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Wichtigster Partner in Zentralasien

Logistik, Rohstoffe und Finanzierung im Fokus/ Über 200 Teilnehmende aus Deutschland und Kasachstan

Am 24. Februar versammelten sich zum Kazakhstan Investment Day 2026 über 200 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter in den Räumlichkeiten der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main. In Anknüpfung an die bereits etablierten Treffen im Rahmen der deutsch-kasachischen Arbeitsgruppe für Finanzierung und Risikoabsicherung sowie der traditionellen deutsch-kasachischen Wirtschaftsforen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Diskussionen mit hochrangigen Gästen aus den Bereichen Finanzierung und Logistik im Hinblick auf die Investitions- und Wirtschaftskooperation zwischen Kasachstan und Deutschland zu verfolgen.

Kasachstans als strategischer Partner
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW, und Nurlan Onzhanov, dem kasachischen Botschafter in Deutschland. Thomas Steffen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), hob in seiner Keynote hervor, dass Kasachstan Deutschlands wichtigster Partner in Zentralasien sei und man diese besondere Wirtschaftsbeziehung weiter ausbauen wolle, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Situation. Deutschland brauche verlässliche Partner, und Kasachstan sei ein solcher Partner, etwa in den Bereichen Logistik (Mittlerer Korridor) und Rohstoffpartnerschaften. Dafür müssten manche Prozesse beschleunigt werden, etwa in Hinblick auf Visa-Angelegenheiten und BAFA-Genehmigungen. Das BMWE sei daran interessiert, an diesen Problemen zu arbeiten, auch wenn dies wegen der Sanktionen nicht einfach sei.

Unter der Leitung von Yersaiyn Nagaspayev, dem kasachischen Minister für Industrie und Bauwesen, war eine Delegation aus Kasachstan zum Investment Day angereist, darunter Vertreter von Ministerien und regionalen Stakeholdern. Der Minister betonte die Attraktivität Kasachstans für Investitionen und die kontinuierlichen Bemühungen, die Bedingungen für Investoren zu verbessern. Kasachstan hat dazu sein Netzwerk auf 17 Sonderwirtschaftszonen erweitert, um Industrialisierung und Investitionen zu fördern. In diesen Zonen werden Steuerbefreiungen, Zollvergünstigungen und Unterstützung bei der Infrastruktur angeboten, um ausländische Investitionen in Schlüsselbranchen anzuziehen.

Logistik als Schlüssel zur Rohstoff- und Versorgungssicherheit
In der Podiumsdiskussion zur Logistik, die von Michael Harms, dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, moderiert wurde, wurden neue Impulse für den Mittleren Korridor als Schlüsselroute zur Sicherung von Lieferketten und dem Zugang zu Rohstoffen gesetzt. Auf dem Podium diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Banken, darunter Gastgeber KfW und die Entwicklungsbank Kasachstans, die Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So hat die Entwicklungsbank von Kasachstan ein Programm in Höhe von einer Milliarde US-Dollar zur Finanzierung der Gewinnung und Verarbeitung seltener und kritischer Rohstoffe aufgelegt. Es zielt auf Lanthanide, Lithium, Kobalt und andere Rohstoffe, um mittlere und große Investitionsprojekte zu unterstützen. Den Rohstoffsektor vertraten Thyssen Schachtbau, Schachtbau Nordhausen, Solidcore Resources und Qazaq Kalium Ltd. Deutschland zielt darauf ab, langfristige und zuverlässige Lieferbeziehungen aufzubauen. Diese werden durch die wachsende Bedeutung des Mittleren Korridors und der EU-Initiative Global Gateway logistisch unterstützt.

Finanzierung entscheidend
Im zweiten Teil des Investment Day wurden Export- und Investitionsgarantien sowie -instrumente diskutiert. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzenden Timur Onzhanov von der National Investment Holding Baiterek JSC erläuterte die kürzlich erfolgte Umstrukturierung von Baiterek, die dazu diene, entsprechende sektorspezifische Teams aufzubauen, die Projekte fachlich betreuen und ausländische Partner unterstützen könnten. Herwig Maaßen von PricewaterhouseCoopers berichtete über Finanzierungsrisiken. Laut einer Umfrage unter Kreditexportinstitutionen sei die geopolitische Situation eine der drei größten Sorgen, während die Auswirkungen der KI und der Fachkräftemangel in den Hintergrund träten.

