Strategische Wasserpartnerschaft: Eine neue Phase praktischer Lösungen
Am 11. November 2025 fand ein Runder Tisch zum Thema „Strategische Wasserpartnerschaft Kasachstan-Deutschland: eine neue Ebene“ statt, der gemeinsam mit der „German Water Partnership“ Association organisiert wurde.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter staatlicher Strukturen, wissenschaftlicher Institute und Wirtschaftskreisen beider Länder teil.
Der Botschafter von Kasachstan Nurlan Onzhanov betonte die langjährige und für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, grüne Technologien und Wassermanagement.
Er erklärte, die Partnerschaft beider Länder erreiche eine neue Stufe systemischer Lösungen, gemeinsamer Projekte und des Technologieaustauschs.
Der kasachische Diplomat bedankte sich bei der Bundesregierung, dem Auswärtigen Amt und der GIZ für die Initiative „Green Central Asia“ und die Unterstützung von Klimaprojekten in der Region. Die im Rahmen der Initiative verabschiedete regionale Klimaanpassungsstrategie bilde eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.
Der Geschäftsführer der German Water Partnership, Boris Greifeneder, lobte den offenen Dialog und bekundete seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen in den Bereichen Wasserressourcen, nachhaltige Entwicklung und Klimaanpassung. Die Wasserpartnerschaft setzt sich dafür ein, die Kooperation zwischen den Ländern durch die Bündelung von Fachwissen, Technologie und Innovation weiter zu stärken, um gemeinsame Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
Die im Wassersektor Kasachstans durchgeführten Reformen wurden positiv hervorgehoben, darunter das Inkrafttreten des neuen Wassergesetzes, die Wiederherstellung des Nationalen Hydrogeologischen Dienstes, die Einführung des Digitalen Wasserkatasters, die Schaffung des Nationalen Wasserressourcen-Informationssystems und Pläne zur Modernisierung von Stauseen, Abwasser- und Bewässerungssystemen.
Die Podiumsdiskussionen konzentrierten sich auf die Perspektiven der Zusammenarbeit in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und öffentliche Versorgungsbetriebe sowie auf die kasachische Initiative zur Schaffung eines kasachisch-deutschen Innovationszentrums für Wasser. Dieses soll als Plattform für den Technologieaustausch, die Implementierung digitaler Lösungen und die Entwicklung von Pilotprojekten dienen.
Nach Abschluss des Rundtischgesprächs bekräftigten die Seiten ihr Engagement für die Stärkung der strategischen Wasserpartnerschaft zwischen den Ländern. Es wurde vereinbart, einen innovativen Wasser-Hub zu schaffen und die Entwicklung gemeinsamer Initiativen und Pilotprojekte in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und Kommunalwirtschaft zu fördern.
Heute ist die Wasserpartnerschaft zwischen Kasachstan und Deutschland nicht nur ein Erfahrungsaustausch, sondern eine strategische Entscheidung, die das gemeinsame Verständnis widerspiegelt, dass Wasser ein Schlüsselfaktor für nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Sicherheit in der Zukunft ist.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Kasachstan und Deutschland verstärken ihren außenpolitischen Dialog
Berlin, 2. Dezember 2025 – Am Dienstag fanden die politischen Konsultationen zwischen den Außenministerien der Republik Kasachstan und der Bundesrepublik Deutschland statt, bei denen die wichtigsten Themen der bilateralen Zusammenarbeit behandelt und aktuelle Fragen der internationalen Politik erörtert wurden. Die kasachische Delegation wurde vom stellvertretenden Außenminister der Republik Kasachstan, Arman Issetov, geleitet. Die deutsche Seite führte der Beauftragte des Auswärtigen Amtes für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Dr. Niklas Wagner an.
Im Rahmen der Konsultationen wurde ein breites Spektrum politischer, wirtschaftlicher und kulturell-humanitärer Zusammenarbeit behandelt. Es wurden die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit im Jahr 2025 zusammengefasst, laufende Projekte und Perspektiven für den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit erörtert.
