Hochschule Hof tritt dem Kasachisch-Deutschen Institut für nachhaltige Ingenieurwissenschaften als Mitgründerin bei
Am 1. Juni 2026 fand in Berlin, der Hauptstadt Deutschlands, ein Treffen unter Teilnahme von Leitern kasachischer und deutscher Hochschulen statt. Die Veranstaltung stellte einen weiteren wichtigen Schritt zur Vertiefung der Bildungs- und Wissenschaftskooperation zwischen beiden Ländern dar.
An dem Treffen nahmen der Präsident der Deutsch-Kasachischen Universität Prof. Dr. Wolrad Rommel, der Präsident der Hochschule Hof Prof. Dr. Jürgen Lehmann, der Rektor der Jessenow-Universität (Kaspische Universität für Technologie und Ingenieurwesen) Prof. Dr. Berik Achmetow, sowie Vertreter der akademischen Kreise Kasachstans und Deutschlands teil.
In seiner Eröffnungsrede betonte der Botschafter der Republik Kasachstan in der Bundesrepublik Deutschland Nurlan Onzhanov, dass die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation einen besonderen Stellenwert in den kasachisch-deutschen Beziehungen einnehme. Er würdigte die dynamische Entwicklung des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltige Ingenieurwissenschaften (KINI) in Aktau und zeigte sich überzeugt, dass die Erweiterung des Partnernetzwerks des Instituts zur Ausbildung gefragter Fachkräfte sowie zur Umsetzung vielversprechender Forschungsprojekte beitragen werde.
Prof. Dr. Wolrad Rommel stellte den Teilnehmern die bisherigen Ergebnisse des KINI vor, das 2023 auf Initiative zweier Hochschulen gegründet wurde. Nach seinen Angaben studieren derzeit 148 Studierende am Institut. Zum kommenden akademischen Jahr wird die Aufnahme von weiteren rund 150 Studierenden erwartet. Besonderes Augenmerk legte er auf das internationale Ausbildungsmodell, das den Studierenden die Möglichkeit bietet, ihr Studium an der Deutsch-Kasachischen Universität sowie an deutschen Partnerhochschulen fortzusetzen und dabei einen Doppelabschluss zu erwerben.
Prof. Dr. Berik Achmetow präsentierte die Leistungen der Jessenow-Universität beim Ausbau des Instituts und hob die Bedeutung des KINI für die Ausbildung einer neuen Generation von Ingenieuren hervor. Er berichtete über die Schaffung moderner Studienbedingungen in Aktau sowie über die Entwicklung von Studienprogrammen mit Schwerpunkt auf Energiewende, grünen Technologien, Logistik und nachhaltiger Industrie.
Prof. Dr. Jürgen Lehmann erläuterte seine Vorstellungen zur weiteren Entwicklung der Partnerschaft und erklärte die Bereitschaft der Hochschule Hof, die Zusammenarbeit mit den kasachischen Partnern auszubauen. Seiner Auffassung nach wird die Bündelung der Kräfte die Kooperation insbesondere in den Bereichen Wasserstoffwirtschaft, nachhaltige Technologien und anwendungsorientierte Forschung auf eine neue Ebene heben.
Höhepunkt der Veranstaltung war die Unterzeichnung der Dokumente über den Beitritt der Hochschule Hof (Bayern, Deutschland) als dritte Mitgründerin des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltige Ingenieurwissenschaften. Dieser Schritt stärkt den internationalen Status des KINI und erweitert die Möglichkeiten für akademische Mobilität, gemeinsame Forschungsprojekte sowie die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte nach internationalen Standards.
Heute ist das KINI nicht nur ein Bildungsprojekt, sondern auch eine wirksame Plattform für wissenschaftlichen Austausch, die Einführung von Innovationen und die Stärkung einer langfristigen Partnerschaft zwischen Kasachstan und Deutschland.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
content-post.php
AustauschKooperationTourismusWissenschaft
Saigas – Stolz und lebende Legende der kasachischen Steppe
Am 29. April 2026 fand im Rahmen des Projekts „Stammtisch unterm Schanyrak“ in der deutschen Hauptstadt das sechste Treffen zum Thema „Saigaantilopen – Stolz und Schönheit der kasachischen Steppe“ statt. Die Veranstaltung vereinte Naturschutzexpertinnen und -experten, Vertreter der Wissenschaft, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie alle, die sich für das Naturerbe Kasachstans interessieren.