Den Abschluss des „Kazakhstan Investment Day 2026” bildete die Unterzeichnung einer Finanzierungspartnerschaft zwischen der KfW IPEX-Bank und dem Bergbauunternehmen Solidcore Resources. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig Kasachstan für Deutschland als verlässlicher Partner in den Bereichen Investitionen, Logistik und Rohstoffe ist. Darüber hinaus wurde die wachsende Bedeutung von Finanzkooperationen unterstrichen, die durch neue Programme, institutionelle Reformen und konkrete Partnerschaften gefördert werden.

Evgenya Temnaya
Regionaldirektion Zentralasien

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Strategische Wasserpartnerschaft: Eine neue Phase praktischer Lösungen

Am 11. November 2025 fand ein Runder Tisch zum Thema „Strategische Wasserpartnerschaft Kasachstan-Deutschland: eine neue Ebene“ statt, der gemeinsam mit der „German Water Partnership“ Association organisiert wurde.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter staatlicher Strukturen, wissenschaftlicher Institute und Wirtschaftskreisen beider Länder teil.

Der Botschafter von Kasachstan Nurlan Onzhanov betonte die langjährige und für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, grüne Technologien und Wassermanagement.

Er erklärte, die Partnerschaft beider Länder erreiche eine neue Stufe systemischer Lösungen, gemeinsamer Projekte und des Technologieaustauschs.

Der kasachische Diplomat bedankte sich bei der Bundesregierung, dem Auswärtigen Amt und der GIZ für die Initiative „Green Central Asia“ und die Unterstützung von Klimaprojekten in der Region. Die im Rahmen der Initiative verabschiedete regionale Klimaanpassungsstrategie bilde eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Der Geschäftsführer der German Water Partnership, Boris Greifeneder, lobte den offenen Dialog und bekundete seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen in den Bereichen Wasserressourcen, nachhaltige Entwicklung und Klimaanpassung. Die Wasserpartnerschaft setzt sich dafür ein, die Kooperation zwischen den Ländern durch die Bündelung von Fachwissen, Technologie und Innovation weiter zu stärken, um gemeinsame Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Die im Wassersektor Kasachstans durchgeführten Reformen wurden positiv hervorgehoben, darunter das Inkrafttreten des neuen Wassergesetzes, die Wiederherstellung des Nationalen Hydrogeologischen Dienstes, die Einführung des Digitalen Wasserkatasters, die Schaffung des Nationalen Wasserressourcen-Informationssystems und Pläne zur Modernisierung von Stauseen, Abwasser- und Bewässerungssystemen.

Die Podiumsdiskussionen konzentrierten sich auf die Perspektiven der Zusammenarbeit in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und öffentliche Versorgungsbetriebe sowie auf die kasachische Initiative zur Schaffung eines kasachisch-deutschen Innovationszentrums für Wasser. Dieses soll als Plattform für den Technologieaustausch, die Implementierung digitaler Lösungen und die Entwicklung von Pilotprojekten dienen.

Nach Abschluss des Rundtischgesprächs bekräftigten die Seiten ihr Engagement für die Stärkung der strategischen Wasserpartnerschaft zwischen den Ländern. Es wurde vereinbart, einen innovativen Wasser-Hub zu schaffen und die Entwicklung gemeinsamer Initiativen und Pilotprojekte in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und Kommunalwirtschaft zu fördern.

Heute ist die Wasserpartnerschaft zwischen Kasachstan und Deutschland nicht nur ein Erfahrungsaustausch, sondern eine strategische Entscheidung, die das gemeinsame Verständnis widerspiegelt, dass Wasser ein Schlüsselfaktor für nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Sicherheit in der Zukunft ist.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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Kasachstan und Deutschland verstärken ihren außenpolitischen Dialog

Berlin, 2. Dezember 2025 – Am Dienstag fanden die politischen Konsultationen zwischen den Außenministerien der Republik Kasachstan und der Bundesrepublik Deutschland statt, bei denen die wichtigsten Themen der bilateralen Zusammenarbeit behandelt und aktuelle Fragen der internationalen Politik erörtert wurden. Die kasachische Delegation wurde vom stellvertretenden Außenminister der Republik Kasachstan, Arman Issetov, geleitet. Die deutsche Seite führte der Beauftragte des Auswärtigen Amtes für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Dr. Niklas Wagner an.

