Kasachstan präsentiert sich auf der der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB)
Kasachstan als Tourismusdestination erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Mit einem großen Länderpavillon hat sich das Land auf der größten Tourismusmesse der Welt, der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB), der Welt und der internationalen Reisebranche präsentiert.
Kasachstan präsentierte ein breites Spektrum touristischer Routen, darunter Bergwanderungen, Expeditionen in die Steppe, Kulturtouren durch historische Städte sowie Möglichkeiten des Ökotourismus.
Zu diesem Zweck reiste eine Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Ministers für Tourismus und Sport der Republik Kasachstan, Erzhan Erkinbayev, nach Berlin.
Der Länderpavillon Kasachstans erfreute sich großer Aufmerksamkeit der Besucher, auch unter der politischen und wirtschaftlichen Prominenz. Unter anderen besuchten der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, der Generalsekretär der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen, Zurab Pololikashvili, die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe der Stadt Berlin, Franziska Giffey, der Geschäftsführer der Messe Berlin, Mario Tobias, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, Norbert Fiebig den Kasachstan-Pavillon.
Der kasachischen Delegation gehörten auch Vertreter der heimischen Tourismusbranche an. Rund 40 Vertreter kasachischer Unternehmen aus der Tourismusbranche kamen nach Berlin.
Die ITB Berlin ist die weltgrößte B2B-Messe für Tourismusorganisationen. Die Messe findet seit 1966 statt und gilt als attraktive Plattform zur Förderung aller Arten touristischer Angebote und Dienstleistungen. An der Messe nehmen Reiseveranstalter, Fluggesellschaften, Hotels und Unternehmen teil, die Waren und Dienstleistungen für Reiselustige anbieten.
Beirat des Berliner Eurasischen Klubs tagt in Berlin
Eduard Kinsbruner
Am 29. Februar 2024 fand in Berlin die Sitzung des Beirats des Berliner Eurasischen Klubs statt. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Themen der ausstehenden Sitzungen des Berliner Eurasischen Klubs im laufenden Jahr. Traditionell wird das Jahr mit einer Sitzung in der kasachischen Hauptstadt Astana eröffnet. Am 15. Mai werden die Themen der Rohstoffkooperation und der Ernährungssicherheit im Mittelpunkt stehen.
Die Bedeutung der Environmental, Social and Corporate Governance (ESG) Kriterien für die Kooperation zwischen der Europäischen Union und Kasachstan sollen dann den Schwerpunkt der Sitzung in Brüssel stehen, die im Oktober abgehalten wird.
Die abschließende Dezember-Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs in Berlin wird dann den Fokus auf die Finanzierungsinstrumente in den deutsch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen legen.
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AustauschBilaterale BeziehungenWirtschaft
Industrielle Zusammenarbeit im Fokus
Foto: Andreas Metz, OA
Runder Tisch mit Minister für Industrie und Bauwesen Kanat Scharlapaew in Berlin
Am 15. Februar fand in Berlin ein Rund-Tisch-Gespräch von Mitgliedsunternehmen des Ost-Ausschusses mit einer kasachischen Delegation unter Leitung des Ministers für Industrie und Bauwesen Kanat Scharlapaew statt, bei dem insbesondere die Themen Grüne Energie, Landwirtschaft und Logistik im Mittelpunkt standen. Kasachstan sei für Europa in geopolitisch schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner und Deutschland wiederum für sein Land der erste Ansprechpartner in der EU, betonte Scharlapaew und regte eine engere Zusammenarbeit zur Dekarbonisierung der europäischen Wirtschaft und zur Sicherung der globalen Ernährung an. Deutsche Technologie beispielsweise zur Erzeugung von Wind- und Solarenergie und zur Steigerung der Ernteerträge in Kasachstan sei hochwillkommen.
Engere Kooperationen wünscht sich der Minister auch bei der Erschließung kasachischer Rohstoffe, wie etwa der großen Lithium-Vorräte. Sein Land sei ein verlässlicher Rohstofflieferant der EU und habe zudem weltweit die besten Bedingungen für die Erzeugung von Windenergie am Kaspischen Meer. Manfred Grundke, Sprecher des Arbeitskreises Zentralasien im Ost-Ausschuss regte an, in Kasachstan produzierten grünen Wasserstoff in Form von Ammoniak über Pipelines in die EU zu liefern, bot eine Zusammenarbeit bei der Ausbildung kasachischer Fachkräfte in Deutschland an und plädierte für den weiteren Ausbau des Mittleren Logistikkorridors aus Zentralasien über das Kaspische Meer Richtung Europa. Angesprochen wurde auch das Thema Russland-Sanktionen: „Kasachstan beteiligt sich nicht an Sanktionsumgehung“, unterstrich der Minister. Beide Seiten plädierten dafür, sich bei diesem Thema noch stärker abzustimmen, um einerseits Verstöße auszuschließen und gleichzeitig negative Auswirkungen auf den bilateralen Handel durch lange Genehmigungszeiten etwa für die Lieferung von Dual-Use-Gütern zu verringern.
