Digitale Plattform „Exporter Showcase“ zur Förderung kasachischer Produkte
In Kasachstan wurde die internationale digitale Plattform „Exporter Showcase“ zur Förderung kasachischer Produkte auf den Weltmärkten gestartet
Die Aktiengesellschaft „Exportkreditagentur Kasachstans“ hat die Plattform „Exporter Showcase“ gestartet. Die neue Ressource wurde als spezialisiertes Instrument zur Förderung kasachischer Waren auf den globalen Märkten entwickelt und richtet sich an ausländische Einkäufer. Die Plattform stellt einen erweiterten Katalog von Produkten „Made in Kazakhstan“ dar, wobei der Schwerpunkt auf konkreten Waren, ihren Eigenschaften und Verbrauchervorteilen liegt.
Nach Angaben der Vertreter der Exportkreditagentur besteht das zentrale Merkmal des „Exporter Showcase“ in seiner klaren Exportorientierung. Das gesamte Sortiment der Plattform ist in fünf Hauptbranchen gegliedert: Leichtindustrie, Lebensmittel- und Chemieindustrie, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Metallurgie, Maschinenbau sowie Bauindustrie.
Das Suchsystem ermöglicht es potenziellen Käufern, Produkte anhand von Schlüsselbegriffen zu finden. Bei der Eingabe eines bestimmten Suchbegriffs zeigt das System alle verfügbaren Angebote in der jeweiligen Kategorie von verschiedenen kasachischen Herstellern an. Jede Produktkarte enthält eine detaillierte Beschreibung und grundlegende technische Spezifikationen; zudem kann der Nutzer direkt aus der Produktkarte zum Profil des jeweiligen Herstellers wechseln.
„Auf diesem Portal sind ausschließlich verifizierte Hersteller vertreten, die von unserer Agentur geprüft wurden. Der Status ‚von der EKA geprüft‘ dient als Vertrauensgarantie, minimiert Risiken und stärkt das Vertrauen bei der Zusammenarbeit zwischen kasachischen Exporteuren und ausländischen Käufern“, betonte Madina Erzhanova, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Exportkreditagentur Kasachstans.
Das Projekt „Exporter Showcase“ soll zu einer digitalen Brücke zwischen der kasachischen Wirtschaft und internationalen Märkten werden, den Prozess der Lieferantensuche vereinfachen und die Sichtbarkeit kasachischer Marken im Ausland erhöhen. Die Initiative wird im Rahmen der Strategie des Baiterek‑Holdings zur Förderung des nicht‑rohstoffbasierten Exports und zur Digitalisierung der außenwirtschaftlichen Aktivitäten umgesetzt.
Logistik, Rohstoffe und Finanzierung im Fokus/ Über 200 Teilnehmende aus Deutschland und Kasachstan
Am 24. Februar versammelten sich zum Kazakhstan Investment Day 2026 über 200 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter in den Räumlichkeiten der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main. In Anknüpfung an die bereits etablierten Treffen im Rahmen der deutsch-kasachischen Arbeitsgruppe für Finanzierung und Risikoabsicherung sowie der traditionellen deutsch-kasachischen Wirtschaftsforen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Diskussionen mit hochrangigen Gästen aus den Bereichen Finanzierung und Logistik im Hinblick auf die Investitions- und Wirtschaftskooperation zwischen Kasachstan und Deutschland zu verfolgen.
Kasachstans als strategischer Partner Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW, und Nurlan Onzhanov, dem kasachischen Botschafter in Deutschland. Thomas Steffen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), hob in seiner Keynote hervor, dass Kasachstan Deutschlands wichtigster Partner in Zentralasien sei und man diese besondere Wirtschaftsbeziehung weiter ausbauen wolle, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Situation. Deutschland brauche verlässliche Partner, und Kasachstan sei ein solcher Partner, etwa in den Bereichen Logistik (Mittlerer Korridor) und Rohstoffpartnerschaften. Dafür müssten manche Prozesse beschleunigt werden, etwa in Hinblick auf Visa-Angelegenheiten und BAFA-Genehmigungen. Das BMWE sei daran interessiert, an diesen Problemen zu arbeiten, auch wenn dies wegen der Sanktionen nicht einfach sei.
Unter der Leitung von Yersaiyn Nagaspayev, dem kasachischen Minister für Industrie und Bauwesen, war eine Delegation aus Kasachstan zum Investment Day angereist, darunter Vertreter von Ministerien und regionalen Stakeholdern. Der Minister betonte die Attraktivität Kasachstans für Investitionen und die kontinuierlichen Bemühungen, die Bedingungen für Investoren zu verbessern. Kasachstan hat dazu sein Netzwerk auf 17 Sonderwirtschaftszonen erweitert, um Industrialisierung und Investitionen zu fördern. In diesen Zonen werden Steuerbefreiungen, Zollvergünstigungen und Unterstützung bei der Infrastruktur angeboten, um ausländische Investitionen in Schlüsselbranchen anzuziehen.