Im Rahmen der Konsultationen wurde ein breites Spektrum politischer, wirtschaftlicher und kulturell-humanitärer Zusammenarbeit behandelt. Es wurden die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit im Jahr 2025 zusammengefasst, laufende Projekte und Perspektiven für den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit erörtert.

Besonderes Augenmerk wurde auf die regionale Zusammenarbeit in Zentralasien gelegt. Die Seiten stellten eine nachhaltige Dynamik bei der Entwicklung interregionaler Initiativen fest und tauschten sich über Möglichkeiten zur Vertiefung der praktischen Zusammenarbeit aus.

Im Rahmen der Strategischen Regionalpartnerschaft zwischen Zentralasien und Deutschland (Z5+1) wurden Fragen der Umweltagenda, des Umweltschutzes, der Anpassung an den Klimawandel und der Wasserwirtschaft erörtert. Beide Seiten betonten die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung der Region, unter anderem durch die Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich Ökologie und Wasserdiplomatie.

In diesem Zusammenhang fand auch ein Treffen zwischen dem stellvertretenden Außenminister der Republik Kasachstan Arman Issetov und dem politischen Direktor des Auswärtigen Amtes Dominik Mutter, statt, um die weitere Zusammenarbeit im Rahmen des Z5+1-Formats zu erörtern.

Darüber hinaus wurden bei den Konsultationen die Perspektiven für eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union besprochen, darunter Fragen des Handels und der Wirtschaft, der Infrastruktur- und Verkehrsintegration, der digitalen Technologien und der Energiepartnerschaft.

Zu aktuellen internationalen Aspekten tauschten die Teilnehmer der Konsultationen ihre Einschätzungen zur aktuellen geopolitischen Lage in der Welt aus und bekräftigten ihr Bekenntnis zur Aufrechterhaltung eines konstruktiven Dialogs, des Völkerrechts und der Grundsätze der Multilateralität.

Im Anschluss an das Treffen unterstrichen beide Seiten ihre Absicht, die regelmäßigen Konsultationen fortzusetzen und die praktische Zusammenarbeit in allen Bereichen der bilateralen und regionalen Agenda auszubauen.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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Kasachisch-deutsche Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel

Die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel fand in der Hauptstadt Kasachstans statt

Astana, 24. September 2025 – In Astana fand die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel statt. Das Treffen bestätigte das hohe Maß an Vertrauen zwischen den beiden Ländern und ihr Engagement für die Erzielung praktischer Ergebnisse.

Zur deutschen Delegation in Kasachstan gehörten rund 40 Vertreter staatlicher Stellen, Industrieverbände sowie die Leitung der Deutschen Industrie- und Handelskammer, des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und einer Reihe großer Unternehmen.
Die Sitzung wurde von beiden Co-Vorsitzenden – Yersaiyn Nagaspayev Minister für Industrie und Bauwesen Kasachstans und Ralf Böhme Leiter der Abteilung für Außenwirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geleitet. Die Seiten präsentierten einen umfassenden Überblick über die aktuelle Agenda und künftige Projekte.

Die Arbeitsgruppe dient als zentrale Plattform für inhaltliche Diskussionen, die von der Stärkung strategischer Partnerschaften und der Ausweitung des Handels bis hin zur Zusammenarbeit in der Produktion, der Stärkung der Lieferketten und dem Technologieaustausch reichen. Die Teilnehmer identifizierten Bereiche, die schnelle Multiplikatoreffekte für beide Volkswirtschaften erzielen könnten.

