Logistik, Rohstoffe und Finanzierung im Fokus/ Über 200 Teilnehmende aus Deutschland und Kasachstan

Am 24. Februar versammelten sich zum Kazakhstan Investment Day 2026 über 200 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter in den Räumlichkeiten der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main. In Anknüpfung an die bereits etablierten Treffen im Rahmen der deutsch-kasachischen Arbeitsgruppe für Finanzierung und Risikoabsicherung sowie der traditionellen deutsch-kasachischen Wirtschaftsforen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Diskussionen mit hochrangigen Gästen aus den Bereichen Finanzierung und Logistik im Hinblick auf die Investitions- und Wirtschaftskooperation zwischen Kasachstan und Deutschland zu verfolgen.

Kasachstans als strategischer Partner
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW, und Nurlan Onzhanov, dem kasachischen Botschafter in Deutschland. Thomas Steffen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), hob in seiner Keynote hervor, dass Kasachstan Deutschlands wichtigster Partner in Zentralasien sei und man diese besondere Wirtschaftsbeziehung weiter ausbauen wolle, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Situation. Deutschland brauche verlässliche Partner, und Kasachstan sei ein solcher Partner, etwa in den Bereichen Logistik (Mittlerer Korridor) und Rohstoffpartnerschaften. Dafür müssten manche Prozesse beschleunigt werden, etwa in Hinblick auf Visa-Angelegenheiten und BAFA-Genehmigungen. Das BMWE sei daran interessiert, an diesen Problemen zu arbeiten, auch wenn dies wegen der Sanktionen nicht einfach sei.

Unter der Leitung von Yersaiyn Nagaspayev, dem kasachischen Minister für Industrie und Bauwesen, war eine Delegation aus Kasachstan zum Investment Day angereist, darunter Vertreter von Ministerien und regionalen Stakeholdern. Der Minister betonte die Attraktivität Kasachstans für Investitionen und die kontinuierlichen Bemühungen, die Bedingungen für Investoren zu verbessern. Kasachstan hat dazu sein Netzwerk auf 17 Sonderwirtschaftszonen erweitert, um Industrialisierung und Investitionen zu fördern. In diesen Zonen werden Steuerbefreiungen, Zollvergünstigungen und Unterstützung bei der Infrastruktur angeboten, um ausländische Investitionen in Schlüsselbranchen anzuziehen.

Logistik als Schlüssel zur Rohstoff- und Versorgungssicherheit
In der Podiumsdiskussion zur Logistik, die von Michael Harms, dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, moderiert wurde, wurden neue Impulse für den Mittleren Korridor als Schlüsselroute zur Sicherung von Lieferketten und dem Zugang zu Rohstoffen gesetzt. Auf dem Podium diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Banken, darunter Gastgeber KfW und die Entwicklungsbank Kasachstans, die Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So hat die Entwicklungsbank von Kasachstan ein Programm in Höhe von einer Milliarde US-Dollar zur Finanzierung der Gewinnung und Verarbeitung seltener und kritischer Rohstoffe aufgelegt. Es zielt auf Lanthanide, Lithium, Kobalt und andere Rohstoffe, um mittlere und große Investitionsprojekte zu unterstützen. Den Rohstoffsektor vertraten Thyssen Schachtbau, Schachtbau Nordhausen, Solidcore Resources und Qazaq Kalium Ltd. Deutschland zielt darauf ab, langfristige und zuverlässige Lieferbeziehungen aufzubauen. Diese werden durch die wachsende Bedeutung des Mittleren Korridors und der EU-Initiative Global Gateway logistisch unterstützt.

Finanzierung entscheidend
Im zweiten Teil des Investment Day wurden Export- und Investitionsgarantien sowie -instrumente diskutiert. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzenden Timur Onzhanov von der National Investment Holding Baiterek JSC erläuterte die kürzlich erfolgte Umstrukturierung von Baiterek, die dazu diene, entsprechende sektorspezifische Teams aufzubauen, die Projekte fachlich betreuen und ausländische Partner unterstützen könnten. Herwig Maaßen von PricewaterhouseCoopers berichtete über Finanzierungsrisiken. Laut einer Umfrage unter Kreditexportinstitutionen sei die geopolitische Situation eine der drei größten Sorgen, während die Auswirkungen der KI und der Fachkräftemangel in den Hintergrund träten.

Den Abschluss des „Kazakhstan Investment Day 2026” bildete die Unterzeichnung einer Finanzierungspartnerschaft zwischen der KfW IPEX-Bank und dem Bergbauunternehmen Solidcore Resources. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig Kasachstan für Deutschland als verlässlicher Partner in den Bereichen Investitionen, Logistik und Rohstoffe ist. Darüber hinaus wurde die wachsende Bedeutung von Finanzkooperationen unterstrichen, die durch neue Programme, institutionelle Reformen und konkrete Partnerschaften gefördert werden.