Logistik als Schlüssel zur Rohstoff- und Versorgungssicherheit In der Podiumsdiskussion zur Logistik, die von Michael Harms, dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, moderiert wurde, wurden neue Impulse für den Mittleren Korridor als Schlüsselroute zur Sicherung von Lieferketten und dem Zugang zu Rohstoffen gesetzt. Auf dem Podium diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Banken, darunter Gastgeber KfW und die Entwicklungsbank Kasachstans, die Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So hat die Entwicklungsbank von Kasachstan ein Programm in Höhe von einer Milliarde US-Dollar zur Finanzierung der Gewinnung und Verarbeitung seltener und kritischer Rohstoffe aufgelegt. Es zielt auf Lanthanide, Lithium, Kobalt und andere Rohstoffe, um mittlere und große Investitionsprojekte zu unterstützen. Den Rohstoffsektor vertraten Thyssen Schachtbau, Schachtbau Nordhausen, Solidcore Resources und Qazaq Kalium Ltd. Deutschland zielt darauf ab, langfristige und zuverlässige Lieferbeziehungen aufzubauen. Diese werden durch die wachsende Bedeutung des Mittleren Korridors und der EU-Initiative Global Gateway logistisch unterstützt.
Finanzierung entscheidend Im zweiten Teil des Investment Day wurden Export- und Investitionsgarantien sowie -instrumente diskutiert. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzenden Timur Onzhanov von der National Investment Holding Baiterek JSC erläuterte die kürzlich erfolgte Umstrukturierung von Baiterek, die dazu diene, entsprechende sektorspezifische Teams aufzubauen, die Projekte fachlich betreuen und ausländische Partner unterstützen könnten. Herwig Maaßen von PricewaterhouseCoopers berichtete über Finanzierungsrisiken. Laut einer Umfrage unter Kreditexportinstitutionen sei die geopolitische Situation eine der drei größten Sorgen, während die Auswirkungen der KI und der Fachkräftemangel in den Hintergrund träten.
Den Abschluss des „Kazakhstan Investment Day 2026” bildete die Unterzeichnung einer Finanzierungspartnerschaft zwischen der KfW IPEX-Bank und dem Bergbauunternehmen Solidcore Resources. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig Kasachstan für Deutschland als verlässlicher Partner in den Bereichen Investitionen, Logistik und Rohstoffe ist. Darüber hinaus wurde die wachsende Bedeutung von Finanzkooperationen unterstrichen, die durch neue Programme, institutionelle Reformen und konkrete Partnerschaften gefördert werden.
Evgenya Temnaya Regionaldirektion Zentralasien
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AustauschEUKooperationStaatsbesuchWirtschaft
Wirtschaftsgespräch im Z5+1-Format
Ost-Ausschuss organisiert Wirtschaftsgespräch im Z5+1-Format / Fünf Staaten Zentralasiens für wirtschaftliche Diversifizierung von strategischer Bedeutung
Im Rahmen des Gipfel-Treffens der Außenminister aus Zentralasien mit Bundesaußenminister Johann Wadephul im Z5+1-Format organisierte der Ost-Ausschuss am 11. Februar ein hochrangiges Wirtschaftsgespräch. Niko Warbanoff, Präsidiumsmitglied und Sprecher des Arbeitskreises Zentralasien im Ost-Ausschuss, forderte dabei Wirtschaft und Politik dazu auf, die sich bietenden Chancen zu nutzen: „Deutschland und Europa müssen jetzt schnell handeln. Auch in Zentralasien entscheidet sich, wer geopolitisch künftig mitgestaltet.“
Das Format Z5+1 ist noch recht jung: Das erste deutsch-zentralasiatische Gipfeltreffen fand im September 2023 statt, als der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz alle fünf Staatschefs der Region erstmals in Berlin begrüßen konnte. Bereits damals übernahm der Ost-Ausschuss die Federführung für einen hochrangigen Wirtschaftsgipfel. Es folgte ein zweiter Gipfel 2024 in Kasachstan und Usbekistan mit hochrangigen Delegationen. Dass es unter der nachfolgenden Bundesregierung nun erstmals in Berlin zu einem gemeinsamen Treffen der Außenminister kam, lässt auf eine weitere Intensivierung der Beziehungen hoffen.