Im Rahmen der Sitzung wurden folgende Dokumente unterzeichnet:

  • Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der „QazIndustry“ AG
  • Gemeinsame Absichtserklärung zum Handelsförderungsprogramm „Partnering in Business with Germany“ für kleine und mittlere Unternehmen und zum Instrument „Wirtschaftsbeziehungen“ zwischen dem Ministerium für nationale Wirtschaft der Republik Kasachstan und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland
  • Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Finanzierung durch die Exportkreditagentur (ECA) zwischen der Entwicklungsbank von Kasachstan und der AKA Bank.
    Die Seiten haben ihr gegenseitiges Interesse an der Ausweitung der Handels-, Wirtschafts-, Kultur- und humanitären Beziehungen, der Gründung neuer gemeinsamer Produktionsbetriebe, der Stärkung der Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffsicherheit sowie am Technologietransfer und der Digitalisierung als Grundlage für die Modernisierung der Branchen bekräftigt.

Der nächste Schritt wird die Ausarbeitung der Projektfahrpläne und Umsetzungsmechanismen sein.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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Der kasachische Staatspräsident traf sich mit der Präsidentin des deutschen Bundesrates

Der kasachische Staatspräsident Kassym-Schomart Tokajew traf sich mit der Präsidentin des deutschen Bundesrates Anke Rehlinger

Astana, 28. Mai 2025 – In der präsidentiellen Residenz Akorda fand ein Treffen zwischen dem Staatspräsidenten Kassym-Schomart Tokajew und der Präsidentin des deutschen Bundesrates, der Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger statt.

Das Staatsoberhaupt betonte, dass Deutschland einer der wichtigsten strategischen Partner Kasachstans in der Europäischen Union und einer der führenden Investoren in unserer Wirtschaft sei.

„Deutschland ist ein sehr wichtiges Land für uns, unser Hauptpartner in Europa. Wir legen großen Wert auf die Entwicklung der Zusammenarbeit mit Ihrem Land. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen meine positiven Eindrücke von meinem jüngsten Besuch in Deutschland zu schildern. Ich habe mit dem Bundespräsidenten Steinmeier gesprochen, den ich seit langem kenne. Was die parlamentarischen Beziehungen betrifft, unterstütze ich diese Art der Zusammenarbeit voll und ganz“, betonte Kasachstans Präsident.

Er informierte die hohe Besucherin über die wichtigsten Prioritäten der Wirtschaftspolitik des Landes.

„Wir glauben, dass wir uns jetzt auf den Aufbau und die Entwicklung großer Infrastrukturprojekte, die Digitalisierung und künstliche Intelligenz konzentrieren sollen. Darüber hinaus sollen wir uns mit der Transportlogistik und, natürlich der Landwirtschaft befassen“, sagte Kassym-Schomart Tokajew.

Ihm zufolge hat Kasachstan in den letzten Jahren umfassende politische Reformen durchgeführt.

„Änderungen, die an der Gesetzgebung, vor allem an der Verfassung, vorgenommen wurden, zeigen, dass Kasachstan sich grundlegend verändert. Selbstverständlich werden die Reformen fortgesetzt. Einige Neuerungen werden voraussichtlich das Strafverfolgungs- und Justizsystem betreffen. Das ist äußerst wichtig. Aber im Ganzen wird der Charakter des Staates, insbesondere sein Präsidialsystem, bestehen bleiben, da dies voll und ganz unserem Verständnis davon entspricht, wie unser Staat unter den Bedingungen einer sich verändernden Welt aussehen sollte“, hob das Staatsoberhaupt hervor.

Anke Rehlinger dankte ihrerseits Kassym-Schomart Tokajew für das Treffen und bekundete ihre Bereitschaft, gemeinsame Ziele im Interesse beider Länder zu fördern.

„Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für den Gedanken- und Ideenaustausch nehmen. Ich werde Ihre Grüße an den Bundespräsidenten Steinmeier übermitteln. Er ist ein großer Freund Kasachstans und Zentralasiens. Kasachstan ist als Mittelmacht unser Schlüsselpartner in der Region und ein sehr guter Partner“, merkte die Präsidentin des deutschen Bundesrates an.

Während des Gesprächs wurden konkrete Aspekte der Stärkung der Handels-, Wirtschafts-, Investitions- und kulturell-humanitären Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland erörtert.