Zu Beginn der Veranstaltung betonte der Botschafter der Republik Kasachstan in Deutschland, Nurlan Onzhanov, die besondere Bedeutung des Erhalts der biologischen Vielfalt angesichts globaler ökologischer Herausforderungen. Er hob hervor, dass die Saiga, eine der ältesten Bewohnerinnen der eurasischen Steppen, nicht nur eine einzigartige Art ist, die Eiszeiten überstanden hat, sondern auch ein wichtiges Symbol des natürlichen Reichtums Kasachstans darstellt. Der Schutz der Saigas und ihrer Lebensräume habe heute sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Priorität.
Im Anschluss wurde den Gästen ein Video über diese einzigartige Tierart gezeigt, der anschaulich ihren Lebensraum sowie die Anstrengungen zu ihrem Schutz darstellte.
Den inhaltlichen Teil des Programms setzten die Vorträge eingeladener deutscher Experten fort.
Michael Brombacher, Referatsleiter Europa der Zoologische Gesellschaft Frankfurt, präsentierte eine Übersicht über Naturschutzaktivitäten in Zentralasien und in Kasachstan und unterstrich die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für den Erhalt der Steppenökosysteme. Laut dem Experten zählen «die Erholung der Saigaantilopen sowie die Rückkehr der Kertagy‑Wildpferde (Przewalskipferde) und der Kulan‑Wildesel in die kasachische Steppe zu den bedeutendsten Erfolgen des weltweiten Naturschutzes der letzten Jahrzehnte. Möglich wurden sie durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der kasachischen Regierung mit zahlreichen nationalen und internationalen Partnern. Die Erfolge der Altyn Dala Conservation Initiative zeigen eindrucksvoll, wie grenzüberschreitende Kooperationen unsere wichtigsten Ökosysteme wiederherstellen und langfristig sichern können – zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen».
Ralf Lohe, Vertreter des Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Experte für Osteuropa, den Kaukasus und Zentralasien, betonte in seinem Beitrag die bedeutenden Erfolge bei der Wiederherstellung der Saiga-Population: „Das fulminante Come-Back der Saiga ist vielbeachtet und international der wohl größte Erfolg im Artenschutz der letzten Jahrzehnte. Es ist nicht nur die Rettung der Art, sondern mit der Rückkehr der großen Herden kann die Saiga auch wieder ihre Funktion im Ökosystem Steppe erfüllen. Mittlerweile lebt ein großer Teil des Bestandes außerhalb von Schutzgebieten. Daraus ergibt sich – neben Herausforderungen – auch die einzigartige Chance, den Gedanken der alten kasachischen Tradition der nomadischen Lebensweise aufzugreifen und mit der Moderne zu verknüpfen – zum Wohle der Saiga, der Menschen, die sich mit ihr den Lebensraum teilen, und auch der Steppe.“
Zum Abschluss fand eine lebhafte Diskussion sowie eine Frage-und-Antwort-Runde statt, in der sich die Teilnehmenden über aktuelle ökologische Herausforderungen, Perspektiven für den Schutz der Saiga und die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Naturschutz austauschten.
Zur Info: Saigas sind einzigartige und seltene Tiere der zentralasiatischen Steppen, die aufgrund ihrer charakteristischen Nase, die ihnen das Überleben in einem rauen Klima ermöglicht, leicht zu erkennen sind. Es handelt sich um eine uralte Art, die eine wichtige Rolle im Ökosystem der Steppe spielt. Nach einem drastischen Bestandsrückgang in der Vergangenheit erholt sich die Population heute allmählich dank gezielter Schutzmaßnahmen, darunter die Bekämpfung der Wilderei, die Schaffung und Erweiterung geschützter Naturgebiete sowie internationale Programme zum Erhalt der Art.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
content-post.php
WirtschaftWissenschaft
Kasachstan will zur digitalen Vorreiternation werden
Kasachstan will zur digitalen Vorreiternation werden – Präsident Tokajew kündigt tiefgreifende Digitalreformen an
Astana/Berlin, 8. September 2025 – Ein neues Ministerium für Künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung, ein umfassender Digital Code sowie Investitionen in FinTech und Bildung sollen das Land innerhalb von drei Jahren in eine vollständig digitale Nation transformieren, kündigte der Präsident Kassym-Schomart Tokajew in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation an.
Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation die umfassendste Reformagenda der letzten Jahre vorgestellt – mit klarem Schwerpunkt auf Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Staatsmodernisierung. Unter dem Titel „Kasachstan im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ präsentierte er einen Fahrplan, der das Land innerhalb von drei Jahren in eine „vollständig digitale Nation“ transformieren soll.
Im Zentrum steht die Gründung eines neuen Ministeriums für Künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung, das auf Vizepremier-Ebene angesiedelt wird. Dieses soll die Umsetzung einer Digitalstrategie verantworten, die unter anderem eine umfassendes digitales Rahmengesetz (Digital Code) zu KI, Big Data und Plattformökonomie umfasst. Tokajew kündigte an, dass künstliche Intelligenz in allen Wirtschaftssektoren zum Einsatz kommen müsse.
Darüber hinaus stellte der Präsident die Schaffung eines staatlichen Digital-Asset-Fonds für strategische Krypto-Reserven vor und forderte ein neues Bankengesetz bis Jahresende, um FinTech-Innovationen zu fördern und neue Marktteilnehmer zu gewinnen. Auch im Bereich Verwaltung und Investitionen kündigte Tokajew tiefgreifende Modernisierungen an: Weniger Bürokratie, mehr Transparenz sowie ein Regionaler Investitionsindex, der die Leistung lokaler Verwaltungen messbar machen soll. Zudem sollen zentrale Ressourcen wie der Nationale Fonds gezielter für zukunftsträchtige Digital- und Innovationsprojekte eingesetzt werden.
Mit Blick auf die Infrastruktur forderte der Präsident die Einführung einer digitalen „Smart Cargo“-Plattform für Zoll- und Logistikprozesse sowie die Entwicklung Alatau City zu einem neuen Innovationshub. Begleitet wird dies von Maßnahmen im Bildungsbereich – darunter die Integration von KI in Lehrpläne und die Förderung digitaler Lernangebote insbesondere für ländliche Regionen. „Künstliche Intelligenz ist keine abstrakte Vision, sondern bereits Realität – sie prägt Denken und Verhalten ganzer Generationen“, betonte Tokajew. „Kasachstan hat keine Alternative, als diesen Wandel aktiv zu gestalten.“ Mit dieser Digitaloffensive positioniert sich Kasachstan als Vorreiterstaat für KI-gestützte Modernisierung in Eurasien – und als potenzieller Partner für internationale Kooperationen in den Bereichen Technologie, FinTech und digitale Verwaltung.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Beirat des Berliner Eurasischen Klubs tagt in Berlin
Eduard Kinsbruner
Am 29. Februar 2024 fand in Berlin die Sitzung des Beirats des Berliner Eurasischen Klubs statt. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Themen der ausstehenden Sitzungen des Berliner Eurasischen Klubs im laufenden Jahr. Traditionell wird das Jahr mit einer Sitzung in der kasachischen Hauptstadt Astana eröffnet. Am 15. Mai werden die Themen der Rohstoffkooperation und der Ernährungssicherheit im Mittelpunkt stehen.
Die Bedeutung der Environmental, Social and Corporate Governance (ESG) Kriterien für die Kooperation zwischen der Europäischen Union und Kasachstan sollen dann den Schwerpunkt der Sitzung in Brüssel stehen, die im Oktober abgehalten wird.
Die abschließende Dezember-Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs in Berlin wird dann den Fokus auf die Finanzierungsinstrumente in den deutsch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen legen.
content-post.php
AustauschWissenschaft
In Astana fand das erste Forum der Rektorinnen und Rektoren kasachischer und deutscher Universitäten und Hochschulen statt
Heute fand in Astana unter Beteiligung des Präsidenten der Republik Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, und des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, das erste Forum der Rektorinnen und Rektoren kasachischer und deutscher Universitäten und Hochschulen statt.