Die fünf zentralasiatischen Länder Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan rücken wegen ihrer strategischen Lage und ihres Ressourcenreichtums ins Zentrum internationaler Aufmerksamkeit. Gerade mit Blick auf das wachsende Engagement der Großmächte China, USA und Russland aber auch der Türkei und der Golfstaaten in der Region ist für die deutsche Wirtschaft und den Ost-Ausschuss die strategische Weiterentwicklung und politische Flankierung der Beziehungen durch die Bundesregierung und die Europäische Kommission von höchster Bedeutung.
Dies war auch die Kernbotschaft der 90-minütigen Abstimmungsrunde im ehrwürdigen Weltsaal des Auswärtigen Amts mit Bundesaußenminister Johann Wadephul, den vier Außenministern aus Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan sowie dem stellvertretenden turkmenischen Außenminister. In Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt konnte der Ost-Ausschusses rund 20 in der Region stark engagierte Unternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter von DIHK und BDI für die vertrauliche Runde nominieren.
Dynamischer Wirtschaftsraum mit junger Bevölkerung „Zentralasien ist ein dynamischer Wirtschaftsraum mit hohen Wachstumsraten, einer jungen, qualifizierten Bevölkerung und enormem Potenzial für Partnerschaften in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Infrastruktur. Damit können wir unsere wirtschaftliche Resilienz stärken und neue Lieferketten etablieren“, unterstrich Niko Warbanoff, der als Moderator durch das Treffen im Weltsaal führte.
In den Mittelpunkt des Austausches rückten die Themen Rohstoffförderung, Agrarwirtschaft, Energienetze, Wasser- und Klimaschutz sowie der Ausbau der Logistikketten. In der Region besonders engagierte deutsche Unternehmen wie Siemens Energy, Schachtbau Nordhausen, John Deere, Claas und Rhenus hatten dabei stellvertretend die Möglichkeit, ihr Engagement vorzustellen und neue Projekte aber auch noch bestehende Defizite anzusprechen.
Die Außenminister beschrieben ihrerseits die wirtschaftlichen Potenziale ihrer Länder etwa zur Erschließung, Förderung und Verarbeitung begehrter Rohstoffe wie Seltene Erden, Kupfer, Gold, Silber oder Antimon und zur Erzeugung von grünem Wasserstoff für die Energiewende. Vor allem aber betonten sie den Wert verlässlicher Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit für internationale Investoren und strichen jüngste Erfolge in ihren jeweiligen Ländern heraus.
Lange Jahre hatten die fünf Länder eher miteinander rivalisiert als kooperiert. Dies hat sich insbesondere auf Initiative der wirtschaftlich stärksten Länder Kasachstan und Usbekistan inzwischen grundsätzlich geändert. Die fünf Regierungen stimmen sich vor allem in der Wirtschaftspolitik zunehmend ab, verbessern ihre grenzüberschreitende Infrastruktur und steigern damit ihre Attraktivität für internationale Investoren sowie gleichzeitig ihr internationales Gewicht.
Gemeinsam bilden die fünf Länder einen Markt mit 80 Millionen Menschen und erzielten 2025 im Schnitt ein Wachstum von sechs Prozent. Die Bevölkerung ist jung und wächst weiter. Dies bedeutet wiederum einen steigenden Bedarf an Maschinen, Anlagen und Konsumgütern, was Unternehmen einen attraktiven Markt eröffnet. Besonders gut sind in der Region die Voraussetzungen für die Rohstoffförderung und die Erzeugung grüner Energie durch Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. Die Agrarwirtschaft insbesondere in Kasachstan erzielt große Exportüberschüsse, die zur Sicherung der Welternährung gebraucht werden. Durch den Klimawandel mit größeren Dürren wird aber dringend Technik zur Verbesserung der Ernten benötigt. Und spätestens mit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und den für den Transit durch Russland geltenden Sanktionen ist die Bedeutung der zentralasiatischen Transportrouten stark gestiegen, was große Projekte zum Ausbau der Verkehrswege und Häfen am Kaspischen Meer nach sich zieht.
„Mehr Tempo nötig“ Die EU will dem größeren Gewicht der Region im Rahmen ihrer Initiative Global Gateway Rechnung tragen und hat inzwischen Zusagen von über zehn Milliarden Euro für Verkehrs- und Konnektivitätsprojekte gemacht. Dies könnte die Grundlage für einen weiteren Wirtschaftsboom schaffen. „Wir brauchen aber jetzt mehr Tempo bei der logistischen Anbindung der Region“, betonte Warbanoff. „Deutsche Akteure können hier mit ihrer technischen Expertise, ihrem Projektmanagement und ihrer regulatorischen Erfahrung punkten.“ Mit immerhin 35.000 Arbeitsplätzen, die in Zentralasien geschaffen wurden, sind deutsche Unternehmen bereits erkennbar präsent.