Quelle: www.akorda.kz

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Neue Investitionen und Kooperationen

Ost-Ausschuss-Delegation in der kasachischen Hauptstadt Astana / Finanzierung, duale Berufsausbildung und Wassermanagement im Fokus


Vom 19. bis 22. Mai 2025 reisten rund 40 deutsche Unternehmerinnen und Unternehmer mit dem Ost-Ausschuss in die kasachische Hauptstadt Astana. Neben zahlreichen bilateralen Gesprächen nahm die Delegation an zwei zentralen wirtschaftspolitischen Foren teil. Deutschland ist Kasachstans wichtigster Handelspartner in der EU. Deutsche Firmen wie Linde, Heidelberg Materials, Claas, Horsch, Wika und Zollmann engagieren sich erfolgreich in Projekten wie Solaranlagen, Zementwerken und Maschinenbauanlagen.

16. Sitzung des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrates

Ein Höhepunkt der Reise war die 16. Sitzung des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrates. Hier kam die Delegation mit relevanten Ministerien, dem kasachischen Staatsfonds „Baiterek“ sowie führenden kasachischen Unternehmen zusammen. Roman Sklyar, Erster Vizepremier Kasachstans, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des Wirtschaftsrats als Plattform für praxisnahe Lösungen. „Solche Treffen ermöglichen es, Positionen abzugleichen, drängende Fragen zu benennen und gemeinsame Pläne zu entwickeln. Es ist erfreulich, dass die Teilnehmerzahl wächst und die Agenda zunehmend anwendungsorientiert ist“, sagte Sklyar.

    Rustam Karagoyshin, Vorstandsvorsitzender von „Baiterek“, hob Deutschlands Rolle als strategischer Partner hervor. 2024 belegte Kasachstan Platz 43 unter den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands – mit einem Anteil von 83 Prozent am gesamten deutschen Handel mit Zentralasien. Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, unterstrich anschließend die Ergebnisse des Treffens: „Sechs neue deutsch-kasachische Projekte in der verarbeitenden Industrie wurden heute vorgestellt – ein starkes Zeichen für den Erfolg dieser Plattform.“ Bei den Vorhaben geht es unter anderem um die energieeffizente Modernisierung von Wohngebäuden, die Verwertung von Altglas, Kunststoffabfällen und Lithium-Ionen-Batterien, die Herstellung von Waschrobotern sowie den Aufbau eines Montagewerkes für Getriebemotoren.

    43. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs

    Ein weiteres zentrales Forum war die Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs (BEK), organisiert von der kasachischen Botschaft und dem Ost-Ausschuss. Der BEK fördert seit 2012 den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus Deutschland, Kasachstan und der EU. Die Sitzungen finden dreimal jährlich in Astana (Mai), Brüssel (Oktober) und Berlin (Dezember) statt. Im Fokus der 43. Sitzung standen die Zusammenarbeit im Bereich duale Berufsausbildung sowie innovative Lösungen im Wassersektor.

      In der ersten Podiumsdiskussion ging es um das „Jahr der Berufsbildung“ in Kasachstan. Der kasachische Vizebildungsminister Edil Ospan berichtete, dass das duale Ausbildungssystem bereits in 552 Colleges mit über 18.000 Unternehmen und mehr als 108.000 Auszubildenden verankert sei. Alexander Hochradel vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend betonte die Bereitschaft Deutschlands, das System gemeinsam weiterzuentwickeln und die Kooperation zwischen Betrieben und Bildungseinrichtungen zu stärken.

      Die zweite Diskussionsrunde widmete sich dem effizienten Umgang mit Wasser – ein zentrales Thema angesichts der Auswirkungen des Klimawandels. Deutsche Unternehmen bringen hier modernste Technologien und langjährige Erfahrung ein. Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit dem Verband German Water Partnership, in dem über 300 deutsche Unternehmen aus der Wasserwirtschaft organisiert sind.