Besonderes Augenmerk wurde auf die regionale Zusammenarbeit in Zentralasien gelegt. Die Seiten stellten eine nachhaltige Dynamik bei der Entwicklung interregionaler Initiativen fest und tauschten sich über Möglichkeiten zur Vertiefung der praktischen Zusammenarbeit aus.
Im Rahmen der Strategischen Regionalpartnerschaft zwischen Zentralasien und Deutschland (Z5+1) wurden Fragen der Umweltagenda, des Umweltschutzes, der Anpassung an den Klimawandel und der Wasserwirtschaft erörtert. Beide Seiten betonten die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung der Region, unter anderem durch die Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich Ökologie und Wasserdiplomatie.
In diesem Zusammenhang fand auch ein Treffen zwischen dem stellvertretenden Außenminister der Republik Kasachstan Arman Issetov und dem politischen Direktor des Auswärtigen Amtes Dominik Mutter, statt, um die weitere Zusammenarbeit im Rahmen des Z5+1-Formats zu erörtern.
Darüber hinaus wurden bei den Konsultationen die Perspektiven für eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union besprochen, darunter Fragen des Handels und der Wirtschaft, der Infrastruktur- und Verkehrsintegration, der digitalen Technologien und der Energiepartnerschaft.
Zu aktuellen internationalen Aspekten tauschten die Teilnehmer der Konsultationen ihre Einschätzungen zur aktuellen geopolitischen Lage in der Welt aus und bekräftigten ihr Bekenntnis zur Aufrechterhaltung eines konstruktiven Dialogs, des Völkerrechts und der Grundsätze der Multilateralität.
Im Anschluss an das Treffen unterstrichen beide Seiten ihre Absicht, die regelmäßigen Konsultationen fortzusetzen und die praktische Zusammenarbeit in allen Bereichen der bilateralen und regionalen Agenda auszubauen.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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AustauschStaatsbesuchWirtschaft
Kasachstan und Deutschland: neue Schritte in der Partnerschaft
Berlin, 2. Dezember 2025 – Der stellvertretende Außenminister Kasachstans, Arman Issetov, hat im Rahmen seines Arbeitsbesuchs in Deutschland eine Reihe von Treffen abgehalten, die der Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland dienten.
Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages Christian Görke wurden Fragen der Stärkung der interparlamentarischen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland erörtert und die Bedeutung der Entwicklung der Kommunikation sowohl auf der Ebene der Kontakte zwischen Abgeordneten als auch durch die Zusammenarbeit der zuständigen parlamentarischen Ausschüsse hervorgehoben.
Arman Issetov betonte, dass die Ausweitung des interparlamentarischen Dialogs zu einem tieferen gegenseitigen Verständnis beitragen und die Entwicklung zusätzlicher Mechanismen für die praktische Zusammenarbeit ermöglichen werde. In diesem Zusammenhang erklärte er sich bereit, Herrn Görke und die Mitglieder der Parlamentariergruppe zu einem für die deutsche Seite günstigen Zeitpunkt in Kasachstan zu empfangen.
Der Bundestagsabgeordnete hob seinerseits den konstruktiven Charakter der Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor, bewertete die stetige Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen positiv und bekundete sein Interesse an einer Vertiefung des interparlamentarischen Dialogs sowie der praktischen Zusammenarbeit in Bereichen von gegenseitigem Interesse.
Beim Treffen mit dem Co-Vorsitzenden des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrats, dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Michael Harms wurden Fragen der Ausweitung der handelspolitischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Zusammenarbeit der Wirtschaftskreise und des Potenzials neuer Projekte in vorrangigen Wirtschaftssektoren erörtert sowie die Aussichten für die Gewinnung deutscher Investitionen in Schlüsselbranchen der kasachischen Wirtschaft geprüft.
Arman Issetov betonte, dass Kasachstan konsequent die Voraussetzungen für den Aufbau einer langfristigen Partnerschaft mit der deutschen Wirtschaft schaffe, darunter die Verbesserung des Investitionsklimas, die Unterstützung von Industrieinitiativen und die Entwicklung von Infrastrukturprojekten. Er wies darauf hin, dass das Land an einer Ausweitung der Präsenz deutscher Unternehmen in Kasachstan interessiert sei.