Evgenya Temnaya
Regionaldirektion Zentralasien

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AustauschEUKooperationStaatsbesuchWirtschaft

Wirtschaftsgespräch im Z5+1-Format

Ost-Ausschuss organisiert Wirtschaftsgespräch im Z5+1-Format / Fünf Staaten Zentralasiens für wirtschaftliche Diversifizierung von strategischer Bedeutung

Im Rahmen des Gipfel-Treffens der Außenminister aus Zentralasien mit Bundesaußenminister Johann Wadephul im Z5+1-Format organisierte der Ost-Ausschuss am 11. Februar ein hochrangiges Wirtschaftsgespräch. Niko Warbanoff, Präsidiumsmitglied und Sprecher des Arbeitskreises Zentralasien im Ost-Ausschuss, forderte dabei Wirtschaft und Politik dazu auf, die sich bietenden Chancen zu nutzen: „Deutschland und Europa müssen jetzt schnell handeln. Auch in Zentralasien entscheidet sich, wer geopolitisch künftig mitgestaltet.“

Das Format Z5+1 ist noch recht jung: Das erste deutsch-zentralasiatische Gipfeltreffen fand im September 2023 statt, als der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz alle fünf Staatschefs der Region erstmals in Berlin begrüßen konnte. Bereits damals übernahm der Ost-Ausschuss die Federführung für einen hochrangigen Wirtschaftsgipfel. Es folgte ein zweiter Gipfel 2024 in Kasachstan und Usbekistan mit hochrangigen Delegationen. Dass es unter der nachfolgenden Bundesregierung nun erstmals in Berlin zu einem gemeinsamen Treffen der Außenminister kam, lässt auf eine weitere Intensivierung der Beziehungen hoffen.

Die fünf zentralasiatischen Länder Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan rücken wegen ihrer strategischen Lage und ihres Ressourcenreichtums ins Zentrum internationaler Aufmerksamkeit. Gerade mit Blick auf das wachsende Engagement der Großmächte China, USA und Russland aber auch der Türkei und der Golfstaaten in der Region ist für die deutsche Wirtschaft und den Ost-Ausschuss die strategische Weiterentwicklung und politische Flankierung der Beziehungen durch die Bundesregierung und die Europäische Kommission von höchster Bedeutung.

Dies war auch die Kernbotschaft der 90-minütigen Abstimmungsrunde im ehrwürdigen Weltsaal des Auswärtigen Amts mit Bundesaußenminister Johann Wadephul, den vier Außenministern aus Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan sowie dem stellvertretenden turkmenischen Außenminister. In Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt konnte der Ost-Ausschusses rund 20 in der Region stark engagierte Unternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter von DIHK und BDI für die vertrauliche Runde nominieren.

Dynamischer Wirtschaftsraum mit junger Bevölkerung
„Zentralasien ist ein dynamischer Wirtschaftsraum mit hohen Wachstumsraten, einer jungen, qualifizierten Bevölkerung und enormem Potenzial für Partnerschaften in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Infrastruktur. Damit können wir unsere wirtschaftliche Resilienz stärken und neue Lieferketten etablieren“, unterstrich Niko Warbanoff, der als Moderator durch das Treffen im Weltsaal führte.

In den Mittelpunkt des Austausches rückten die Themen Rohstoffförderung, Agrarwirtschaft, Energienetze, Wasser- und Klimaschutz sowie der Ausbau der Logistikketten. In der Region besonders engagierte deutsche Unternehmen wie Siemens Energy, Schachtbau Nordhausen, John Deere, Claas und Rhenus hatten dabei stellvertretend die Möglichkeit, ihr Engagement vorzustellen und neue Projekte aber auch noch bestehende Defizite anzusprechen.

Die Außenminister beschrieben ihrerseits die wirtschaftlichen Potenziale ihrer Länder etwa zur Erschließung, Förderung und Verarbeitung begehrter Rohstoffe wie Seltene Erden, Kupfer, Gold, Silber oder Antimon und zur Erzeugung von grünem Wasserstoff für die Energiewende. Vor allem aber betonten sie den Wert verlässlicher Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit für internationale Investoren und strichen jüngste Erfolge in ihren jeweiligen Ländern heraus.

Lange Jahre hatten die fünf Länder eher miteinander rivalisiert als kooperiert. Dies hat sich insbesondere auf Initiative der wirtschaftlich stärksten Länder Kasachstan und Usbekistan inzwischen grundsätzlich geändert. Die fünf Regierungen stimmen sich vor allem in der Wirtschaftspolitik zunehmend ab, verbessern ihre grenzüberschreitende Infrastruktur und steigern damit ihre Attraktivität für internationale Investoren sowie gleichzeitig ihr internationales Gewicht.

Gemeinsam bilden die fünf Länder einen Markt mit 80 Millionen Menschen und erzielten 2025 im Schnitt ein Wachstum von sechs Prozent. Die Bevölkerung ist jung und wächst weiter. Dies bedeutet wiederum einen steigenden Bedarf an Maschinen, Anlagen und Konsumgütern, was Unternehmen einen attraktiven Markt eröffnet. Besonders gut sind in der Region die Voraussetzungen für die Rohstoffförderung und die Erzeugung grüner Energie durch Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. Die Agrarwirtschaft insbesondere in Kasachstan erzielt große Exportüberschüsse, die zur Sicherung der Welternährung gebraucht werden. Durch den Klimawandel mit größeren Dürren wird aber dringend Technik zur Verbesserung der Ernten benötigt. Und spätestens mit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und den für den Transit durch Russland geltenden Sanktionen ist die Bedeutung der zentralasiatischen Transportrouten stark gestiegen, was große Projekte zum Ausbau der Verkehrswege und Häfen am Kaspischen Meer nach sich zieht.