      Vladimir Nikitenko, Regionaldirektor für Zentralasien im Ost-Ausschuss

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      Kazakhstan Investment Day 2025: Neue Perspektiven für die kasachisch-deutsche Industriepartnerschaft

      Am 2. April 2025 fand in der AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft in Frankfurt der Kazakhstan Investment Day 2025 statt – eine spannende Gelegenheit zur Vertiefung der wirtschaftlichen und industriellen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland. Mehr als 180 Teilnehmende aus Wirtschaft, Regierung, Finanzinstitutionen und Branchenverbänden folgten der Einladung des Ost-Ausschusses und weiterer Partnerorganisationen an den Main. Darunter befand sich auch eine hochrangige kasachische Delegation.
      Eröffnet wurde das Forum vom Hessischen Minister für internationale Zusammenarbeit Manfred Pentz, dem Ersten Stellvertretenden Premierminister der Republik Kasachstan Roman Sklyar, dem Stellvertretenden Außenminister Alibek Kuantyrov, dem kasachischen Botschafter in Berlin Nurlan Onzhanov sowie von Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.

      Der Kazakhstan Investment Day 2025 diente als effektive Plattform zur Präsentation von Investitionsmöglichkeiten in Kasachstan, zum Erfahrungsaustausch und zur Koordination gemeinsamer Vorhaben in strategischen Schlüsselbranchen. Im Mittelpunkt des Forums standen drei strategische Themen, die die Agenda der bilateralen Zusammenarbeit langfristig prägen werden:

      Gemeinsame Rohstoffprojekte
      Ein zentrales Thema war die Finanzierung gemeinsamer Projekte. Diskutiert wurden verschiedene Förderinstrumente, darunter staatliche Investitionsgarantien, Exportkreditabsicherungen durch Euler Hermes, Finanzierungsmöglichkeiten über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie die Beteiligung des kasachischen Staatsfonds Baiterek, der eine zentrale Rolle bei der Förderung industrieller und innovativer Projekte in Kasachstan spielt.
      Zudem wurde das Interesse am deutschen Rohstofffonds unterstrichen. Die KfW wurde von der Bundesregierung damit beauftragt, bis zu einer Milliarden Euro in das Eigenkapital von Bergbau-, Verarbeitungs- und Recyclingunternehmen zu investieren Mit diesem sollen Projekte im In- und Ausland gefördert werden, die einen Beitrag zur Rohstoffversorgungssicherheit leisten und der Gewinnung, Verarbeitung und dem Recycling von kritischen Rohstoffen dienen. Der Fonds soll zur Diversifizierung deutscher Lieferquellen beitragen und Projekte in Zentralasien könnten dabei eine wichtige Rolle spielen. In Kasachstan wäre beispielsweise die industrielle Verwertung großer, metallreicher Abraumhalden aus der Bergbauindustrie von Interesse. In Kasachstan lagern mehr als 60 Milliarden Tonnen solcher Abfälle, die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Der typische Investitionsrahmen des Fonds liegt zwischen 50 und 150 Millionen Euro – ein attraktives Potenzial für deutsch-kasachische Kooperationen.
      Kasachstan verfügt über eine herausragende Rohstoffbasis und ist derzeit in der Lage, 19 der 34 von der EU definierten kritischen Rohstoffe zu liefern – darunter Kupfer, Chrom, Titan, Phosphor, Beryllium, Tantal und Mangan.
      Die Diskussion unterstrich die Notwendigkeit langfristiger Offtake-Vereinbarungen, die stabile und planbare Lieferströme für die europäische Industrie gewährleisten. Die Unternehmen HMS Bergbau und Knauf berichteten über ihre erfolgreichen Investitionsprojekte in Kasachstan. Zudem wurden die umfassenden Reformen im kasachischen Rohstoffsektor hervorgehoben: Die Einführung des Prinzips „first come – first served“ bei der Lizenzvergabe, die Anwendung internationaler Berichtsstandards (KAZRC auf Basis von CRIRSCO) sowie der Einsatz digitaler Plattformen wie Minerals.Gov.kz und E-Qazyna.kz haben die Transparenz und Effizienz deutlich erhöht. Bis Ende April 2025 sind Ausschreibungen für 50 Lagerstätten geplant, davon 21 im Bereich kritischer Rohstoffe.