Rahmenbedingungen für Investitionen in Kasachstan verbessert
Sowohl die Bundesregierung als auch die kasachische Regierung haben in den vergangenen Monaten einige wichtige Maßnahmen ergriffen, die die Bedingungen für die deutschen Investitionen in Kasachstan attraktiver machen.
Im Oktober 2023 hat die Bundesregierung stärkere Anreize für eine Diversifizierung der Außenwirtschaftsbeziehungen beschlossen und bietet vergünstigte Konditionen für die Übernahme von Investitionsgarantien in 34 ausgewählten Ländern, darunter auch Kasachstan. Unter anderem ist ein Erlass der Antragsgebühr, ein reduzierter Selbstbehalt im Schadensfall sowie ein ermäßigtes jährliches Garantieentgelt vorgesehen. Mehr Details dazu sind unter https://investitionsgarantien.de/ zu finden.
Gleichzeitig mit der Einführung der neuen günstigen Investitionsgarantien wurden die Regeln für die Gewährung von Ungebundenen Finanzkrediten im Rohstoffbereich ausgeweitet. Nun werden die UFK auch für weiterverarbeitete Rohstoffe vergeben, so soll die Sicherheit der Rohstoffversorgung in Deutschland verbessert werden.
Diese Maßnahmen ergänzen und erweitern die Rahmenbedingungen, die seit 2012 mit Regierungsabkommen über eine Partnerschaft in den Bereichen Rohstoffe, Industrie und Technologie zwischen Kasachstan und Deutschland geschaffen wurden.
Auch auf der europäischen Ebene wurden die Schritte dafür eingeleitet. Am 7. November 2022 unterzeichnete der Premierminister Kasachstans Alikhan Smailov mit der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen ein „Memorandum über die strategische Partnerschaft für nachhaltige Rohstoffe, Batterien und erneuerbaren Wasserstoff“.
Anfang Dezember 2023 hat dann Kasachstan einen weiteren Schritt bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für ausländische Investoren gemacht. Der Fokus liegt dabei auf der Steigerung der Effizienz bei der Anwerbung von Investitionen für die Wirtschaft des Landes. Dabei werden die Kompetenzen des Investitionsrates unter dem Vorsitz des Premierministers des Landes weiter ausgeweitet. Zu den Aufgaben des Investitionsrats gehören unter anderem die Ausarbeitung von Vorschlägen und Empfehlungen zu Investitionsprojekten, die auf dem Territorium der Republik Kasachstan entwickelt werden und auf die Intensivierung der Arbeit mit potentiellen Investoren abzielen, einschließlich der Berücksichtigung der Voraussetzungen sowie Prüfung von Fragen zu Investitionsprojekten, die eine Entscheidung auf der Ebene der Regierungsführung erfordern.
Der Rat kann nun Entscheidungen treffen, die für zentrale und lokale staatliche Stellen sowie für Einrichtungen des öffentlichen Sektors verbindlich sind. Gleichzeitig wird die persönliche Verantwortung des Vorsitzenden und der Mitglieder des Investitionsrates für die Verbesserung des Investitionsklimas und die rechtzeitige Realisierung von Investitionsprojekten gesetzlich verankert.
Das Arbeitsgremium des Rates ist das Außenministerium der Republik Kasachstan, das die Tagesordnung der Ratssitzungen festlegt.
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AustauschBilaterale BeziehungenWirtschaft
Erster Vize-Premierminister der Republik Kasachstan Roman Sklyar besucht Berlin
Im Rahmen seines Besuchs am 16. und 17. November 2023 in Berlin diskutierte der Erste Vizepremierminister der Republik Kasachstan, Roman Sklyar, mit deutschen Unternehmern am Runden Tisch über aktuelle Trends in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen beider Länder.
Er informierte die deutschen Unternehmer über die Pläne der kasachischen Regierung zur Steigerung der Investitionsattraktivität des Landes und die verfügbaren staatlichen Unterstützungsmaßnahmen.
Die Teilnehmer des Runden Tisches machten eine Reihe konkreter Vorschläge für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit Kasachstan in Schwerpunktbereichen wie Maschinenbau, Bergbau, Transport und Logistik, Landwirtschaft, Medizin und Finanzen. An der Veranstaltung nahmen auch Mitglieder der im Juni gegründeten Arbeitsgruppe zur Finanzierung gemeinsamer Projekte und Risikoabsicherung teil.
„Wir sind an einer Zusammenarbeit bei der Schaffung von Produktionsstätten nach dem Prinzip „Made in Kasachstan mit deutscher Qualität“ interessiert“, betonte Roman Sklyar.