Michael Harms bekräftigte seinerseits die Bereitschaft des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, die Vertiefung der Zusammenarbeit zu fördern, und verwies auf das große Interesse deutscher Unternehmen an einer Tätigkeit auf dem kasachischen Markt. Er betonte, dass Kasachstan ein wichtiger Wirtschaftspartner Deutschlands in Zentralasien bleibe und erhebliche Möglichkeiten für die Umsetzung von Projekten zum gegenseitigen Nutzen biete.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
Kasachisch-deutsche Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel
Die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel fand in der Hauptstadt Kasachstans statt
Astana, 24. September 2025 – In Astana fand die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel statt. Das Treffen bestätigte das hohe Maß an Vertrauen zwischen den beiden Ländern und ihr Engagement für die Erzielung praktischer Ergebnisse.
Zur deutschen Delegation in Kasachstan gehörten rund 40 Vertreter staatlicher Stellen, Industrieverbände sowie die Leitung der Deutschen Industrie- und Handelskammer, des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und einer Reihe großer Unternehmen. Die Sitzung wurde von beiden Co-Vorsitzenden – Yersaiyn Nagaspayev Minister für Industrie und Bauwesen Kasachstans und Ralf Böhme Leiter der Abteilung für Außenwirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geleitet. Die Seiten präsentierten einen umfassenden Überblick über die aktuelle Agenda und künftige Projekte.
Die Arbeitsgruppe dient als zentrale Plattform für inhaltliche Diskussionen, die von der Stärkung strategischer Partnerschaften und der Ausweitung des Handels bis hin zur Zusammenarbeit in der Produktion, der Stärkung der Lieferketten und dem Technologieaustausch reichen. Die Teilnehmer identifizierten Bereiche, die schnelle Multiplikatoreffekte für beide Volkswirtschaften erzielen könnten.
Im Rahmen der Sitzung wurden folgende Dokumente unterzeichnet:
Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der „QazIndustry“ AG
Gemeinsame Absichtserklärung zum Handelsförderungsprogramm „Partnering in Business with Germany“ für kleine und mittlere Unternehmen und zum Instrument „Wirtschaftsbeziehungen“ zwischen dem Ministerium für nationale Wirtschaft der Republik Kasachstan und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland
Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Finanzierung durch die Exportkreditagentur (ECA) zwischen der Entwicklungsbank von Kasachstan und der AKA Bank. Die Seiten haben ihr gegenseitiges Interesse an der Ausweitung der Handels-, Wirtschafts-, Kultur- und humanitären Beziehungen, der Gründung neuer gemeinsamer Produktionsbetriebe, der Stärkung der Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffsicherheit sowie am Technologietransfer und der Digitalisierung als Grundlage für die Modernisierung der Branchen bekräftigt.
Der nächste Schritt wird die Ausarbeitung der Projektfahrpläne und Umsetzungsmechanismen sein.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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AustauschTourismus
Kasachstan und Deutschland stärken die Zusammenarbeit im Tourismussektor
Berlin, 18. September 2025 – In Berlin fand ein Runder Tisch zum Thema „Möglichkeiten für die touristische Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland“ statt.
An der Veranstaltung nahmen der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV) Norbert Fiebig, Vertreter des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, des Bundesverbands unabhängiger Reiseunternehmen, führender deutscher Reiseveranstalter, der Fluggesellschaften Air Astana und SCAT Airlines sowie des kasachischen Ministeriums für Tourismus und Sport, regionaler Akimats und der nationalen Gesellschaft „Kazakhtourism“ teil.
Die Teilnehmer erörterten ein breites Spektrum an Fragen der bilateralen Zusammenarbeit im Tourismussektor. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung des Incoming-Tourismus aus Deutschland, die Förderung der Tourismusmarke Kasachstans auf dem europäischen Markt sowie die Möglichkeiten zur Umsetzung gemeinsamer Projekte im Bereich Kultur-, Geschäfts- und Ökotourismus. Die Seiten hoben das große Potenzial für eine weitere Ausweitung der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit hervor.
