Kasachstan will zur digitalen Vorreiternation werden
Kasachstan will zur digitalen Vorreiternation werden – Präsident Tokajew kündigt tiefgreifende Digitalreformen an
Astana/Berlin, 8. September 2025 – Ein neues Ministerium für Künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung, ein umfassender Digital Code sowie Investitionen in FinTech und Bildung sollen das Land innerhalb von drei Jahren in eine vollständig digitale Nation transformieren, kündigte der Präsident Kassym-Schomart Tokajew in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation an.
Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation die umfassendste Reformagenda der letzten Jahre vorgestellt – mit klarem Schwerpunkt auf Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Staatsmodernisierung. Unter dem Titel „Kasachstan im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ präsentierte er einen Fahrplan, der das Land innerhalb von drei Jahren in eine „vollständig digitale Nation“ transformieren soll.
Im Zentrum steht die Gründung eines neuen Ministeriums für Künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung, das auf Vizepremier-Ebene angesiedelt wird. Dieses soll die Umsetzung einer Digitalstrategie verantworten, die unter anderem eine umfassendes digitales Rahmengesetz (Digital Code) zu KI, Big Data und Plattformökonomie umfasst. Tokajew kündigte an, dass künstliche Intelligenz in allen Wirtschaftssektoren zum Einsatz kommen müsse.
Darüber hinaus stellte der Präsident die Schaffung eines staatlichen Digital-Asset-Fonds für strategische Krypto-Reserven vor und forderte ein neues Bankengesetz bis Jahresende, um FinTech-Innovationen zu fördern und neue Marktteilnehmer zu gewinnen. Auch im Bereich Verwaltung und Investitionen kündigte Tokajew tiefgreifende Modernisierungen an: Weniger Bürokratie, mehr Transparenz sowie ein Regionaler Investitionsindex, der die Leistung lokaler Verwaltungen messbar machen soll. Zudem sollen zentrale Ressourcen wie der Nationale Fonds gezielter für zukunftsträchtige Digital- und Innovationsprojekte eingesetzt werden.
Mit Blick auf die Infrastruktur forderte der Präsident die Einführung einer digitalen „Smart Cargo“-Plattform für Zoll- und Logistikprozesse sowie die Entwicklung Alatau City zu einem neuen Innovationshub. Begleitet wird dies von Maßnahmen im Bildungsbereich – darunter die Integration von KI in Lehrpläne und die Förderung digitaler Lernangebote insbesondere für ländliche Regionen. „Künstliche Intelligenz ist keine abstrakte Vision, sondern bereits Realität – sie prägt Denken und Verhalten ganzer Generationen“, betonte Tokajew. „Kasachstan hat keine Alternative, als diesen Wandel aktiv zu gestalten.“ Mit dieser Digitaloffensive positioniert sich Kasachstan als Vorreiterstaat für KI-gestützte Modernisierung in Eurasien – und als potenzieller Partner für internationale Kooperationen in den Bereichen Technologie, FinTech und digitale Verwaltung.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Beirat des Berliner Eurasischen Klubs tagt in Berlin
Eduard Kinsbruner
Am 29. Februar 2024 fand in Berlin die Sitzung des Beirats des Berliner Eurasischen Klubs statt. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Themen der ausstehenden Sitzungen des Berliner Eurasischen Klubs im laufenden Jahr. Traditionell wird das Jahr mit einer Sitzung in der kasachischen Hauptstadt Astana eröffnet. Am 15. Mai werden die Themen der Rohstoffkooperation und der Ernährungssicherheit im Mittelpunkt stehen.
Die Bedeutung der Environmental, Social and Corporate Governance (ESG) Kriterien für die Kooperation zwischen der Europäischen Union und Kasachstan sollen dann den Schwerpunkt der Sitzung in Brüssel stehen, die im Oktober abgehalten wird.
Die abschließende Dezember-Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs in Berlin wird dann den Fokus auf die Finanzierungsinstrumente in den deutsch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen legen.
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AustauschWissenschaft
In Astana fand das erste Forum der Rektorinnen und Rektoren kasachischer und deutscher Universitäten und Hochschulen statt
Heute fand in Astana unter Beteiligung des Präsidenten der Republik Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, und des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, das erste Forum der Rektorinnen und Rektoren kasachischer und deutscher Universitäten und Hochschulen statt.
An der Veranstaltung nahmen Rektorinnen und Rektoren sowie Entscheidungsträger führender Universitäten in Kasachstan und Deutschland teil, darunter die Kasachische Nationale Al-Farabi-Universität, Eurasische Nationale Gumiljow-Universität, Kasachische Nationale Agrarforschungsuniversität, Satbayev University, Staatliche Südkasachstanischen Aujesow-Universität, Nationale Ingenieurakademie der Republik Kasachstan u.a. sowie Leitkräfte der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Darmstadt, der Martin-Luther-Universität in Halle, der HAW Hamburg, der Hochschule Schmalkalden u.a.
Während des ersten Teils des Forums, der an der Eurasischen Nationalen Gumiljow-Universität stattfand, legten die Teilnehmer besonderes Augenmerk auf die Kooperation zwischen Kasachstan und Deutschland im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung als vielversprechend zwischen den beiden Ländern.
Kasachische und deutsche Redner präsentierten ihre Ansichten zu den Möglichkeiten einer Erweiterung und Vertiefung der Bildungs- und Wissenschaftskooperation sowie zu Lösungsansätzen für die aktuellen Herausforderungen.
Im zweiten Teil des Forums im Kongresszentrum QazExpoCongress diskutierten die Teilnehmer über die Fragen der kasachisch-deutschen Integration von Forschung und Innovation und stellten aktuelle gemeinsame Projekte der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty, der Kaspischen Yessenov-Universität für Technologie und Ingenieurwesen in Aktau und Ostkasachischen Technischen Serikbajew-Universität über die Gründung des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltiges Ingenieurwesen in Aktau und des Kasachisch-Deutschen Instituts für Wissenschaft und Technologie in Öskemen vor.
Um diese Projekte zu institutionalisieren, wurde am Rande des Forums eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, die auch Rahmenbedingungen für die weitere Zusammenarbeit zwischen kasachischen und deutschen Universitäten und Hochschulen im Bereich des akademischen und wissenschaftlichen Austauschs schaffen.
Bei der Eröffnung der Unterzeichnungszeremonie würdigte Präsident Tokajew die Initiativen der in Zentralasien beispiellosen Deutsch-Kasachischen Universität sowie deren Unterstützung bei der Gründung zweier kasachisch-deutscher Institute.
„Dies steht voll und ganz im Einklang mit den Zielen unseres Landes, in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Universitäten, Hochschulen und Forschungszentren ein akademisches und pädagogisches Zentrum in Zentralasien zu schaffen“, betonte der Staatsoberhaupt und äußerte die Hoffnung, dass dieses Projekt die Entstehung ähnlicher Bildungseinrichtungen in anderen Regionen Kasachstans in Gang setzen wird.
Der Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung, Sajasat Nurbek, rief die deutschen Rektorinnen und Rektoren sowie WissenschaftleInnen dazu auf, ihr Präsenz in unserem Land aktiv auszubauen, und sicherte ihnen die volle Unterstützung der kasachischen Regierung zu.
Minister Nurbek berichtete den Forumsteilnehmern über die laufenden Reformen in der Republik Kasachstan im Bereich Bildung und Wissenschaft.
Während seines Besuchs in Kasachstan wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Stadt Aktau an der Eröffnungsfeier des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltiges Ingenieurwesen an der Kaspischen Yessenov-Universität für Technologie und Ingenieurwesen teilnehmen, in dem die Studenten nach den besten deutschen Erfahrungen im Ingenieurwesen ausgebildet und zu qualifizierten Fachkräften entsprechend den Anforderungen der grünen Wasserstoffindustrie in der Region Mangistau ausgebildet werden.
An dem neuen technischen Institut werden die Studenten in fortschrittlicher deutscher Ingenieurpraxis zu qualifizierten Spezialisten ausgebildet, insbesondere für die grüne Wasserstoffindustrie in der Region Mangistau.
Im Studienjahr 2023-2024 ist die Aufnahme von 30 Studierenden für zwei Bildungsgänge – Energie- und Umwelttechnik sowie Logistik – geplant.