      Ausbau des Mittleren Korridors
      Ein weiteres zentrales Thema war der Ausbau der Transport- und Logistikinfrastruktur entlang des Mittleren Korridors, auch genannt Transkaspischer Internationaler Transportkorridor, der Zentralasien über das Kaspische Meer und den Südkaukasus mit Europa verbindet. Kasachstan nimmt in diesem Korridor eine Schlüsselposition ein. Die kontinuierliche Entwicklung dieser Route eröffnet neue Möglichkeiten für den Export raffinierter Rohstoffe und weiterverarbeiteter Produkte. Schätzungen zufolge könnte die Durchlasskapazität des Korridors bis 2030 auf 20 Millionen Tonnen steigen – eine strategische Chance für die Anbindung an europäische Lieferketten.
      Der Kazakhstan Investment Day 2025 hat das starke beiderseitige Interesse an einer intensiveren wirtschaftlichen Zusammenarbeit eindrucksvoll bestätigt. Kasachstan hat seine Position als verlässlicher Lieferant kritischer Rohstoffe und industrieller Partner Deutschlands klar unterstrichen. Die Veranstaltung markierte einen wichtigen Schritt hin zu einer vertieften industriellen Integration, zur Entwicklung nachhaltiger Wertschöpfungsketten und zu einer neuen Qualität der Partnerschaft zwischen Kasachstan und der Europäischen Union.

      Vladimir Nikitenko, Regionaldirektor für Zentralasien im Ost-Ausschuss

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      Kasachstan bekräftigte seine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Ernährungssicherheit

      Berlin, 16.-18. Januar 2025 – Die Regierungsdelegation von Kasachstan unter der Leitung des stellvertretenden Landwirtschaftsministers Ermek Kenzhekhanuly nahm am Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) und an der 16. Agrarministerkonferenz teil.


      Im Rahmen des Besuchs führte der Vizeminister fruchtbare Gespräche mit der Parlamentarischen Staatssekretärin des deutschen Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Claudia Müller und dem Parlamentarischen Staatssekretär des lettischen Landwirtschaftsministeriums Normunds Šmits.
      In den Gesprächen wurden aktuelle Fragen der Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft, Handel und Investitionen, nachhaltige Entwicklung und Landwirtschaft, Bildung und Wissenschaft sowie weitere Perspektiven der Zusammenarbeit erörtert. Im Rahmen des Erfahrungsaustauschs wurden Themen zur Verbesserung der Politik zur Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums, zur Förderung der Modernisierung und zur Steigerung der Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion, zu Unterstützungsmaßnahmen für den Agrarsektor usw. angesprochen.


      Auf Initiative der kasachischen Seite fand das erste gemeinsame Treffen hochrangiger Vertreter der Landwirtschaftsministerien Zentralasiens und Deutschlands statt, um das Projekt zur Einrichtung des regionalen Zentrums für nachhaltige Landwirtschaft zu erörtern.


      Kenzhekhanuly nahm auch an der Podiumsdiskussion der German Agribusiness Alliance des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zum Thema „Bioökonomie und globale Ernährungssicherheit – Herausforderungen in internationaler Perspektive“ teil.


      Darüber hinaus fanden Gespräche mit dem Präsidenten der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft DLG Hubertus Petow sowie mit den Leitern der Kooperationsprojekte zwischen dem Landwirtschaftsministerium der Republik Kasachstan und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland Klaus John (Deutsch-Kasachischer Agrarpolitischer Dialog„) und Uwe Weddige (Kompetenzsteigerung im Bereich der Milchproduktion“) statt.


      Im Rahmen des Besuchs wurde ein Runder Tisch mit einer Gruppe europäischer Unternehmen aus der Agrarindustrie zum Thema „Entwicklung des Agrarsektors in Kasachstan: Investitions- und Exportmöglichkeiten“ organisiert. Der Vizeminister sprach über die von der kasachischen Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Investitionsattraktivität des Landes und über die verfügbaren staatlichen Unterstützungsmaßnahmen im Agrarbereich und bekundete sein Interesse an der Gewinnung europäischer Investitionen und Technologien für den agroindustriellen Sektor des Landes. Die Teilnehmer des Runden Tisches brachten eine Reihe von Vorschlägen für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit Kasachstan vor.


      Darüber hinaus führte der Vizeminister separate Gespräche mit den Geschäftsführungen von John Deere, BVVG, Innari und weiteren deutschen Unternehmen, die an einer engen Zusammenarbeit mit Kasachstan interessiert sind.

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      Zu den ausgewählten Aktivitäten des Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew im Jahre 2024

      Kassym-Schomart Tokajew. Foto: Kasachstanskaja Prawda.

      Am 27. Dezember 2024 erschien in der Zeitung «Kasachstanskaja Prawda» ein Artikel des Pressesprechers von Präsidenten der Republik Kasachstan Kassym-Schomart Tokajew, zu den ausgewählten Aktivitäten des kasachischen Staatsoberhauptes im Jahre 2024.

      Kasachstan begann das Jahr 2024 mit positiven Veränderungen: Im Januar unterzeichnete Tokajew ein Dekret, wonach das Dorf Schetygen in Alatau City umgewandelt und ein neues urbanes Zentrum zwischen Almaty und Kunajew geschaffen wurde. Das Projekt zog das Interesse ausländischer Investoren auf sich, insbesondere während Tokajews Besuch in Singapur, wo die Integration der Agglomeration Almaty in eine freie Wirtschaftszone diskutiert wurde.

      Im Laufe des Jahres wurden Gesetzesmaßnahmen zu kritischen sozialen Fragen eingeleitet. Die Regierung verabschiedete Gesetze zur Gewährleistung der Rechte von Frauen und der Sicherheit von Kindern, zur Verschärfung des Strafmaßes für häusliche Gewalt und zur Bekämpfung des Menschenhandels. Auch die öffentliche Sicherheit wurde in den Vordergrund gestellt, indem härtere Strafen für Vandalismus festlegt wurden, Vape-Geräte wurden verboten, Initiativen zur Bekämpfung der Spielsucht wurden ergriffen.

      Das verheerende Frühjahrshochwasser in diesem Jahr hat weite Teile des Landes getroffen. Die Staatsspitze ordnete sofortige Evakuierung der Menschen an sichere Orte an und hat alle Maßnahmen für die notwendige Hilfe eingeleitet. Der Staat ist allen seinen Verpflichtungen nachgekommen und hat allen Betroffenen materielle und finanzielle Hilfe geleistet.

      Auch die Wirtschaftsreform blieb eine Priorität. Im Mai unterzeichnete das Staatsoberhaupt ein Dekret zur Liberalisierung der Wirtschaft, das sich auf die Reduzierung der Staatsbeteiligung, die Förderung des Wettbewerbs und die Senkung der Unternehmenskosten konzentriert.

      Auch in den Bereichen Transport und Logistik wurden fruchtbare Fortschritte erzielt. Der Präsident eröffnete ein Logistikzentrum in Xi’an, China. Gemeinsam mit Usbekistan wird an der Verbesserung der transafghanischen Handelsroute gearbeitet.

      Kasachstan hat Fortschritte in der Landwirtschaft und im Umweltschutz gemacht. Trotz schwerer Überschwemmungen im Frühjahr, verzeichnete das Land mit 26,7 Millionen Tonnen die größte Getreideernte seit einem Jahrzehnt. Im April mobilisierte die landesweite Umweltkampagne „Taza Kazakhstan“ 2,4 Millionen Menschen, die 900.000 Tonnen Müll sammelten und 2,5 Millionen Bäume pflanzten.

      Am 6. Oktober hat das Volk in einem landesweiten Referendum über den Bau eines Kernkraftwerks entschieden. Mehr als 71 Prozent der Wähler sprachen sich für den Bau aus, ein wichtiger Schritt in der Energiepolitik des Landes.

      Auf internationaler Ebene hatte Kasachstan den Vorsitz in sechs großen Organisationen inne, darunter der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der Organisation Türkischer Staaten (OTS). Das Land hielt den SOZ-Gipfel in Astana ab, bei dem 60 neue Abkommen unterzeichnet und das Partnernetzwerk erweitert wurden. Unter der Federführung Kasachstans beschloss die OTS ein einheitliches turksprachiges Alphabet. Astana organisierte zudem die 5. Weltnomadenspiele, an denen 2.500 Athleten aus 90 Ländern teilnahmen.

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