Um diese Beziehungen noch zu erleichtern, setzt sich der Ost-Ausschuss für erleichterte Visaverfahren für Geschäftsleuten aus der Region und die Ausstellung mehrjähriger Businessvisa ein. Warbanoff begrüßte zudem ausdrücklich die durch die Bundesregierung ausgehandelten Migrationsabkommen und Fachkräfteinitiativen mit der Region. „Wir hoffen, dass diese in absehbarer Zeit mit konkreten Projekten unterlegt werden.“
Am Ende dankte Außenminister Wadephul als Gastgeber allen Beteiligten und räumte gleichzeitig ein, dass ein Austausch von 90 Minuten nicht ausreiche, um intensiver ins Gespräch zu kommen. Er habe allerdings vor, in nächster Zeit in die Region zu reisen und werde dabei die Wirtschaft gerne berücksichtigen.
Andreas Metz Leiter Public Affairsim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Strategische Wasserpartnerschaft: Eine neue Phase praktischer Lösungen
Am 11. November 2025 fand ein Runder Tisch zum Thema „Strategische Wasserpartnerschaft Kasachstan-Deutschland: eine neue Ebene“ statt, der gemeinsam mit der „German Water Partnership“ Association organisiert wurde.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter staatlicher Strukturen, wissenschaftlicher Institute und Wirtschaftskreisen beider Länder teil.
Der Botschafter von Kasachstan Nurlan Onzhanov betonte die langjährige und für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, grüne Technologien und Wassermanagement.
Er erklärte, die Partnerschaft beider Länder erreiche eine neue Stufe systemischer Lösungen, gemeinsamer Projekte und des Technologieaustauschs.
Der kasachische Diplomat bedankte sich bei der Bundesregierung, dem Auswärtigen Amt und der GIZ für die Initiative „Green Central Asia“ und die Unterstützung von Klimaprojekten in der Region. Die im Rahmen der Initiative verabschiedete regionale Klimaanpassungsstrategie bilde eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.
Der Geschäftsführer der German Water Partnership, Boris Greifeneder, lobte den offenen Dialog und bekundete seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen in den Bereichen Wasserressourcen, nachhaltige Entwicklung und Klimaanpassung. Die Wasserpartnerschaft setzt sich dafür ein, die Kooperation zwischen den Ländern durch die Bündelung von Fachwissen, Technologie und Innovation weiter zu stärken, um gemeinsame Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
Die im Wassersektor Kasachstans durchgeführten Reformen wurden positiv hervorgehoben, darunter das Inkrafttreten des neuen Wassergesetzes, die Wiederherstellung des Nationalen Hydrogeologischen Dienstes, die Einführung des Digitalen Wasserkatasters, die Schaffung des Nationalen Wasserressourcen-Informationssystems und Pläne zur Modernisierung von Stauseen, Abwasser- und Bewässerungssystemen.
Die Podiumsdiskussionen konzentrierten sich auf die Perspektiven der Zusammenarbeit in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und öffentliche Versorgungsbetriebe sowie auf die kasachische Initiative zur Schaffung eines kasachisch-deutschen Innovationszentrums für Wasser. Dieses soll als Plattform für den Technologieaustausch, die Implementierung digitaler Lösungen und die Entwicklung von Pilotprojekten dienen.
Nach Abschluss des Rundtischgesprächs bekräftigten die Seiten ihr Engagement für die Stärkung der strategischen Wasserpartnerschaft zwischen den Ländern. Es wurde vereinbart, einen innovativen Wasser-Hub zu schaffen und die Entwicklung gemeinsamer Initiativen und Pilotprojekte in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und Kommunalwirtschaft zu fördern.
Heute ist die Wasserpartnerschaft zwischen Kasachstan und Deutschland nicht nur ein Erfahrungsaustausch, sondern eine strategische Entscheidung, die das gemeinsame Verständnis widerspiegelt, dass Wasser ein Schlüsselfaktor für nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Sicherheit in der Zukunft ist.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Kasachstan und Deutschland verstärken ihren außenpolitischen Dialog
Berlin, 2. Dezember 2025 – Am Dienstag fanden die politischen Konsultationen zwischen den Außenministerien der Republik Kasachstan und der Bundesrepublik Deutschland statt, bei denen die wichtigsten Themen der bilateralen Zusammenarbeit behandelt und aktuelle Fragen der internationalen Politik erörtert wurden. Die kasachische Delegation wurde vom stellvertretenden Außenminister der Republik Kasachstan, Arman Issetov, geleitet. Die deutsche Seite führte der Beauftragte des Auswärtigen Amtes für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Dr. Niklas Wagner an.
Im Rahmen der Konsultationen wurde ein breites Spektrum politischer, wirtschaftlicher und kulturell-humanitärer Zusammenarbeit behandelt. Es wurden die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit im Jahr 2025 zusammengefasst, laufende Projekte und Perspektiven für den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit erörtert.