Seiner Meinung nach eröffnen die aktuelle geopolitische Lage und die Verbesserung des Geschäftsklimas neue Horizonte für eine gegenseitig vorteilhafte wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland.
Der Besuch wurde auch zu einer Abstimmung mit der Bundesregierung genutzt, so fanden unter anderem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und dem Staatssekretär im Bundeskanzleramt Jörg Kukies statt.
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AustauschWissenschaft
In Astana fand das erste Forum der Rektorinnen und Rektoren kasachischer und deutscher Universitäten und Hochschulen statt
Heute fand in Astana unter Beteiligung des Präsidenten der Republik Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, und des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, das erste Forum der Rektorinnen und Rektoren kasachischer und deutscher Universitäten und Hochschulen statt.
An der Veranstaltung nahmen Rektorinnen und Rektoren sowie Entscheidungsträger führender Universitäten in Kasachstan und Deutschland teil, darunter die Kasachische Nationale Al-Farabi-Universität, Eurasische Nationale Gumiljow-Universität, Kasachische Nationale Agrarforschungsuniversität, Satbayev University, Staatliche Südkasachstanischen Aujesow-Universität, Nationale Ingenieurakademie der Republik Kasachstan u.a. sowie Leitkräfte der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Darmstadt, der Martin-Luther-Universität in Halle, der HAW Hamburg, der Hochschule Schmalkalden u.a.
Während des ersten Teils des Forums, der an der Eurasischen Nationalen Gumiljow-Universität stattfand, legten die Teilnehmer besonderes Augenmerk auf die Kooperation zwischen Kasachstan und Deutschland im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung als vielversprechend zwischen den beiden Ländern.
Kasachische und deutsche Redner präsentierten ihre Ansichten zu den Möglichkeiten einer Erweiterung und Vertiefung der Bildungs- und Wissenschaftskooperation sowie zu Lösungsansätzen für die aktuellen Herausforderungen.
Im zweiten Teil des Forums im Kongresszentrum QazExpoCongress diskutierten die Teilnehmer über die Fragen der kasachisch-deutschen Integration von Forschung und Innovation und stellten aktuelle gemeinsame Projekte der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty, der Kaspischen Yessenov-Universität für Technologie und Ingenieurwesen in Aktau und Ostkasachischen Technischen Serikbajew-Universität über die Gründung des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltiges Ingenieurwesen in Aktau und des Kasachisch-Deutschen Instituts für Wissenschaft und Technologie in Öskemen vor.
Um diese Projekte zu institutionalisieren, wurde am Rande des Forums eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, die auch Rahmenbedingungen für die weitere Zusammenarbeit zwischen kasachischen und deutschen Universitäten und Hochschulen im Bereich des akademischen und wissenschaftlichen Austauschs schaffen.
Bei der Eröffnung der Unterzeichnungszeremonie würdigte Präsident Tokajew die Initiativen der in Zentralasien beispiellosen Deutsch-Kasachischen Universität sowie deren Unterstützung bei der Gründung zweier kasachisch-deutscher Institute.
„Dies steht voll und ganz im Einklang mit den Zielen unseres Landes, in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Universitäten, Hochschulen und Forschungszentren ein akademisches und pädagogisches Zentrum in Zentralasien zu schaffen“, betonte der Staatsoberhaupt und äußerte die Hoffnung, dass dieses Projekt die Entstehung ähnlicher Bildungseinrichtungen in anderen Regionen Kasachstans in Gang setzen wird.
Der Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung, Sajasat Nurbek, rief die deutschen Rektorinnen und Rektoren sowie WissenschaftleInnen dazu auf, ihr Präsenz in unserem Land aktiv auszubauen, und sicherte ihnen die volle Unterstützung der kasachischen Regierung zu.
Minister Nurbek berichtete den Forumsteilnehmern über die laufenden Reformen in der Republik Kasachstan im Bereich Bildung und Wissenschaft.
Während seines Besuchs in Kasachstan wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Stadt Aktau an der Eröffnungsfeier des Kasachisch-Deutschen Instituts für nachhaltiges Ingenieurwesen an der Kaspischen Yessenov-Universität für Technologie und Ingenieurwesen teilnehmen, in dem die Studenten nach den besten deutschen Erfahrungen im Ingenieurwesen ausgebildet und zu qualifizierten Fachkräften entsprechend den Anforderungen der grünen Wasserstoffindustrie in der Region Mangistau ausgebildet werden.
An dem neuen technischen Institut werden die Studenten in fortschrittlicher deutscher Ingenieurpraxis zu qualifizierten Spezialisten ausgebildet, insbesondere für die grüne Wasserstoffindustrie in der Region Mangistau.
Im Studienjahr 2023-2024 ist die Aufnahme von 30 Studierenden für zwei Bildungsgänge – Energie- und Umwelttechnik sowie Logistik – geplant.