In seiner Begrüßungsrede betonte der Botschafter Kasachstans in Deutschland Nurlan Onzhanov, dass die Vertiefung der Partnerschaft im Tourismussektor eine wichtige Richtung in den kasachisch-deutschen Beziehungen darstellt. Nach seinen Worten trägt Tourismus nicht nur zum wirtschaftlichen Wachstum bei, sondern spielt auch eine bedeutende Rolle, indem er Brücken des Vertrauens, der Freundschaft und des kulturellen Austauschs zwischen den Völkern schafft. „Wir sehen in Deutschland einen strategischen Partner, mit dem Kasachstan bereit ist, neue Horizonte der Zusammenarbeit zu eröffnen und einzigartige Angebote für Touristen zu entwickeln“, so der Botschafter.
DRV-Präsident Norbert Fiebig berichtete über eine Informationsreise einer deutschen Delegation nach Kasachstan, bei der die Gäste Astana, Almaty und Baikonur besuchten. In Astana machte sich die Delegation mit der dynamischen Entwicklung der Hauptstadt und ihrer Infrastruktur vertraut, in Almaty – mit dem reichen kulturellen Erbe und den modernen touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Einen besonderen Eindruck hinterließ bei der deutschen Seite der Besuch des Kosmodroms Baikonur, einschließlich des Museums zur Geschichte des Kosmodroms. Im Rahmen des Besuchs fanden außerdem Treffen mit dem stellvertretenden Premierminister der Republik Kasachstan – E.Kosherbayev, dem Minister für Tourismus und Sport – E.Myrzabossynov, sowie Vertretern der kasachischen Tourismusbranche statt. Dabei wurde eine Vereinbarung über die Durchführung eines speziellen Forums zur Förderung Kasachstans bei deutschen Touristen im Herbst 2026 erzielt.
Fiebig lobte die Organisation des Besuchs und dankte der kasachischen Seite für den offenen Dialog. Er hob hervor, dass Kasachstan über ein enormes Potenzial als Ziel für Kultur- und Aktivtourismus verfügt und dass der Erfolg bereits bestehender Projekte eine solide Grundlage für die weitere Ausweitung der Zusammenarbeit schafft. Der DRV-Präsident bestätigte seine Bereitschaft, auch weiterhin Initiativen zu unterstützen, die auf die Gewinnung deutscher Touristen für Kasachstan abzielen.
Zum Abschluss der Veranstaltung fand ein lebhafter Meinungs- und Informationsaustausch zwischen den Vertretern beider Seiten statt. Die Teilnehmer diskutierten praktische Schritte zur Stärkung der Geschäftsbeziehungen sowie neue Formen der Vermarktung Kasachstans auf dem deutschen Markt.
Die Teilnehmer betonten die Bedeutung solcher Treffen für die Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses und die koordinierte Kooperation im Bereich Tourismus. Zudem zeigten sie sich zuversichtlich, dass gemeinsame Initiativen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland leisten und den Tourismus zu einer weiteren starken Brücke der Freundschaft und Partnerschaft machen werden.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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Austausch
Brandenburg spielt eine bedeutende Rolle bei der Innovationsförderung im Agrarsektor der Republik Kasachstan
Berlin, 27. August 2025 – In der Botschaft Kasachstans in Deutschland fand das Treffen zwischen dem Botschafter der Republik Kasachstan in der Bundesrepublik Deutschland, Nurlan Onzhanov, und der Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Hanka Mittelstädt, statt.
Die Parteien erörterten eine Reihe von Fragen der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft, Energie und Bildung und stellten fest, dass ein hohes Potenzial für die Ausweitung der für beide Seiten vorteilhaften Interaktion besteht.
Botschafter Nurlan Onzhanov betonte, dass die Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Bundesland Brandenburg ein wichtiger Bereich in der Entwicklung der kasachisch-deutschen Beziehungen sei, der neue Horizonte in den Bereichen Landwirtschaft, nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung sowie Wissenschaft und Bildung eröffne. „Der Austausch zwischen Kasachstan und Deutschland im Bereich der Landwirtschaft hat eine lange und fruchtbare Tradition, die bis ins letzte Jahrhundert zurückreicht. Um diese Tradition fortzusetzen, wird mit Unterstützung des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) des Landes Brandenburg dem Landwirtschaftsministerium Kasachstans und dem deutschen Verein „Apollo e.V.“ ein Projekt zur praktischen Ausbildung von Studierenden der Kasachischen Nationalen Agrarforschungsuniversität (Almaty) und der Westkasachischen Agrar- und Technischen Universität namens Zhangir Khan (Uralsk) in führenden landwirtschaftlichen Betrieben der Region“, so der kasachische Diplomat.
Ministerin Hanka Mittelstadt würdigte den Beitrag des Programms zur Entwicklung der Humanressourcen und betonte dessen praktischen Wert. Sie hob die erfolgreiche Zusammenarbeit hervor und bekundete ihre Bereitschaft, Initiativen zum Austausch von Wissen und bewährten Verfahren auch weiterhin zu unterstützen. Der Prozess des gegenseitigen Lernens stärkt nicht nur die freundschaftlichen Beziehungen unserer Länder, sondern auch die gemeinsame Arbeit an der Zukunft der Landwirtschaft in Europa, Kasachstan und weltweit. Im Kontext der wachsenden Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Kasachstan hat dieses Bildungsprojekt auch einen hohen politischen Wert. Kasachische Studierende, die ein Praktikum in landwirtschaftlichen Betrieben in Brandenburg absolvierten, berichteten von ihren erfolgreichen Erfahrungen und bedankten sich bei der kasachischen und deutschen Seite für die Möglichkeit, moderne landwirtschaftliche Technologien und Managementansätze kennenzulernen.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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Austausch
Kasachstan feiert die Wurzeln seiner Unabhängigkeit
35 Jahre Staatssouveränität: Kasachstan feiert die Wurzeln seiner Unabhängigkeit
Astana/Berlin, 24. Oktober 2025 – Kasachstan begeht am 25. Oktober seinen Nationalfeiertag, den Tag der Republik, und feiert zugleich das 35-jährige Jubiläum der Erklärung über die Staatssouveränität. Dieses historische Dokument, verabschiedet am 25. Oktober 1990, markierte den Beginn der modernen kasachischen Staatlichkeit und legte den Grundstein für die spätere Unabhängigkeit im Jahr 1991.
In einer Zeit tiefgreifender Umbrüche innerhalb der Sowjetunion bekräftigte die damalige Kasachische SSR mit der Erklärung erstmals das Recht des kasachischen Volkes auf politische Selbstbestimmung, auf eine eigene Gesetzgebung sowie auf wirtschaftliche und kulturelle Unabhängigkeit. Sie erklärte das Territorium Kasachstans für unteilbar, setzte nationale Gesetze über unionsrechtliche Bestimmungen und erkannte das Volk als alleinige Quelle staatlicher Macht an. Erstmals wurde auch das Eigentum an natürlichen Ressourcen – Boden, Wasser, Luft, Flora und Fauna – als nationales Gut definiert.
Die Erklärung schuf damit die rechtliche und politische Grundlage für die spätere Unabhängigkeit Kasachstans, die am 16. Dezember 1991 offiziell ausgerufen wurde. Das Land wurde zu einem souveränen Staat mit eigenem Regierungssystem, Wirtschaft, Streitkräften und Staatsbürgerschaft – und etablierte sich rasch als aktives Mitglied der internationalen Gemeinschaft.
Der Tag der Republik wurde 1995 durch ein Dekret des ersten Präsidenten Nursultan Nasarbajew als Nationalfeiertag eingeführt. Nach einer Reform im Jahr 2009 verlor er vorübergehend seinen Status, wurde jedoch 2022 durch Präsident Kassym-Schomart Tokajew wieder als offizieller Feiertag eingesetzt. Tokajew betonte die Bedeutung dieses Datums als Symbol für den Beginn der kasachischen Staatlichkeit und als Ausdruck nationaler Einheit und Patriotismus. „Die Erklärung über die Staatssouveränität ebnete den Weg zu unserer heiligen Unabhängigkeit. Dieses Dokument hat historische Bedeutung und stärkt den Geist des Patriotismus und der nationalen Einheit“, erklärte Präsident Tokajew anlässlich des Feiertags. Heute steht der Republiktag für das Selbstverständnis eines modernen, souveränen und reformorientierten Kasachstans. Drei Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit bleibt die Erklärung von 1990 ein Bezugspunkt für die zentralen Werte des Landes: Unabhängigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Stabilität und Zusammenhalt.
Die Feierlichkeiten finden landesweit und im Ausland statt – mit offiziellen Zeremonien, Konzerten, kulturellen Veranstaltungen, wissenschaftlichen Konferenzen sowie Empfängen an kasachischen Botschaften, darunter auch in Berlin. Sie würdigen die historische Entwicklung des Landes ebenso wie seine wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolge als souveräne Nation.
Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland
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AustauschBilaterale Beziehungen
Der kasachische Staatspräsident traf sich mit der Präsidentin des deutschen Bundesrates
Der kasachische Staatspräsident Kassym-Schomart Tokajew traf sich mit der Präsidentin des deutschen Bundesrates Anke Rehlinger
Astana, 28. Mai 2025 – In der präsidentiellen Residenz Akorda fand ein Treffen zwischen dem Staatspräsidenten Kassym-Schomart Tokajew und der Präsidentin des deutschen Bundesrates, der Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger statt.
Das Staatsoberhaupt betonte, dass Deutschland einer der wichtigsten strategischen Partner Kasachstans in der Europäischen Union und einer der führenden Investoren in unserer Wirtschaft sei.
„Deutschland ist ein sehr wichtiges Land für uns, unser Hauptpartner in Europa. Wir legen großen Wert auf die Entwicklung der Zusammenarbeit mit Ihrem Land. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen meine positiven Eindrücke von meinem jüngsten Besuch in Deutschland zu schildern. Ich habe mit dem Bundespräsidenten Steinmeier gesprochen, den ich seit langem kenne. Was die parlamentarischen Beziehungen betrifft, unterstütze ich diese Art der Zusammenarbeit voll und ganz“, betonte Kasachstans Präsident.
Er informierte die hohe Besucherin über die wichtigsten Prioritäten der Wirtschaftspolitik des Landes.
„Wir glauben, dass wir uns jetzt auf den Aufbau und die Entwicklung großer Infrastrukturprojekte, die Digitalisierung und künstliche Intelligenz konzentrieren sollen. Darüber hinaus sollen wir uns mit der Transportlogistik und, natürlich der Landwirtschaft befassen“, sagte Kassym-Schomart Tokajew.
Ihm zufolge hat Kasachstan in den letzten Jahren umfassende politische Reformen durchgeführt.
„Änderungen, die an der Gesetzgebung, vor allem an der Verfassung, vorgenommen wurden, zeigen, dass Kasachstan sich grundlegend verändert. Selbstverständlich werden die Reformen fortgesetzt. Einige Neuerungen werden voraussichtlich das Strafverfolgungs- und Justizsystem betreffen. Das ist äußerst wichtig. Aber im Ganzen wird der Charakter des Staates, insbesondere sein Präsidialsystem, bestehen bleiben, da dies voll und ganz unserem Verständnis davon entspricht, wie unser Staat unter den Bedingungen einer sich verändernden Welt aussehen sollte“, hob das Staatsoberhaupt hervor.
Anke Rehlinger dankte ihrerseits Kassym-Schomart Tokajew für das Treffen und bekundete ihre Bereitschaft, gemeinsame Ziele im Interesse beider Länder zu fördern.
„Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für den Gedanken- und Ideenaustausch nehmen. Ich werde Ihre Grüße an den Bundespräsidenten Steinmeier übermitteln. Er ist ein großer Freund Kasachstans und Zentralasiens. Kasachstan ist als Mittelmacht unser Schlüsselpartner in der Region und ein sehr guter Partner“, merkte die Präsidentin des deutschen Bundesrates an.