Besonderes Augenmerk wurde auf die regionale Zusammenarbeit in Zentralasien gelegt. Die Seiten stellten eine nachhaltige Dynamik bei der Entwicklung interregionaler Initiativen fest und tauschten sich über Möglichkeiten zur Vertiefung der praktischen Zusammenarbeit aus.
Im Rahmen der Strategischen Regionalpartnerschaft zwischen Zentralasien und Deutschland (Z5+1) wurden Fragen der Umweltagenda, des Umweltschutzes, der Anpassung an den Klimawandel und der Wasserwirtschaft erörtert. Beide Seiten betonten die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung der Region, unter anderem durch die Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich Ökologie und Wasserdiplomatie.
In diesem Zusammenhang fand auch ein Treffen zwischen dem stellvertretenden Außenminister der Republik Kasachstan Arman Issetov und dem politischen Direktor des Auswärtigen Amtes Dominik Mutter, statt, um die weitere Zusammenarbeit im Rahmen des Z5+1-Formats zu erörtern.
Darüber hinaus wurden bei den Konsultationen die Perspektiven für eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union besprochen, darunter Fragen des Handels und der Wirtschaft, der Infrastruktur- und Verkehrsintegration, der digitalen Technologien und der Energiepartnerschaft.
Zu aktuellen internationalen Aspekten tauschten die Teilnehmer der Konsultationen ihre Einschätzungen zur aktuellen geopolitischen Lage in der Welt aus und bekräftigten ihr Bekenntnis zur Aufrechterhaltung eines konstruktiven Dialogs, des Völkerrechts und der Grundsätze der Multilateralität.
Im Anschluss an das Treffen unterstrichen beide Seiten ihre Absicht, die regelmäßigen Konsultationen fortzusetzen und die praktische Zusammenarbeit in allen Bereichen der bilateralen und regionalen Agenda auszubauen.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Kasachisch-deutsche Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel
Die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel fand in der Hauptstadt Kasachstans statt
Astana, 24. September 2025 – In Astana fand die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel statt. Das Treffen bestätigte das hohe Maß an Vertrauen zwischen den beiden Ländern und ihr Engagement für die Erzielung praktischer Ergebnisse.
Zur deutschen Delegation in Kasachstan gehörten rund 40 Vertreter staatlicher Stellen, Industrieverbände sowie die Leitung der Deutschen Industrie- und Handelskammer, des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und einer Reihe großer Unternehmen. Die Sitzung wurde von beiden Co-Vorsitzenden – Yersaiyn Nagaspayev Minister für Industrie und Bauwesen Kasachstans und Ralf Böhme Leiter der Abteilung für Außenwirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geleitet. Die Seiten präsentierten einen umfassenden Überblick über die aktuelle Agenda und künftige Projekte.
Die Arbeitsgruppe dient als zentrale Plattform für inhaltliche Diskussionen, die von der Stärkung strategischer Partnerschaften und der Ausweitung des Handels bis hin zur Zusammenarbeit in der Produktion, der Stärkung der Lieferketten und dem Technologieaustausch reichen. Die Teilnehmer identifizierten Bereiche, die schnelle Multiplikatoreffekte für beide Volkswirtschaften erzielen könnten.
Im Rahmen der Sitzung wurden folgende Dokumente unterzeichnet:
Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der „QazIndustry“ AG
Gemeinsame Absichtserklärung zum Handelsförderungsprogramm „Partnering in Business with Germany“ für kleine und mittlere Unternehmen und zum Instrument „Wirtschaftsbeziehungen“ zwischen dem Ministerium für nationale Wirtschaft der Republik Kasachstan und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland
Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Finanzierung durch die Exportkreditagentur (ECA) zwischen der Entwicklungsbank von Kasachstan und der AKA Bank. Die Seiten haben ihr gegenseitiges Interesse an der Ausweitung der Handels-, Wirtschafts-, Kultur- und humanitären Beziehungen, der Gründung neuer gemeinsamer Produktionsbetriebe, der Stärkung der Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffsicherheit sowie am Technologietransfer und der Digitalisierung als Grundlage für die Modernisierung der Branchen bekräftigt.
Der nächste Schritt wird die Ausarbeitung der Projektfahrpläne und Umsetzungsmechanismen sein.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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KooperationRohstoffeWirtschaft
„Central Asia remains a region on the move“
In an interview to CT Executive Research, Vladimir Nikitenko, Regional Director for Central Asia at the German Eastern Business Association, discussed the prospects for economic development in Central Asian countries and highlighted Kazakhstan’s growing role in cooperation with Germany.
How would you evaluate the current economic landscape of the Central Asian states, and what key trends do you anticipate emerging in the coming years?