„Mehr Tempo nötig“
Die EU will dem größeren Gewicht der Region im Rahmen ihrer Initiative Global Gateway Rechnung tragen und hat inzwischen Zusagen von über zehn Milliarden Euro für Verkehrs- und Konnektivitätsprojekte gemacht. Dies könnte die Grundlage für einen weiteren Wirtschaftsboom schaffen. „Wir brauchen aber jetzt mehr Tempo bei der logistischen Anbindung der Region“, betonte Warbanoff. „Deutsche Akteure können hier mit ihrer technischen Expertise, ihrem Projektmanagement und ihrer regulatorischen Erfahrung punkten.“ Mit immerhin 35.000 Arbeitsplätzen, die in Zentralasien geschaffen wurden, sind deutsche Unternehmen bereits erkennbar präsent.

Um diese Beziehungen noch zu erleichtern, setzt sich der Ost-Ausschuss für erleichterte Visaverfahren für Geschäftsleuten aus der Region und die Ausstellung mehrjähriger Businessvisa ein. Warbanoff begrüßte zudem ausdrücklich die durch die Bundesregierung ausgehandelten Migrationsabkommen und Fachkräfteinitiativen mit der Region. „Wir hoffen, dass diese in absehbarer Zeit mit konkreten Projekten unterlegt werden.“

Am Ende dankte Außenminister Wadephul als Gastgeber allen Beteiligten und räumte gleichzeitig ein, dass ein Austausch von 90 Minuten nicht ausreiche, um intensiver ins Gespräch zu kommen. Er habe allerdings vor, in nächster Zeit in die Region zu reisen und werde dabei die Wirtschaft gerne berücksichtigen.

Andreas Metz
Leiter Public Affairs
im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

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Wirtschaft

Taza Kasachstan

Auf Initiative des Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew wird in Kasachstan die groß angelegte landesweite Umweltkampagne „Taza Kasachstan“ durchgeführt.
Ziel dieser Initiative ist es nicht nur, die ökologische Situation im Land zu verbessern, sondern auch ein umweltbewusstes Denken der Bürger zu fördern, geistige Reinheit und patriotische Werte zu stärken, eine Kultur des sorgfältigen Umgangs mit der Natur zu entwickeln sowie die aktive Beteiligung der Bevölkerung an Fragen des Umweltschutzes zu erhöhen.

Das Konzept zur Entwicklung der Umweltkultur „Taza Kasachstan“ wurde für den Zeitraum 2024–2029 ausgearbeitet. Dieses Dokument definiert die strategische Ausrichtung der staatlichen Politik im Bereich der Förderung ökologischer Werte in der Gesellschaft.

Die wichtigsten Schwerpunkte des Konzepts „Taza Kasachstan“ sind:

  • Förderung ökologischen Denkens und verantwortungsvollen Verhaltens der Bevölkerung;
  • Schaffung eines Anreizsystems für einen umweltbewussten Lebensstil;
  • ökologische Bildung und Aufklärung;
  • umfassende mediale Berichterstattung über Umweltfragen.

Besonderes Augenmerk gilt der Rolle der Wirtschaft und großer Unternehmen, die als wichtige Partner bei der Umsetzung von Umweltschutzinitiativen betrachtet werden. Viele Firmen in Kasachstan beteiligen sich bereits an Aktivitäten im Rahmen von „Taza Kasachstan“, führen nachhaltige Technologien ein und unterstützen ökologische Projekte in den Regionen ihrer Präsenz.

Zur Umsetzung des Konzepts wurde ein Aktionsplan entwickelt, der konkrete Maßnahmen zur Begrünung von Gebieten, zur Förderung der Öko‑Freiwilligenbewegung, zur Durchführung von Umweltwettbewerben sowie zur aktiven Arbeit mit der Bevölkerung im Bereich nachhaltiger Entwicklung umfasst. Darüber hinaus haben die lokalen Exekutivorgane regionale Pläne verabschiedet, wodurch die Initiative an die Besonderheiten der einzelnen Regionen des Landes angepasst werden kann.
Seit Beginn der Umweltinitiative „Taza Kasachstan“ wurden landesweit rund 1,1 Tausend Umweltaktionen durchgeführt, an denen mehr als 10,4 Millionen Menschen teilgenommen haben, darunter 586 Tausend Freiwillige.

Heute lässt sich mit Zuversicht feststellen, dass die Initiative „Taza Kasachstan“ zeigt, dass ein systematischer Ansatz, politischer Wille und die aktive Beteiligung der Bürger reale Ergebnisse hervorbringen können. Das Land bewegt sich in Richtung einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung und schafft gleichzeitig eine solide Grundlage für die Bildung einer Kultur der Umweltverantwortung bei jedem Einwohner.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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