KooperationWirtschaft

Digitale Plattform „Exporter Showcase“ zur Förderung kasachischer Produkte

In Kasachstan wurde die internationale digitale Plattform „Exporter Showcase“ zur Förderung kasachischer Produkte auf den Weltmärkten gestartet

Die Aktiengesellschaft „Exportkreditagentur Kasachstans“ hat die Plattform „Exporter Showcase“ gestartet. Die neue Ressource wurde als spezialisiertes Instrument zur Förderung kasachischer Waren auf den globalen Märkten entwickelt und richtet sich an ausländische Einkäufer. Die Plattform stellt einen erweiterten Katalog von Produkten „Made in Kazakhstan“ dar, wobei der Schwerpunkt auf konkreten Waren, ihren Eigenschaften und Verbrauchervorteilen liegt.

Nach Angaben der Vertreter der Exportkreditagentur besteht das zentrale Merkmal des „Exporter Showcase“ in seiner klaren Exportorientierung. Das gesamte Sortiment der Plattform ist in fünf Hauptbranchen gegliedert: Leichtindustrie, Lebensmittel- und Chemieindustrie, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Metallurgie, Maschinenbau sowie Bauindustrie.

Das Suchsystem ermöglicht es potenziellen Käufern, Produkte anhand von Schlüsselbegriffen zu finden. Bei der Eingabe eines bestimmten Suchbegriffs zeigt das System alle verfügbaren Angebote in der jeweiligen Kategorie von verschiedenen kasachischen Herstellern an. Jede Produktkarte enthält eine detaillierte Beschreibung und grundlegende technische Spezifikationen; zudem kann der Nutzer direkt aus der Produktkarte zum Profil des jeweiligen Herstellers wechseln.

„Auf diesem Portal sind ausschließlich verifizierte Hersteller vertreten, die von unserer Agentur geprüft wurden. Der Status ‚von der EKA geprüft‘ dient als Vertrauensgarantie, minimiert Risiken und stärkt das Vertrauen bei der Zusammenarbeit zwischen kasachischen Exporteuren und ausländischen Käufern“, betonte Madina Erzhanova, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Exportkreditagentur Kasachstans.

Das Projekt „Exporter Showcase“ soll zu einer digitalen Brücke zwischen der kasachischen Wirtschaft und internationalen Märkten werden, den Prozess der Lieferantensuche vereinfachen und die Sichtbarkeit kasachischer Marken im Ausland erhöhen. Die Initiative wird im Rahmen der Strategie des Baiterek‑Holdings zur Förderung des nicht‑rohstoffbasierten Exports und zur Digitalisierung der außenwirtschaftlichen Aktivitäten umgesetzt.

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Wichtigster Partner in Zentralasien

Logistik, Rohstoffe und Finanzierung im Fokus/ Über 200 Teilnehmende aus Deutschland und Kasachstan

Am 24. Februar versammelten sich zum Kazakhstan Investment Day 2026 über 200 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter in den Räumlichkeiten der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main. In Anknüpfung an die bereits etablierten Treffen im Rahmen der deutsch-kasachischen Arbeitsgruppe für Finanzierung und Risikoabsicherung sowie der traditionellen deutsch-kasachischen Wirtschaftsforen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Diskussionen mit hochrangigen Gästen aus den Bereichen Finanzierung und Logistik im Hinblick auf die Investitions- und Wirtschaftskooperation zwischen Kasachstan und Deutschland zu verfolgen.

Kasachstans als strategischer Partner
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW, und Nurlan Onzhanov, dem kasachischen Botschafter in Deutschland. Thomas Steffen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), hob in seiner Keynote hervor, dass Kasachstan Deutschlands wichtigster Partner in Zentralasien sei und man diese besondere Wirtschaftsbeziehung weiter ausbauen wolle, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Situation. Deutschland brauche verlässliche Partner, und Kasachstan sei ein solcher Partner, etwa in den Bereichen Logistik (Mittlerer Korridor) und Rohstoffpartnerschaften. Dafür müssten manche Prozesse beschleunigt werden, etwa in Hinblick auf Visa-Angelegenheiten und BAFA-Genehmigungen. Das BMWE sei daran interessiert, an diesen Problemen zu arbeiten, auch wenn dies wegen der Sanktionen nicht einfach sei.