Economic development in Central Asia remains remarkable. With a population of around 80 million, the five countries in the region form a large, albeit still heterogeneous, market. All countries are working hard to diversify their economies and expand their industrial base, while simultaneously maintaining a delicate equilibrium in their engagements with China, Russia and the European Union. Central Asia is increasingly coming into the international spotlight in light of global power shifts, not least because of its strategic location as a bridge between Europe and Asia, and its rich natural resources. The region’s economies are on a clear growth path: average growth rates have been around 7% in recent years, and international institutions expect stable growth to continue in 2026.
Where do you see the greatest opportunities for German companies in Central Asia over the next five years?
Over the next five years, German companies will see great opportunities in many areas in Central Asia. There is enormous pressure for reform in the energy and water sectors: the countries in the region need to modernise their energy supply and at the same time manage their water resources more sustainably. This is creating a broad demand for German expertise. Projects in the field of green energy are currently developing particularly dynamically – from the construction of new solar and wind farms to pilot projects in the field of green hydrogen. New prospects are also emerging in the raw materials industry. Kazakhstan is investing in the development and processing of critical minerals and aims to become a long-term alternative to China for rare earths. This is a very important project for Germany. Initial projects involving German technology partners, for example in potassium extraction, demonstrate the potential of this cooperation. Geographically, the region acts as a link between the European Union (EU) and the emerging markets in Southeast Asia. Although the so-called Middle Corridor across the Caspian Sea poses a logistical challenge due to the necessary transhipment processes (road/rail – ship – road/rail), it offers considerable growth potential in view of geopolitical developments. Logistics, construction and infrastructure are expanding, driven by a young population, growing urbanisation and increasing investment activity.
The full interview with Vladimir Nikitenko is available via the link.
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KooperationWirtschaft
Präsident Kassym-Schomart Tokajew leitete die 37. Plenarsitzung des Rates der ausländischen Investoren
Zu Beginn der Sitzung betonte Präsident Tokajew, dass der Rat weiterhin als solide Plattform für die strategische Zusammenarbeit zwischen dem Staat und seinen internationalen Partnern dient.
„Seit mehr als zwei Jahrzehnten spielt dieses Forum eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des investorenorientierten Ökosystems Kasachstans. Mit der aktiven Unterstützung des Rates sind wir entschlossen, die Umsetzung umfassender Reformen fortzusetzen, die darauf abzielen, das Investitionsklima zu verbessern, die Transparenz zu erhöhen und die Bedingungen für die Geschäftstätigkeit in Kasachstan zu vereinfachen“, erklärte der Präsident.
Der Staatschef wies darauf hin, dass Experten und Analysten für die kommenden Jahre eine Verlangsamung des globalen BIP-Wachstums auf etwa 2,9% prognostizieren.
„Wir erleben derzeit einen steigenden Inflationsdruck, Störungen in den Lieferketten und eine erhöhte Volatilität des Geschäftsklimas. Diese Dynamik könnte die Aussichten für die Weltwirtschaft weiter trüben und unterstreicht die dringende Notwendigkeit eines konstruktiven internationalen Dialogs. Inmitten dieser wirtschaftlichen Herausforderungen haben Schwellenländer wie Kasachstan den externen Schocks standgehalten. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 wuchs die kasachische Wirtschaft um 6 %, was vor allem auf die Sektoren Transport und Logistik, Bauwesen, Handel, Bergbau und verarbeitendes Gewerbe zurückzuführen ist“, stellte er fest.
So Kassym-Schomart Tokajew bieten die strategische Lage Kasachstans, sein hochqualifiziertes Humankapital und sein festes Bekenntnis zu positiven Reformen sowohl Investoren als auch der nationalen Wirtschaft vielfältige Chancen. Er sprach über die Aktivitäten des Investitionsrats, der alle Investorenfragen zeitnah und vor Ort bearbeiten soll. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Rat die Lösung von Problemen bei 137 Investitionsprojekten im Wert von 70 Milliarden US-Dollar erleichtert und 140 Gesetzesänderungen initiiert hat, die darauf abzielen, systemische Herausforderungen für Investoren zu bewältigen.
Darüber hinaus wurde ein spezieller „Staatsanwaltschaftsfilter“ eingeführt, um Verstöße gegen die Rechte von Investoren zu verhindern. Seit diesem Jahr ist keine staatliche Stelle mehr berechtigt, ohne vorherige Genehmigung der Generalstaatsanwaltschaft Inspektionen durchzuführen, Verwaltungsverfahren einzuleiten, Klagen einzureichen oder Beschränkungen für Investoren zu verhängen.