An der Veranstaltung nahmen Rektorinnen und Rektoren sowie Entscheidungsträger führender Universitäten in Kasachstan und Deutschland teil, darunter die Kasachische Nationale Al-Farabi-Universität, Eurasische Nationale Gumiljow-Universität, Kasachische Nationale Agrarforschungsuniversität, Satbayev University, Staatliche Südkasachstanischen Aujesow-Universität, Nationale Ingenieurakademie der Republik Kasachstan u.a. sowie Leitkräfte der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Darmstadt, der Martin-Luther-Universität in Halle, der HAW Hamburg, der Hochschule Schmalkalden u.a.
Während des ersten Teils des Forums, der an der Eurasischen Nationalen Gumiljow-Universität stattfand, legten die Teilnehmer besonderes Augenmerk auf die Kooperation zwischen Kasachstan und Deutschland im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung als vielversprechend zwischen den beiden Ländern.
Kasachische und deutsche Redner präsentierten ihre Ansichten zu den Möglichkeiten einer Erweiterung und Vertiefung der Bildungs- und Wissenschaftskooperation sowie zu Lösungsansätzen für die aktuellen Herausforderungen.
Im zweiten Teil des Forums im Kongresszentrum QazExpoCongress diskutierten die Teilnehmer über die Fragen der kasachisch-deutschen Integration von Forschung und Innovation und stellten aktuelle gemeinsame Projekte der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty, der Kaspischen Yessenov-Universität für Technologie und Ingenieurwesen in Aktau und Ostkasachischen Technischen Serikbajew-Universität über die Gründung des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltiges Ingenieurwesen in Aktau und des Kasachisch-Deutschen Instituts für Wissenschaft und Technologie in Öskemen vor.
Um diese Projekte zu institutionalisieren, wurde am Rande des Forums eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, die auch Rahmenbedingungen für die weitere Zusammenarbeit zwischen kasachischen und deutschen Universitäten und Hochschulen im Bereich des akademischen und wissenschaftlichen Austauschs schaffen.
Bei der Eröffnung der Unterzeichnungszeremonie würdigte Präsident Tokajew die Initiativen der in Zentralasien beispiellosen Deutsch-Kasachischen Universität sowie deren Unterstützung bei der Gründung zweier kasachisch-deutscher Institute.
„Dies steht voll und ganz im Einklang mit den Zielen unseres Landes, in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Universitäten, Hochschulen und Forschungszentren ein akademisches und pädagogisches Zentrum in Zentralasien zu schaffen“, betonte der Staatsoberhaupt und äußerte die Hoffnung, dass dieses Projekt die Entstehung ähnlicher Bildungseinrichtungen in anderen Regionen Kasachstans in Gang setzen wird.
Der Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung, Sajasat Nurbek, rief die deutschen Rektorinnen und Rektoren sowie WissenschaftleInnen dazu auf, ihr Präsenz in unserem Land aktiv auszubauen, und sicherte ihnen die volle Unterstützung der kasachischen Regierung zu.
Minister Nurbek berichtete den Forumsteilnehmern über die laufenden Reformen in der Republik Kasachstan im Bereich Bildung und Wissenschaft.
Während seines Besuchs in Kasachstan wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Stadt Aktau an der Eröffnungsfeier des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltiges Ingenieurwesen an der Kaspischen Yessenov-Universität für Technologie und Ingenieurwesen teilnehmen, in dem die Studenten nach den besten deutschen Erfahrungen im Ingenieurwesen ausgebildet und zu qualifizierten Fachkräften entsprechend den Anforderungen der grünen Wasserstoffindustrie in der Region Mangistau ausgebildet werden.
An dem neuen technischen Institut werden die Studenten in fortschrittlicher deutscher Ingenieurpraxis zu qualifizierten Spezialisten ausgebildet, insbesondere für die grüne Wasserstoffindustrie in der Region Mangistau.
Im Studienjahr 2023-2024 ist die Aufnahme von 30 Studierenden für zwei Bildungsgänge – Energie- und Umwelttechnik sowie Logistik – geplant.