Während des Gesprächs wurden konkrete Aspekte der Stärkung der Handels-, Wirtschafts-, Investitions- und kulturell-humanitären Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland erörtert.
Ost-Ausschuss-Delegation in der kasachischen Hauptstadt Astana / Finanzierung, duale Berufsausbildung und Wassermanagement im Fokus
Vom 19. bis 22. Mai 2025 reisten rund 40 deutsche Unternehmerinnen und Unternehmer mit dem Ost-Ausschuss in die kasachische Hauptstadt Astana. Neben zahlreichen bilateralen Gesprächen nahm die Delegation an zwei zentralen wirtschaftspolitischen Foren teil. Deutschland ist Kasachstans wichtigster Handelspartner in der EU. Deutsche Firmen wie Linde, Heidelberg Materials, Claas, Horsch, Wika und Zollmann engagieren sich erfolgreich in Projekten wie Solaranlagen, Zementwerken und Maschinenbauanlagen.
16. Sitzung des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrates
Ein Höhepunkt der Reise war die 16. Sitzung des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrates. Hier kam die Delegation mit relevanten Ministerien, dem kasachischen Staatsfonds „Baiterek“ sowie führenden kasachischen Unternehmen zusammen. Roman Sklyar, Erster Vizepremier Kasachstans, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des Wirtschaftsrats als Plattform für praxisnahe Lösungen. „Solche Treffen ermöglichen es, Positionen abzugleichen, drängende Fragen zu benennen und gemeinsame Pläne zu entwickeln. Es ist erfreulich, dass die Teilnehmerzahl wächst und die Agenda zunehmend anwendungsorientiert ist“, sagte Sklyar.
Rustam Karagoyshin, Vorstandsvorsitzender von „Baiterek“, hob Deutschlands Rolle als strategischer Partner hervor. 2024 belegte Kasachstan Platz 43 unter den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands – mit einem Anteil von 83 Prozent am gesamten deutschen Handel mit Zentralasien. Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, unterstrich anschließend die Ergebnisse des Treffens: „Sechs neue deutsch-kasachische Projekte in der verarbeitenden Industrie wurden heute vorgestellt – ein starkes Zeichen für den Erfolg dieser Plattform.“ Bei den Vorhaben geht es unter anderem um die energieeffizente Modernisierung von Wohngebäuden, die Verwertung von Altglas, Kunststoffabfällen und Lithium-Ionen-Batterien, die Herstellung von Waschrobotern sowie den Aufbau eines Montagewerkes für Getriebemotoren.
43. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs
Ein weiteres zentrales Forum war die Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs (BEK), organisiert von der kasachischen Botschaft und dem Ost-Ausschuss. Der BEK fördert seit 2012 den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus Deutschland, Kasachstan und der EU. Die Sitzungen finden dreimal jährlich in Astana (Mai), Brüssel (Oktober) und Berlin (Dezember) statt. Im Fokus der 43. Sitzung standen die Zusammenarbeit im Bereich duale Berufsausbildung sowie innovative Lösungen im Wassersektor.
In der ersten Podiumsdiskussion ging es um das „Jahr der Berufsbildung“ in Kasachstan. Der kasachische Vizebildungsminister Edil Ospan berichtete, dass das duale Ausbildungssystem bereits in 552 Colleges mit über 18.000 Unternehmen und mehr als 108.000 Auszubildenden verankert sei. Alexander Hochradel vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend betonte die Bereitschaft Deutschlands, das System gemeinsam weiterzuentwickeln und die Kooperation zwischen Betrieben und Bildungseinrichtungen zu stärken.
Die zweite Diskussionsrunde widmete sich dem effizienten Umgang mit Wasser – ein zentrales Thema angesichts der Auswirkungen des Klimawandels. Deutsche Unternehmen bringen hier modernste Technologien und langjährige Erfahrung ein. Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit dem Verband German Water Partnership, in dem über 300 deutsche Unternehmen aus der Wasserwirtschaft organisiert sind.
Vladimir Nikitenko, Regionaldirektor für Zentralasien im Ost-Ausschuss