„Wir haben auch eine nationale digitale Investitionsplattform ins Leben gerufen, die staatliche Dienstleistungen für Investoren in einem ‚Single Window‘-System zusammenfasst, über das Beratungen und Genehmigungen auf einer einzigen Plattform eingeholt werden können. Darüber hinaus werden wir ein neues Steuergesetzbuch verabschieden, das die Bedingungen für die Geschäftstätigkeit verbessern soll, indem es private Investitionen in die Wirtschaft fördert. Das neue Gesetzbuch wird gezielte Vergünstigungen für Investoren vorsehen, die sich auf die Entwicklung der lokalen Produktion konzentrieren, und gleichzeitig Exporteure von Waren mit hoher Wertschöpfung unterstützen“, betonte Präsident Tokajew.
In seiner Rede skizzierte der Staatschef die vielversprechendsten Bereiche für die Zusammenarbeit mit Investoren. Dabei konzentrierte er sich insbesondere auf die Entwicklung des industriellen Potenzials Kasachstans.
„Der Bergbau bleibt das Rückgrat unseres verarbeitenden Gewerbes. Kasachstan ist sich der Bedeutung des Bergbaus und der Metallurgie auf globaler Ebene bewusst und hat ein stabiles, investorenfreundliches Bergbaurecht geschaffen, das durch transparente und umfassende Rechtsvorschriften gestützt wird. Die laufenden Reformen im Bergbausektor haben bereits große Unternehmen wie Rio Tinto, Fortescue, Ivanhoe, First Quantum und Tech Resources dazu veranlasst, sich an geologischen Erkundungen in Kasachstan zu beteiligen. Mit dem neuen Steuergesetz wird ein Lizenzgebührensystem eingeführt, das die Weiterverarbeitung im Land fördert. Wir sind überzeugt, dass Kasachstan dank seiner reichen Bodenschätze, seiner fortschrittlichen Bergbaugesetzgebung und seines transparenten Steuersystems eine strategische Position in der globalen Lieferkette für kritische Mineralien einnehmen wird“, erklärte der Präsident.
Kassym-Schomart Tokajew betonte, dass Kasachstan entschlossene Schritte in Richtung Weiterverarbeitung und Fertigung der nächsten Generation unternimmt. Ihm zufolge arbeitet Kasachstan erfolgreich mit Wabtec, Alstom und Stadler im Bereich Eisenbahntechnik zusammen. Insbesondere Alstom baut Servicezentren im Land und plant, ab 2028 Lokomotiven der nächsten Generation zu produzieren, während Wabtec 200 Millionen Dollar in Schienenfahrzeuge mit alternativen Antrieben investiert. Stadler Rail hat ein Werk mit einer Jahreskapazität von 100 Schienenfahrzeugen errichtet.
Präsident Tokajew hob das hohe Potenzial des agroindustriellen Sektors Kasachstans hervor. Wie bereits erwähnt, liegt das Land weltweit an sechster Stelle in Bezug auf die landwirtschaftliche Nutzfläche und gehört zu den zehn größten Getreideexporteuren. In seiner Rede nannte er Beispiele für erfolgreiche Aktivitäten ausländischer Investoren wie PepsiCo, Fufeng Group und Dalian Hesheng, die eine stabile Nachfrage nach lokalen Produkten schaffen und fortschrittliche Technologien einführen.
Besonderer Fokus wurde auf die Stärkung der Position Kasachstans als strategischer Verkehrsknotenpunkt durch eine umfassende Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur gelegt.
„Wir planen, bis 2029 11.000 Kilometer bestehender Eisenbahnstrecken zu sanieren und weitere 5.000 Kilometer neue Gleise zu verlegen. In diesem Jahr werden wir die 830 Kilometer lange Eisenbahnstrecke Dostyk-Moyynty in Betrieb nehmen – zwei Jahre früher als geplant. Die Strecke wird die Kapazität auf diesem wichtigen Abschnitt verfünffachen. Gleichzeitig arbeiten wir daran, mehrere weitere vorrangige Korridore auszubauen, darunter die Eisenbahnstrecken Darbaza-Maktaaral, Bakhty-Ayagoz, Moyynty-Kyzylzhar und Altynkol-Zhetygen. Diese Projekte werden die Kapazität und Betriebsgeschwindigkeit des kasachischen Eisenbahnnetzes erhöhen. Wir verbessern weiterhin die Qualität und Sicherheit unseres Autobahnnetzes. Im vergangenen Jahr haben wir drei wichtige internationale Autobahnkorridore eröffnet – Taldykorgan-Oskemen, Karaganda-Almaty und Aktobe-Atyrau-Astrakhan – und damit 1600 Kilometer neue Autobahnen hinzugefügt, was doppelt so viel ist wie im Jahr 2023. In diesem Jahr umfassen die Straßenbau- und Modernisierungsarbeiten landesweit mehr als 13.000 Kilometer“, sagte er.