Unter der Leitung von Yersaiyn Nagaspayev, dem kasachischen Minister für Industrie und Bauwesen, war eine Delegation aus Kasachstan zum Investment Day angereist, darunter Vertreter von Ministerien und regionalen Stakeholdern. Der Minister betonte die Attraktivität Kasachstans für Investitionen und die kontinuierlichen Bemühungen, die Bedingungen für Investoren zu verbessern. Kasachstan hat dazu sein Netzwerk auf 17 Sonderwirtschaftszonen erweitert, um Industrialisierung und Investitionen zu fördern. In diesen Zonen werden Steuerbefreiungen, Zollvergünstigungen und Unterstützung bei der Infrastruktur angeboten, um ausländische Investitionen in Schlüsselbranchen anzuziehen.

Logistik als Schlüssel zur Rohstoff- und Versorgungssicherheit
In der Podiumsdiskussion zur Logistik, die von Michael Harms, dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, moderiert wurde, wurden neue Impulse für den Mittleren Korridor als Schlüsselroute zur Sicherung von Lieferketten und dem Zugang zu Rohstoffen gesetzt. Auf dem Podium diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Banken, darunter Gastgeber KfW und die Entwicklungsbank Kasachstans, die Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So hat die Entwicklungsbank von Kasachstan ein Programm in Höhe von einer Milliarde US-Dollar zur Finanzierung der Gewinnung und Verarbeitung seltener und kritischer Rohstoffe aufgelegt. Es zielt auf Lanthanide, Lithium, Kobalt und andere Rohstoffe, um mittlere und große Investitionsprojekte zu unterstützen. Den Rohstoffsektor vertraten Thyssen Schachtbau, Schachtbau Nordhausen, Solidcore Resources und Qazaq Kalium Ltd. Deutschland zielt darauf ab, langfristige und zuverlässige Lieferbeziehungen aufzubauen. Diese werden durch die wachsende Bedeutung des Mittleren Korridors und der EU-Initiative Global Gateway logistisch unterstützt.

Finanzierung entscheidend
Im zweiten Teil des Investment Day wurden Export- und Investitionsgarantien sowie -instrumente diskutiert. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzenden Timur Onzhanov von der National Investment Holding Baiterek JSC erläuterte die kürzlich erfolgte Umstrukturierung von Baiterek, die dazu diene, entsprechende sektorspezifische Teams aufzubauen, die Projekte fachlich betreuen und ausländische Partner unterstützen könnten. Herwig Maaßen von PricewaterhouseCoopers berichtete über Finanzierungsrisiken. Laut einer Umfrage unter Kreditexportinstitutionen sei die geopolitische Situation eine der drei größten Sorgen, während die Auswirkungen der KI und der Fachkräftemangel in den Hintergrund träten.

Den Abschluss des „Kazakhstan Investment Day 2026” bildete die Unterzeichnung einer Finanzierungspartnerschaft zwischen der KfW IPEX-Bank und dem Bergbauunternehmen Solidcore Resources. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig Kasachstan für Deutschland als verlässlicher Partner in den Bereichen Investitionen, Logistik und Rohstoffe ist. Darüber hinaus wurde die wachsende Bedeutung von Finanzkooperationen unterstrichen, die durch neue Programme, institutionelle Reformen und konkrete Partnerschaften gefördert werden.

Evgenya Temnaya
Regionaldirektion Zentralasien

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Wirtschaftsgespräch im Z5+1-Format

Ost-Ausschuss organisiert Wirtschaftsgespräch im Z5+1-Format / Fünf Staaten Zentralasiens für wirtschaftliche Diversifizierung von strategischer Bedeutung

Im Rahmen des Gipfel-Treffens der Außenminister aus Zentralasien mit Bundesaußenminister Johann Wadephul im Z5+1-Format organisierte der Ost-Ausschuss am 11. Februar ein hochrangiges Wirtschaftsgespräch. Niko Warbanoff, Präsidiumsmitglied und Sprecher des Arbeitskreises Zentralasien im Ost-Ausschuss, forderte dabei Wirtschaft und Politik dazu auf, die sich bietenden Chancen zu nutzen: „Deutschland und Europa müssen jetzt schnell handeln. Auch in Zentralasien entscheidet sich, wer geopolitisch künftig mitgestaltet.“

Das Format Z5+1 ist noch recht jung: Das erste deutsch-zentralasiatische Gipfeltreffen fand im September 2023 statt, als der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz alle fünf Staatschefs der Region erstmals in Berlin begrüßen konnte. Bereits damals übernahm der Ost-Ausschuss die Federführung für einen hochrangigen Wirtschaftsgipfel. Es folgte ein zweiter Gipfel 2024 in Kasachstan und Usbekistan mit hochrangigen Delegationen. Dass es unter der nachfolgenden Bundesregierung nun erstmals in Berlin zu einem gemeinsamen Treffen der Außenminister kam, lässt auf eine weitere Intensivierung der Beziehungen hoffen.

Die fünf zentralasiatischen Länder Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan rücken wegen ihrer strategischen Lage und ihres Ressourcenreichtums ins Zentrum internationaler Aufmerksamkeit. Gerade mit Blick auf das wachsende Engagement der Großmächte China, USA und Russland aber auch der Türkei und der Golfstaaten in der Region ist für die deutsche Wirtschaft und den Ost-Ausschuss die strategische Weiterentwicklung und politische Flankierung der Beziehungen durch die Bundesregierung und die Europäische Kommission von höchster Bedeutung.

Dies war auch die Kernbotschaft der 90-minütigen Abstimmungsrunde im ehrwürdigen Weltsaal des Auswärtigen Amts mit Bundesaußenminister Johann Wadephul, den vier Außenministern aus Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan sowie dem stellvertretenden turkmenischen Außenminister. In Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt konnte der Ost-Ausschusses rund 20 in der Region stark engagierte Unternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter von DIHK und BDI für die vertrauliche Runde nominieren.

Dynamischer Wirtschaftsraum mit junger Bevölkerung
„Zentralasien ist ein dynamischer Wirtschaftsraum mit hohen Wachstumsraten, einer jungen, qualifizierten Bevölkerung und enormem Potenzial für Partnerschaften in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Infrastruktur. Damit können wir unsere wirtschaftliche Resilienz stärken und neue Lieferketten etablieren“, unterstrich Niko Warbanoff, der als Moderator durch das Treffen im Weltsaal führte.

In den Mittelpunkt des Austausches rückten die Themen Rohstoffförderung, Agrarwirtschaft, Energienetze, Wasser- und Klimaschutz sowie der Ausbau der Logistikketten. In der Region besonders engagierte deutsche Unternehmen wie Siemens Energy, Schachtbau Nordhausen, John Deere, Claas und Rhenus hatten dabei stellvertretend die Möglichkeit, ihr Engagement vorzustellen und neue Projekte aber auch noch bestehende Defizite anzusprechen.

Die Außenminister beschrieben ihrerseits die wirtschaftlichen Potenziale ihrer Länder etwa zur Erschließung, Förderung und Verarbeitung begehrter Rohstoffe wie Seltene Erden, Kupfer, Gold, Silber oder Antimon und zur Erzeugung von grünem Wasserstoff für die Energiewende. Vor allem aber betonten sie den Wert verlässlicher Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit für internationale Investoren und strichen jüngste Erfolge in ihren jeweiligen Ländern heraus.

Lange Jahre hatten die fünf Länder eher miteinander rivalisiert als kooperiert. Dies hat sich insbesondere auf Initiative der wirtschaftlich stärksten Länder Kasachstan und Usbekistan inzwischen grundsätzlich geändert. Die fünf Regierungen stimmen sich vor allem in der Wirtschaftspolitik zunehmend ab, verbessern ihre grenzüberschreitende Infrastruktur und steigern damit ihre Attraktivität für internationale Investoren sowie gleichzeitig ihr internationales Gewicht.

Gemeinsam bilden die fünf Länder einen Markt mit 80 Millionen Menschen und erzielten 2025 im Schnitt ein Wachstum von sechs Prozent. Die Bevölkerung ist jung und wächst weiter. Dies bedeutet wiederum einen steigenden Bedarf an Maschinen, Anlagen und Konsumgütern, was Unternehmen einen attraktiven Markt eröffnet. Besonders gut sind in der Region die Voraussetzungen für die Rohstoffförderung und die Erzeugung grüner Energie durch Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. Die Agrarwirtschaft insbesondere in Kasachstan erzielt große Exportüberschüsse, die zur Sicherung der Welternährung gebraucht werden. Durch den Klimawandel mit größeren Dürren wird aber dringend Technik zur Verbesserung der Ernten benötigt. Und spätestens mit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und den für den Transit durch Russland geltenden Sanktionen ist die Bedeutung der zentralasiatischen Transportrouten stark gestiegen, was große Projekte zum Ausbau der Verkehrswege und Häfen am Kaspischen Meer nach sich zieht.

„Mehr Tempo nötig“
Die EU will dem größeren Gewicht der Region im Rahmen ihrer Initiative Global Gateway Rechnung tragen und hat inzwischen Zusagen von über zehn Milliarden Euro für Verkehrs- und Konnektivitätsprojekte gemacht. Dies könnte die Grundlage für einen weiteren Wirtschaftsboom schaffen. „Wir brauchen aber jetzt mehr Tempo bei der logistischen Anbindung der Region“, betonte Warbanoff. „Deutsche Akteure können hier mit ihrer technischen Expertise, ihrem Projektmanagement und ihrer regulatorischen Erfahrung punkten.“ Mit immerhin 35.000 Arbeitsplätzen, die in Zentralasien geschaffen wurden, sind deutsche Unternehmen bereits erkennbar präsent.

Um diese Beziehungen noch zu erleichtern, setzt sich der Ost-Ausschuss für erleichterte Visaverfahren für Geschäftsleuten aus der Region und die Ausstellung mehrjähriger Businessvisa ein. Warbanoff begrüßte zudem ausdrücklich die durch die Bundesregierung ausgehandelten Migrationsabkommen und Fachkräfteinitiativen mit der Region. „Wir hoffen, dass diese in absehbarer Zeit mit konkreten Projekten unterlegt werden.“

Am Ende dankte Außenminister Wadephul als Gastgeber allen Beteiligten und räumte gleichzeitig ein, dass ein Austausch von 90 Minuten nicht ausreiche, um intensiver ins Gespräch zu kommen. Er habe allerdings vor, in nächster Zeit in die Region zu reisen und werde dabei die Wirtschaft gerne berücksichtigen.

Andreas Metz
Leiter Public Affairs
im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

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Wirtschaft

Taza Kasachstan

Auf Initiative des Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew wird in Kasachstan die groß angelegte landesweite Umweltkampagne „Taza Kasachstan“ durchgeführt.
Ziel dieser Initiative ist es nicht nur, die ökologische Situation im Land zu verbessern, sondern auch ein umweltbewusstes Denken der Bürger zu fördern, geistige Reinheit und patriotische Werte zu stärken, eine Kultur des sorgfältigen Umgangs mit der Natur zu entwickeln sowie die aktive Beteiligung der Bevölkerung an Fragen des Umweltschutzes zu erhöhen.

Das Konzept zur Entwicklung der Umweltkultur „Taza Kasachstan“ wurde für den Zeitraum 2024–2029 ausgearbeitet. Dieses Dokument definiert die strategische Ausrichtung der staatlichen Politik im Bereich der Förderung ökologischer Werte in der Gesellschaft.

Die wichtigsten Schwerpunkte des Konzepts „Taza Kasachstan“ sind:

  • Förderung ökologischen Denkens und verantwortungsvollen Verhaltens der Bevölkerung;
  • Schaffung eines Anreizsystems für einen umweltbewussten Lebensstil;
  • ökologische Bildung und Aufklärung;
  • umfassende mediale Berichterstattung über Umweltfragen.

Besonderes Augenmerk gilt der Rolle der Wirtschaft und großer Unternehmen, die als wichtige Partner bei der Umsetzung von Umweltschutzinitiativen betrachtet werden. Viele Firmen in Kasachstan beteiligen sich bereits an Aktivitäten im Rahmen von „Taza Kasachstan“, führen nachhaltige Technologien ein und unterstützen ökologische Projekte in den Regionen ihrer Präsenz.

Zur Umsetzung des Konzepts wurde ein Aktionsplan entwickelt, der konkrete Maßnahmen zur Begrünung von Gebieten, zur Förderung der Öko‑Freiwilligenbewegung, zur Durchführung von Umweltwettbewerben sowie zur aktiven Arbeit mit der Bevölkerung im Bereich nachhaltiger Entwicklung umfasst. Darüber hinaus haben die lokalen Exekutivorgane regionale Pläne verabschiedet, wodurch die Initiative an die Besonderheiten der einzelnen Regionen des Landes angepasst werden kann.
Seit Beginn der Umweltinitiative „Taza Kasachstan“ wurden landesweit rund 1,1 Tausend Umweltaktionen durchgeführt, an denen mehr als 10,4 Millionen Menschen teilgenommen haben, darunter 586 Tausend Freiwillige.

Heute lässt sich mit Zuversicht feststellen, dass die Initiative „Taza Kasachstan“ zeigt, dass ein systematischer Ansatz, politischer Wille und die aktive Beteiligung der Bürger reale Ergebnisse hervorbringen können. Das Land bewegt sich in Richtung einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung und schafft gleichzeitig eine solide Grundlage für die Bildung einer Kultur der Umweltverantwortung bei jedem Einwohner.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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Präsident Tokajew stellt umfassende politische Reformen für Kasachstan vor

Astana/Berlin, 20. Januar 2026 – Gestern fand in Kysylorda die V. Sitzung des Nationalen Kurultai (Kongress) statt. Präsident der Republik Kasachstan Kassym-Schomart Tokajew skizzierte ein umfassendes Reformpaket zur Erneuerung der politischen Architektur des Landes sowie Leitlinien der Wirtschafts- und Digitalpolitik.

Präsident Tokajew betonte, dass die seit 2022 eingeleiteten Reformen und die geplanten weiteren Verfassungsänderungen, die einem nationalen Referendum unterbreitet werden sollen, den Übergang zu einem modernen Staatssystem markieren. Ziel sei es, politische Stabilität zu stärken und das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen zu fördern.

Kernpunkte der angekündigten Reformen sind die Einführung eines Einkammerparlaments, des „Kurultai“, zur effizienteren Gesetzgebung sowie die Schaffung des Amtes des Vizepräsidenten, der die internationale Vertretung Kasachstans und die Zusammenarbeit mit Parlament und in- und ausländischen Organisationen koordinieren soll. Ergänzend ist die Gründung des „Khalyk Kenesi“ (Volksrat) vorgesehen, der Fragen der interethnischen und interreligiösen Verständigung, der Innenpolitik und Staatsideologie behandelt, ein eigenes Initiativrecht in der Gesetzgebung erhält und den Kongress der Führer der Welt- und traditionellen Religionen organisiert.

Die Reformen sehen auch die Abschaffung einiger Verwaltungsstrukturen zur Unterstützung des derzeitigen Parlaments und des Amtes des Staatsrats sowie Reformen der Präsidialverwaltung vor, um den praktischen Erfordernissen besser Rechnung zu tragen.

Im wirtschaftspolitischen Bereich betonte Präsident Tokajew die Bedeutung einer schnellen digitalen Transformation. Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz sollen Verwaltung und Wirtschaft effizienter machen, die Infrastruktur stärken und die Wettbewerbsfähigkeit Kasachstans sichern.

Abschließend wies Präsident Tokajew darauf hin, dass die angekündigten Reformen nicht die präsidiale Staatsform schwächen, sondern politische Modernisierung, wirtschaftliche Resilienz und technologische Entwicklung miteinander verbinden sowie die nationale Einheit in einem von globalen Unsicherheiten geprägten Umfeld stärken sollen.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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Strategische Wasserpartnerschaft: Eine neue Phase praktischer Lösungen

Am 11. November 2025 fand ein Runder Tisch zum Thema „Strategische Wasserpartnerschaft Kasachstan-Deutschland: eine neue Ebene“ statt, der gemeinsam mit der „German Water Partnership“ Association organisiert wurde.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter staatlicher Strukturen, wissenschaftlicher Institute und Wirtschaftskreisen beider Länder teil.

Der Botschafter von Kasachstan Nurlan Onzhanov betonte die langjährige und für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, grüne Technologien und Wassermanagement.

Er erklärte, die Partnerschaft beider Länder erreiche eine neue Stufe systemischer Lösungen, gemeinsamer Projekte und des Technologieaustauschs.

Der kasachische Diplomat bedankte sich bei der Bundesregierung, dem Auswärtigen Amt und der GIZ für die Initiative „Green Central Asia“ und die Unterstützung von Klimaprojekten in der Region. Die im Rahmen der Initiative verabschiedete regionale Klimaanpassungsstrategie bilde eine solide Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Der Geschäftsführer der German Water Partnership, Boris Greifeneder, lobte den offenen Dialog und bekundete seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen in den Bereichen Wasserressourcen, nachhaltige Entwicklung und Klimaanpassung. Die Wasserpartnerschaft setzt sich dafür ein, die Kooperation zwischen den Ländern durch die Bündelung von Fachwissen, Technologie und Innovation weiter zu stärken, um gemeinsame Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Die im Wassersektor Kasachstans durchgeführten Reformen wurden positiv hervorgehoben, darunter das Inkrafttreten des neuen Wassergesetzes, die Wiederherstellung des Nationalen Hydrogeologischen Dienstes, die Einführung des Digitalen Wasserkatasters, die Schaffung des Nationalen Wasserressourcen-Informationssystems und Pläne zur Modernisierung von Stauseen, Abwasser- und Bewässerungssystemen.

Die Podiumsdiskussionen konzentrierten sich auf die Perspektiven der Zusammenarbeit in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und öffentliche Versorgungsbetriebe sowie auf die kasachische Initiative zur Schaffung eines kasachisch-deutschen Innovationszentrums für Wasser. Dieses soll als Plattform für den Technologieaustausch, die Implementierung digitaler Lösungen und die Entwicklung von Pilotprojekten dienen.

Nach Abschluss des Rundtischgesprächs bekräftigten die Seiten ihr Engagement für die Stärkung der strategischen Wasserpartnerschaft zwischen den Ländern. Es wurde vereinbart, einen innovativen Wasser-Hub zu schaffen und die Entwicklung gemeinsamer Initiativen und Pilotprojekte in den Bereichen Wassermanagement, nachhaltige Entwicklung und Kommunalwirtschaft zu fördern.

Heute ist die Wasserpartnerschaft zwischen Kasachstan und Deutschland nicht nur ein Erfahrungsaustausch, sondern eine strategische Entscheidung, die das gemeinsame Verständnis widerspiegelt, dass Wasser ein Schlüsselfaktor für nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Sicherheit in der Zukunft ist.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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Kasachstan und Deutschland: neue Schritte in der Partnerschaft

Berlin, 2. Dezember 2025Der stellvertretende Außenminister Kasachstans, Arman Issetov, hat im Rahmen seines Arbeitsbesuchs in Deutschland eine Reihe von Treffen abgehalten, die der Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland dienten.

Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages Christian Görke wurden Fragen der Stärkung der interparlamentarischen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland erörtert und die Bedeutung der Entwicklung der Kommunikation sowohl auf der Ebene der Kontakte zwischen Abgeordneten als auch durch die Zusammenarbeit der zuständigen parlamentarischen Ausschüsse hervorgehoben.

Arman Issetov betonte, dass die Ausweitung des interparlamentarischen Dialogs zu einem tieferen gegenseitigen Verständnis beitragen und die Entwicklung zusätzlicher Mechanismen für die praktische Zusammenarbeit ermöglichen werde. In diesem Zusammenhang erklärte er sich bereit, Herrn Görke und die Mitglieder der Parlamentariergruppe zu einem für die deutsche Seite günstigen Zeitpunkt in Kasachstan zu empfangen.

Der Bundestagsabgeordnete hob seinerseits den konstruktiven Charakter der Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor, bewertete die stetige Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen positiv und bekundete sein Interesse an einer Vertiefung des interparlamentarischen Dialogs sowie der praktischen Zusammenarbeit in Bereichen von gegenseitigem Interesse.

Beim Treffen mit dem Co-Vorsitzenden des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrats, dem Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Michael Harms wurden Fragen der Ausweitung der handelspolitischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Zusammenarbeit der Wirtschaftskreise und des Potenzials neuer Projekte in vorrangigen Wirtschaftssektoren erörtert sowie die Aussichten für die Gewinnung deutscher Investitionen in Schlüsselbranchen der kasachischen Wirtschaft geprüft.

Arman Issetov betonte, dass Kasachstan konsequent die Voraussetzungen für den Aufbau einer langfristigen Partnerschaft mit der deutschen Wirtschaft schaffe, darunter die Verbesserung des Investitionsklimas, die Unterstützung von Industrieinitiativen und die Entwicklung von Infrastrukturprojekten. Er wies darauf hin, dass das Land an einer Ausweitung der Präsenz deutscher Unternehmen in Kasachstan interessiert sei.

Michael Harms bekräftigte seinerseits die Bereitschaft des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, die Vertiefung der Zusammenarbeit zu fördern, und verwies auf das große Interesse deutscher Unternehmen an einer Tätigkeit auf dem kasachischen Markt. Er betonte, dass Kasachstan ein wichtiger Wirtschaftspartner Deutschlands in Zentralasien bleibe und erhebliche Möglichkeiten für die Umsetzung von Projekten zum gegenseitigen Nutzen biete.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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Kasachisch-deutsche Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel

Die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel fand in der Hauptstadt Kasachstans statt

Astana, 24. September 2025 – In Astana fand die 15. Sitzung der kasachisch-deutschen Regierungsarbeitsgruppe für Wirtschaft und Handel statt. Das Treffen bestätigte das hohe Maß an Vertrauen zwischen den beiden Ländern und ihr Engagement für die Erzielung praktischer Ergebnisse.

Zur deutschen Delegation in Kasachstan gehörten rund 40 Vertreter staatlicher Stellen, Industrieverbände sowie die Leitung der Deutschen Industrie- und Handelskammer, des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und einer Reihe großer Unternehmen.
Die Sitzung wurde von beiden Co-Vorsitzenden – Yersaiyn Nagaspayev Minister für Industrie und Bauwesen Kasachstans und Ralf Böhme Leiter der Abteilung für Außenwirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geleitet. Die Seiten präsentierten einen umfassenden Überblick über die aktuelle Agenda und künftige Projekte.

Die Arbeitsgruppe dient als zentrale Plattform für inhaltliche Diskussionen, die von der Stärkung strategischer Partnerschaften und der Ausweitung des Handels bis hin zur Zusammenarbeit in der Produktion, der Stärkung der Lieferketten und dem Technologieaustausch reichen. Die Teilnehmer identifizierten Bereiche, die schnelle Multiplikatoreffekte für beide Volkswirtschaften erzielen könnten.

Im Rahmen der Sitzung wurden folgende Dokumente unterzeichnet:

  • Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der „QazIndustry“ AG
  • Gemeinsame Absichtserklärung zum Handelsförderungsprogramm „Partnering in Business with Germany“ für kleine und mittlere Unternehmen und zum Instrument „Wirtschaftsbeziehungen“ zwischen dem Ministerium für nationale Wirtschaft der Republik Kasachstan und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland
  • Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Finanzierung durch die Exportkreditagentur (ECA) zwischen der Entwicklungsbank von Kasachstan und der AKA Bank.
    Die Seiten haben ihr gegenseitiges Interesse an der Ausweitung der Handels-, Wirtschafts-, Kultur- und humanitären Beziehungen, der Gründung neuer gemeinsamer Produktionsbetriebe, der Stärkung der Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffsicherheit sowie am Technologietransfer und der Digitalisierung als Grundlage für die Modernisierung der Branchen bekräftigt.

Der nächste Schritt wird die Ausarbeitung der Projektfahrpläne und Umsetzungsmechanismen sein.

Pressemitteilung der Botschaft der Republik Kasachstan in Deutschland

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„Central Asia remains a region on the move“

In an interview to CT Executive Research, Vladimir Nikitenko, Regional Director for Central Asia at the German Eastern Business Association, discussed the prospects for economic development in Central Asian countries and highlighted Kazakhstan’s growing role in cooperation with Germany.

How would you evaluate the current economic landscape of the Central Asian states, and what key trends do you anticipate emerging in the coming years?

Economic development in Central Asia remains remarkable. With a population of around 80 million, the five countries in the region form a large, albeit still heterogeneous, market. All countries are working hard to diversify their economies and expand their industrial base, while simultaneously maintaining a delicate equilibrium in their engagements with China, Russia and the European Union.
Central Asia is increasingly coming into the international spotlight in light of global power shifts, not least because of its strategic location as a bridge between Europe and Asia, and its rich natural resources. The region’s economies are on a clear growth path: average growth rates have been around 7% in recent years, and international institutions expect stable growth to continue in 2026.

Where do you see the greatest opportunities for German companies in Central Asia over the next five years?

Over the next five years, German companies will see great opportunities in many areas in Central Asia. There is enormous pressure for reform in the energy and water sectors: the countries in the region need to modernise their energy supply and at the same time manage their water resources more sustainably. This is creating a broad demand for German expertise. Projects in the field of green energy are currently developing particularly dynamically – from the construction of new solar and wind farms to pilot projects in the field of green hydrogen.
New prospects are also emerging in the raw materials industry. Kazakhstan is investing in the development and processing of critical minerals and aims to become a long-term alternative to China for rare earths. This is a very important project for Germany. Initial projects involving German technology partners, for example in potassium extraction, demonstrate the potential of this cooperation.
Geographically, the region acts as a link between the European Union (EU) and the emerging markets in Southeast Asia. Although the so-called Middle Corridor across the Caspian Sea poses a logistical challenge due to the necessary transhipment processes (road/rail – ship – road/rail), it offers considerable growth potential in view of geopolitical developments. Logistics, construction and infrastructure are expanding, driven by a young population, growing urbanisation and increasing investment activity.

The full interview with Vladimir Nikitenko is available via the link.

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