Außerdem wurden neue internationale Terminals an den Flughäfen in Almaty, Kyzylorda und Shymkent eröffnet, wodurch sich deren Kapazität versechsfacht hat.
Kassym-Schomart Tokajew wies darauf hin, dass Kasachstan laut UN zu den 30 führenden Ländern im Bereich der Digitalisierung gehört. Er erklärte, dass sich die Zahl der Fintech-Unternehmen seit 2018 vervierfacht habe und über 4.000 Teilnehmer, darunter Kryptobörsen und Zahlungsdienste, beim AIFC registriert seien. Der Präsident lud internationale Partner zur Zusammenarbeit beim Aufbau einer digitalen und KI-Infrastruktur ein.
„Der AIFC steht im Global Financial Centres Index an erster Stelle in Osteuropa und Zentralasien und ist in der Region führend im Bereich grüne und digitale Finanzen. Über 89% aller Transaktionen in Kasachstan werden mittlerweile bargeldlos abgewickelt, und die Nutzung von Mobile Banking hat in den letzten vier Jahren um mehr als 460% zugenommen. Darüber hinaus planen wir die Schaffung einer wegweisenden Pilotzone namens CryptoCity, in der Kryptowährungen für den Kauf von Waren, Dienstleistungen und mehr verwendet werden können. Wir messen auch der Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) strategische Bedeutung bei, da wir sie als einen wichtigen Motor für zukünftiges Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität anerkennen“, erklärte Kassym-Schomart Tokajew.
Abschließend zeigte sich der Staatschef zuversichtlich, dass die langfristige, für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft eine Schlüsselrolle für ein nachhaltiges und inklusives Wirtschaftswachstum spielen wird.
Während der Veranstaltung ergriffen das Wort EBRD-Präsidentin Odile Renaud-Basso, Minister für Industrie und Bauwesen Yersain Nagaspayev, Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung der ausländischen Investoren in Kasachstan Erlan Dosymbekov, ADB-Vizepräsident Bhargav Dasgupta, VEON-Konzernchef Kaan Terzioğlu, CNPC-Vizepräsident Daowei Zhang und Alstom-Präsident für Afrika, den Nahen Osten und Zentralasien Martin Vaujour.
Quelle: www.akorda.kz (Übersetzt aus dem Englischen)
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KooperationRohstoffeWirtschaft
Kasachstan ist Deutschlands drittgrößter Öllieferant
Kasachstan ist Deutschlands drittgrößter Öllieferant und baut Rolle als strategischer Energie- und Rohstoffpartner weiter aus
Berlin/Astana, 24. Juni 2025 – Kasachstan entwickelt sich rasant zu einem Schlüssellieferanten für Deutschlands Energie- und Rohstoffversorgung. Laut Statistischem Bundesamt importierte Deutschland im Jahr 2024 rund 10,6 Millionen Tonnen kasachisches Öl. Davon gelangte eine Teilmenge von rund 1,5 Millionen Tonnen Öl über die Druschba-Pipeline in die Raffinerie Schwedt nach Deutschland.
Kasachstan forciert zugleich die Diversifizierung seiner Exportrouten, um eine robuste und geopolitisch resilientere Versorgung zu gewährleisten. Dies stärkt die Position des Landes als verlässlicher Energiepartner auch über den Ölsektor hinaus.
Besonders im Fokus steht derzeit der strategisch bedeutsame Rohstoffsektor. Kasachstan verfügt über umfangreiche Vorkommen an Seltenen Erden, Lithium, Kobalt und weiteren kritischen Metallen, die für die Energiewende, Digitalisierung und Hochtechnologie unverzichtbar sind. Jüngst wurde nahe der Industriestadt Karaganda ein bedeutendes neues Vorkommen Seltener Erden entdeckt, das laut kasachischen Behörden mehr als 30.000 Tonnen förderbare Ressourcen umfassen soll. Erste Erkundungsbohrungen bestätigen das Potenzial für einen langfristigen, industriell nutzbaren Abbau.
Die Bundesregierung hat bereits im Rahmen ihrer Rohstoffstrategie 2024 angekündigt, Kooperationen mit Ländern wie Kasachstan auszubauen, um die Versorgungssicherheit Deutschlands im Bereich kritischer Rohstoffe zu stärken. Die kasachische Regierung hat ihrerseits großes Interesse an einem verstärkten Technologietransfer und an Investitionen aus Europa signalisiert.
Kasachstan zeigt sich als verantwortungsvoller, stabiler und zukunftsorientierter Partner in einem sich rasch wandelnden globalen Energie- und Rohstoffumfeld. Die deutsch-kasachische Zusammenarbeit wird dabei künftig noch stärker auf Resilienz, Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Technologietransfer im Rohstoffsektor ausgerichtet.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland